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Volltext: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 60 und 61)

 
Beginn unseres Jahrhunderts Fürst Liechtenstein. Zu den seltensten Stücken dieser 
Art gehört die einen Eberknpf darstellende Schüssel im Österreichischen Museum 
für angewandte Kunst in Wien, die Spuren einer blauen Signatur trägt. Der Deckel, 
der den Scheitel des Kopfes mit den Ohren wiedergibt, ist ungemein plastisch 
durchgearbeitet und in Kontrasttönen ä weiß, mangan und blau K" koloriert. 
Ein ähnliches Unikat stellt die 60 cm lange Schüssel in Gestalt eines Fisches im 
Prager Kunstgewerbemuseum dar, die im Unterschied dazu in der blassen Skala 
von rosaroten, blauen und gelblichen Farbtönen mit Hochglanz auf der schuppigen 
Oberfläche gehalten ist. Eine häufiger vorkommende Art sind Kassetten in Gestalt 
von Fasanen, Enten und Gänsen (Österreichisches Museum für angewandte Kunst 
in Wien) oder einer Henne und eines Hahns. Soweit diese (iefäße bezeichnet sind, 
haben sie ein schwarzes oder manganbraunes HF, H, H P. Eine sehr interessante, 
allerdings etwas gröber ausgeführte Arbeit ist das niedrige Sülzegefäß in Gestalt 
eines Frosches im Kunstgewerbemuseum in Budapest. 
Eine Kategorie für sich stellten unter den Holitscher naturalistischen Gefäßen 
die Kännchen in Form von Papageien dar, deren Modell nach 1763 auch die Faycnce- 
fabrik im schlesischen Proskau übernahm. Auf tschechoslmvakischem Gebiet 
erhielten sich mehrere dieser reizvollen Kännchcn mit ihren kleinen Deckeln, die 
mit schraubenfiärmigen Windungen und einem Grill" aus zwei miteinander verHuch- 
tenen Bändern versehen sind. Die leuchtende und reiche Palette der Muffelfarbcn 
 
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