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Volltext: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 60 und 61)

 
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Viene. 
' Haus in Briixxel 
Dcr Fremde, der Brüssel im Auto 
in östlicher Richtung verläßt, 
benutzt gerne jene von dem 
genialen König Leopold II. an- 
gelegte Prachtstraße, die Avenue 
de Tervueren, die mit ihrer kilo- 
meterlangen vierreihigen Kasta- 
nicnallee zu den schönsten groß- 
städtischen Ausfahrtsstraßen der 
Welt gehört. Wenn er dann, 
durch den sanften Bogen eines 
grünen Platzes gleitend, die Fahrt 
verlangsamt, fällt sein Auge un- 
vermeidlich auf ein langgestrcck- 
tes Gebäude, dessen turmartigcn 
Abschluß vier Bronzenguren zie- 
ren (Abb. 4). Es ist das Palais 
Stoclct. 
Der Anblick dieser Architektur 
bedeutet - auch heute noch A- 
für jeden, der sie zum erstenmal 
sieht, einen Schock. Mag man den 
Bau ablehnen, mag man ihn be- 
wundern, man kann nicht umhin, 
ihn wahrzunehmen. Das liegt 
nicht nur an seinen großzügigen, 
Wahrhaft palastartigen Ausmaßen, 
das liegt an jener ganz persön- 
lichen Nute, die das 190541911 
entstandene Gebäude aus der 
langen Reihe der Häuser heraus- 
hebt, die seit der jahrhundert- 
wende bis in die jüngste Zeit an 
der Avenue de Tervuercn ent- 
standen sind. 
Der Mitteleuropäer, insbesondere 
der Wiener, wird sich vom Palais 
Stoclet irgendwie vertraut an. 
gesprochen vorkommen. Das Hin- 

	        

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