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Volltext: Alte und Moderne Kunst VI (1961 / Heft 53)

 
 
5 Oktodrachme Alcxandcrs I. von Makedonien, geprägt zwi- 
schen 476 und 465 v. Chr. (Drecr 1013 Vs. Silber 29 mm.) 
6 Tclrndmchmc Philipps H. von Äiakcdonicn (359-336 vllhr.) 
mit Zeus-Kopf nach dem Zcus von Elis. (Drcer 1026 Vs. Silbcr 
23126 mm.) 
7 Tulrmdrachmc Philipps U. von Mzlkudunicn mit dem olym- 
pischcn Siegcsrcilcr. (Drccr 1026 Rs. Silber 23.26 mm.) 
(Rückseite der Münzc vun Abb. ö.) 
 
Tyrannen und Könige lösen das Bildnis der Götter auf 
der Münze ab, die persischen Satrapen gehören zu den 
frühesten, deren Kopf auf den Prägungen erscheint. Die 
Geschichte Makedoniens ist ein Beispiel des allmählichen 
Wandels der Anschauung. Auf der Rückseite der Octoi- 
drachmen Alexanders l. (498-454 v. Chr.) erscheint zum 
erstenmal der Name des Königs auf, die Vorderseite 
dieser Prägung (Abb. S) zeigt den makedonischen Reiter, 
das kriegerische Machtinstrument dieser politisch wie 
strategisch so begabten Dynastie. Das Pferd ist mit Ares 
und seinen Kämpfen in Nordgriechenland, in welche- 
wunderbarc Rosse eingriffen, seit mythischer Vorzcit 
mit dem Lande verknüpft. Das Pferd und der Reiter im 
Chlamys und der makedonischen „Kausia" (Filzhut mit 
Krempe) zeigen in ihrem zurückhaltenden Ausdruck und 
der geschlossenen Komposition feine päonische Silber- 
arbeit aus der Zeit des Überganges von archaischer zu 
frühklassischer Periode. 
Die Tetradrachmen Philipps ll, von Makedonien (359, 
bis 336 v. Chr.) illustrieren die künstlerische und histo- 
rische Entwicklung des aufstrehenden Königreichs über 
das folgende Jahrhundert hinweg. Der prachtvolle Zeus- 
kopf (Zeus von Elis!) zeigt klassische Kunst auf der 
Höhe (Abbfr), desgleichen der schier vollendet schöne 
Reiter auf der Rückseite der Münze (Abb. 7). Es ist kein 
Krieger mehr, sondern ein olympischer Siegesreiter mit 
der Palme, der seit dem Triumph eines Pferdes Philipps 
in der Arena die "Fetradrnchme ziert; sie sollte sich in 
den folgenden zwei jahrhunderten über die ganze west- 
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