MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst VI (1961 / Heft 47)

 
und Stiegenliiule, die Anwendung einer hierarchischen 
Ordnung bei der Zweckbestimmung der Stockwerke, wo- 
bei das zweite Obergeschoß als reines Repräisentations- 
geschoß bestimmt ist. und sich hier in der llauptaehse 
der große Saal und die Kapelle, als Brennpunkt des Le- 
hensablauies gegenüber stehen, lassen ein wohldurch- 
dachtes Programm erkennen, das, einmal gefunden, sich 
bis in die letzten Konsequenzen verfolgen liißt. 
Johann Ulrich erlebt die Fertigstellung seines Palastes 
nicht mehr. Naeh seinem Tode, 1634, führt sein einziger 
Sohn Johann Anton, vermählt mit einer Markgrfiiin von 
Brandenburg, den Bau zu linde. Das in der Mittelachse 
der llauptfassade am Sehmuckgit-bel von zwei Genien 
getragene FämllltnwitppCü zeigt um den llerzsehild die 
5 Blick auf die Decke mit dem großen allego- 
rischen Gemälde des Planetenbildes Sonne: 
Apolln-Ilelios und den Persunilikationen der 
Tugenden des Hauses llggenherg von Hans 
Adam XVt-issenkirchner, 1635. 
6 l-zin Deckenspiegel als Beispiel für die in 
allen Z! Raumcn erhalten gebliebene Dekora- 
tionsweisc aus der ersten Ausstattungsperitide 
im Dritten Viertel des 17. Jahrhunderts. 
7 Kartusehe aus einem Deekenleld mit einer 
emblematisehen Darstellung. 
Wappen von Krumau (lünl Rosen), Aclelsberg (Adler), 
Pettau (Anker) und Radkersburg (Rad), umgeben von 
der Kollane des Ordens vom Goldenen Vlies, darüber 
den llerzogshut. Nach 1647 - Johann Anton hatte zu 
dem riesigen Besitz noch die gelürstete Grafschaft Gra- 
diska mit Aquiläa vom Kaiser erhandelt, dit m, als 
I hstinmittelbares Leben, nun den Sitz im lutstentag 
bringt, - ist das Wappen seehstcilig und um die Wappen 
von (jrttdiska (Kreuz aul Mondsichel) und Aquiläa 
(Adler) bereichert. Uxtratis ergibt sich, daß der Bau vor 
1647 im Vilesentliehen abgeschlossen war. 
liür die nur zögernd einsetzende Periode der Innenaus- 
gestitltting wird das neue seehsteilige Wappen xicrwen- 
det. Zwei Jahre später, 1649, stirbt Johann Anton allzu- 
 
 

	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.