MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst VI (1961 / Heft 50)

lange Zögern von Konrad Röthel, 
dem Direktor der Städtischen Ga- 
lerie in München beweist, der sich 
erst knapp vor Eröffnung der Aus- 
stellung entschließen konnte, fünf 
Aquarelle aus der Gabriele-Munter- 
Stiftung zur Verfügung zu stellen, 
wobei zu berücksichtigen ist, daß er 
seit der ("Tbergztbe der Stiftung wohl 
über die grüßte Zahl von Werken 
Kandinskys verfügte, die einem Ga- 
leriedirektor zur Disposition stand. 
Die Wiener Ausstellung macht mit 
Kandinskys Durchbruch zur reinen 
Abstraktion (der bereits 1910 er- 
folgte) nicht llalt, sondern verfolgt 
die Entwicklung des Meisters bis 
193-1, wobei zu sagen ist, dafS mit 
zunehmendem Eindringen geomet- 
risch-konstrtiktixter Faktoren die 
Kunst Kandinskys an jener Sponta- 
neität und Pnmittelbarket der Aus- 
sage verliert, aus der heraus sie ihre 
Berechtigung schöpft. 
Und nun zu Franz Marc (1881) bis 
1916). der großen tragisch-poeti- 
schen Gestalt des „Blauen Reiters". 
ln einem seiner Briefe sagte er. 
„Wir werden nicht mehr den Wald 
 
l Alexander _lawlenskx' Fr-tu mit rrü- 
nem Facher, 1912. Privatbcslw. Andi 
jawlcnsky, Loettrno. 
2 August Macke, lndiwner. 1911. Samm- 
lung Bernhard Knehler, Berlin. 
3 Gabritlt- Münter, Bauernhof mit Gan- 
scn, 1910. Kunstg: e Anne Abels. 
Koln. 
4 Franz Marc, Der Tiger, 1912. Samm- 
lung Bernhard Koebler, Berlin. 
5 Was "ly Kandinsky, Studie, 1912. Pri- 
vathesitz Dr. O. lluher. 
ß Paul Klcc, Fuge in Rnt. Privathesilz 
FK, Bern. 
7 Alexander jawlcnsky, l-.r uad Sie, 1912. 
Privatbesilv Andreasjaxx tnsky, Loearno. 
8 Alfred Kuhin. Der llcilige. Neue Ga- 
lerie der Stadt Linz. 
9 Alfred Rubin, Kristalle, 1907. Neue 
Galerie der Stadt L z. 
10 Ä . ne Werefkin, Sdbstlxildnis ll. 
Marianne Werelkin-Stifttmg, Ascona. 
(Seit: 32) 
 
 
 
  
	        

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