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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 66)

 
(LAUS EGGERT 
Die Hermesuilla 
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Es ist bekannt, daß Kaiser Franz Joseph l. und der 
Kronprinz Rudolf gern im Lainzer Tiergarten zur 
Jagd weilten und daß Kaiserin Elisabeth dessen 
großartige Natur und Einsamkeit liebte. Da aber 
keine für einen längeren Aufenthalt des Hofes 
genügenden Räumlichkeiten vorhanden waren, gab 
der Kaiser, wohl im Frühjahr 1882, Befehl zur 
Errichtung eines Jagdhauses. Am 10. Juni über- 
trug die K. k. Direktion der Ah.Privat- und Fa- 
milienfonds der Österreichischen Unionbaugesell- 
Schaft, Franzensring 24, die Ausführung der sämt- 
lichen Bau- und Steinmetzarbeiten 1), und zwar auf 
Grund des Resultates der vorgenommenen Aus- 
schreibung. Auf Wunsch des Kaisers sollte der Bau 
in einer Bausaison vollendet werden; das war damals 
ein ziemlich einzig dastehender Fall bei einem Objekt 
dieser Größe und erwies sich auch in der Folge 
als unmöglich. 
Die Entwürfe stammten von Karl von Hasenauer. 
Die ausführende Firma war seit 1871 in Wien tätig 
und hatte unter anderem den Reichsrat, die Kunst- 
akademie und das Rathaus ausgeführt. 
Die Kosten des „Jagdhauses im K. k. Thiergarten" 
- die Bezeichnung „Hermesvilla" datiert erst seit 
Aufstellung einer Hermesstatue im Jahre 1888 7 
trug die kaiserliche Privatkassa. Am 29. Juni 1882 
begann die Fundierung der eigentlichen Villa. Die 
Dachgleiche hätte am 15. Oktober erreicht werden 
sollen. Die Unionbaugesellschaft geriet aber mit den 
Hartsteinlieferungen in Verzug f es handelte sich 
um Almaser Stein w, ferner traten noch andere 
ungünstige Umstände ein, und Hasenauer lieferte 
die Ausführungspläne erst sukzessive. lm Jahre 1882 
mußten die oftmals durchweichten Tiergartenwege 
von 7273 Fuhrwerken benutzt werden, täglich 
waren durchschnittlich 261 Arbeiter beschäftigt. 
Den Winter über mußte der Bau in Erdges 
höhe stehenbleiben. 
Am 19. März 1883 wurden die Bauarbeiten v 
aufgenommen, indem man zunächst die Villa 
weiterführte; am 27. April waren bereits die H 
platten des Hauptgesimses versetzt. Etwa Endr 
wird der Dachstuhl aufgeschlagen worden seir 
Während der Bauzeit kam die Kaiserin, die 
für die Villa besonders interessierte, oft ir 
Tiergarten, um sich vom Fortschritt der Arl 
zu überzeugen; der Kaiser kam einmal. Der l 
prinz Rudolf hielt sich zwischen Juni und A 
1883 neunmal zur Pirsch im Lainzer Revier au 
Mit llandschreiben vom 9. Jalnner 1884 l 
tragte der Kaiser den Direktor der Ah. F 
Hofrat Freiherrn von Mayr, die Villa samt N 
gebäuden und zugehörigem Grundkomplex ll 
unmittelbare Eigentum der Kaiserin überführt 
lassen. Mit Ah. Entschließung vom 6. März 
der Kaiser das Terrain 7- 36 Hektar, 19 Ar, I 
i ankaufen. Am 20. März wurde der Vc 
unterzeichnet. 
Schon jetzt machte die Feuchtigkeit dem Bai; 
den Promenadenwegen zu schaffen. Da Hase 
den Wasserablauf innerhalb der Villa anzuoi 
für gut fand, wird das so bleiben. 
Bau und Einrichtung wurden am 7. Juli 185 
vollendet bezeichnet. Hasenauer hatte für 
Hermesvilla unter künstlerischer Beihilfe des I" 
tekten. Bruno Gruber, der seit 1869 bei ihn 
gestellt war, 821 Nummern Ausführungspläne 
naturgroße Details gefertigt, deren Verbleil 
nur zum kleinsten Teil klären konnte, inden 
unter den Planbeständen der Hausverwaltun; 
Burgtheaters eine Reihe detaillierter Entwüri 
Mappen geordnet, auffand, unter denen vor
	        

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