MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 58 und 59)

lungen (Qzernin und Schönbornv 
Buchheim in der Residcnzgalerie 
vertreten; desgleichen die hul- 
ländischen Landschaftsmaler, die 
für die iästcrreichischen Maler 
des 19. Jahrhunderts wichtig 
waren, XXIC z. B. die Ruysdaels, 
deren Werke der iunge Wald- 
müller kopierte. 
Auch die Bestände des l').jahr- 
hunderts konnten durch Ankäufe 
ergänzt werden. Ein früher Fried- 
rich Loos: „Kulm Saigurn mit 
dem Srmnblick" (iÄbb. 6) schließt 
an Josef Anton Kochs heroische 
Landschaften an. Philipp Rein- 
holds „llcumahd im Salzachtal" 
vergrihlfert gleichfalls die Zahl 
romantischer Werke, während 
ein bezauberndes Älädchcnbild? 
nis Amerliirgs den eleganten 
Stil hiedermeierlicher Porträtkunst 
zeigt. Zu dem reichlich vorhande- 
nen Bestand an Werken Makarts 
treten neu ein souverän gestaltetes 
Männerprxrträt von Anton R07 
mako und ein Werk des in Salz? 
burg geborenen F. Schider hinzu, 
der seine Frau, die Nichte Leihls, 
als Blumcnverkäuferin darstellte. 
Ebenso wie Makart nimmt i-Xnton 
Faistauer als Sohn Salzburgs in 
der Cialerie einen Ehrenplatz ein. 
Daher wurden auch sein besonders 
schönes Spatwerk „Santa Maria 
dclla Salute" (Abb. 7) und die 
Darstellung der „Emshurg mit 
Gaisberg" von der (ialerie er? 
worben, obwohl er in der Samm- 
lung bereits vut vertreten war. 
Zum Abschluß sei noch besonders 
hervorgehoben, daß es gelungen 
ist, von Graf Rudolf Czernin 
die „Heroische Landschaft" von 
(jaspar PUUSSiIIeDLIQhCI anzukaur 
fen. Da in den österreichischen 
Galerien französische Maler 
wenig vertreten sind, wäre es 
zu wünschen, daß aus dem (Izer- 
ninschen Bestand noch weitere 
Französische Werke in den Besitz 
der Galerie gelangen würden. 
Die stattliche Zahl der in diesem 
Bericht vorgestellten Ncucrwer- 
bungen innerhalb von nur 10 Jah? 
ren zeigt eindrucksvoll die Kräfte. 
die Salzburg für seine Galerie 
ein 'esetzt hat. Möge auch das 
nächste jahrzehnt die gleiche Auf! 
wärtsentwicklung bringen! 
') F. Fuhrmznlu; Dir Gcschiduc du Residenz- 
galcrie im Kalalng der Rcsidcnzgalcric Salz- 
burg mit Sammlung Czcmin, Salzburg was. 
1) Siehe im gleichen Heft: K. lkossacher: Die 
Schatzkammer der Salzburgcr Erzbischöfc. 
F)F.Pixkhnin1cr "Salzburg: Kunslschälze und 
Altrrlülncr". Salzburg-n Lmndeskundc XII, 
352m. 
J. Doblhukf: „Sllzbulgischcs in! Kunst- 
histurischcu Hnfmuscum nl Wicnß ebenda 
XXXH, 14561, 
 
W cdlitzky: „Salisburgtnsia in der kaiscx- 
lichen Gcmäldeszmnxlung in Wien". 
clxrnd: XLI. 
')Bci dieser Gelegenheit soll wieder einmal 
der (äudankc ausgesprochen werden. gce 
eignete Kunstwerke Saizburger Provenienz 
aus den Depnts der Wicncr Sammlungen 
dem Bundcsland Salzburg .112 Dauerleihgabc 
Zu rtloumicrcn. 
5) (Farm „MaulbtnschH Abb. 160, 167 u. 21H. 
") Fculncr: „Skulptur und Malerei des 1B.]hdIs. 
 
')E. Kölkr: "J. u. Plazcr" in "Alu: und H10- 
derne Kunst". 51161. 
Katalog Auktionshaus Glücksclig, Wicr 
1927 (Nachluß v. Mautncr Markhuf). 
I) Padlucchini: „c. ß. Piazzctta", Abb. 27. 
n In am Vatikanischen Sammlungen in Rom 
7)GunKh2r Heinz: "um Salzburgrr Barock- 
malcrei im m. 1mm- (Prüfunparbeit m: dm 
lnstilut für riwcrr. Gcschichtsfnrsrhulug 
Wim 1950). 
35
	        

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