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Volltext: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 62 und 63)

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würden, den tausenden Besuchern 
deutscher Zunge die Augsburger 
Arbeiten als „Arte cli Benvenuto 
Cellini" vorzuführen. Daß dies 
bis heute möglich ist, beweist den 
europäischen Hochstil und die 
Qualität dieser Werke. Auch in 
der Stadt ihrer großen Vorbilder 
Cellini und Giovanni da Bologna 
kann sich die Kunst der Nach- 
fahren aus Augsburg und Salz- 
burg behaupten. 
Wolf Dietrichs Tafelgerät zeigt 
uns eindrucksvoll die Pracht seiner 
Salzburger Hofhaltung. Gold und 
Silber umgab den Barockfürsten 
in der Hybris der Macht und es 
begleitete ihn auch nach seinem 
Sturz treulich bis zu seinem 
düsteren Lebensende. Auch in den 
fünf Kerkerjahren auf der Festung 
Hohensalzburg, dem letzten Akt 
der Tragödie Wolf Dietrichs von 
Raitenau, wurde ihm eine fürst- 
liche Tafel, dreierlei Weine und 
silbernes Tafelgerät gewährt Z0). 
Im Halbdunkel des Gefängnisses, 
dessen Fenster vergittert und ver- 
schalt waren, schimmerte das ver- 
goldete Silber, glänzte das Wappen 
auf Kannen und Schüsseln im 
Flackern der langsam nieder- 
brennenden Kerzen, während das 
Leben des Fürsten allmählich 
erlosch.
	        

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