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Volltext: Alte und Moderne Kunst VI (1961 / Heft 48)

auch raumschallend in dem Sinn, 
daß aus ihrem Inneren immanente, 
den Beschauer in gehörige Distanz 
verweisende Kräfte auszustrahlen 
scheinen, so daß das materielle Vo- 
lumen gleichsam von einer Art von 
ästhetischem Astralleib umgeben zu 
sein scheint. Es ist gar keine Frage, 
daß Werke dieser Art das Freie 
dringend brauchen, daß man ihnen 
keinen größeren Gefallen tun kann, 
als ihrer natürlichen Strahlungs- 
kraft keine Hindernisse entgegen- 
zustellen. Außerdem ergibt sich in 
der Gegenüberstellung der geschlos- 
senen, plastiseh-vollrtinden Form 
des Werkes mit der Bewegtheit, 
Vielschiehtigkeit und unaufhör- 
liehen Wandelbarkeit der organi- 
schen Folie eine wechselseitige Stei- 
gerung beider Faktoren: das Bild- 
werk wird vor der Natur noch pla- 
stischer, die Natur noch organi- 
scher, vegetativer, transitoriseher. 
in diesem Sinn ist es natürlich tiel 
zu bedauern, daß die Plastiken die- 
ser Klasse buchstäblich im Leeren 
stehen, obwohl auch hier Versuche 
festzustellen sind, das Ärgste zu 
mindern („Eva", „Kuß" von Rodin). 
In dem vor dem Wasser-hecken ge- 
legenen, jetzt ganz ungenutzten 
Gartcnteil hätten sich bessere Mög- 
lichkeiten geboten . .. 
Der zweiten Gruppe von Werken 
gehören die Arbeiten an, die über 
kein Oberlilächenkontinum mehr 
verfügen, die ihre Objekte in ver- 
schiedenem Grad „Sl-teIeItieren", das 
räumliche Moment daher ganz ins 
Geistige verlegen und die Epider- 
mis als Ort des Überganges von 
einem in den anderen Aggregat- 
zustand ncgieren; Couturier, Gar- 
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