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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 66)

 
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zahlreiche wichtige Fassadenaufrisse, auch für die 
Nebengebäude, und genaue Grundrisse sind. In der 
Albertina 2) befinden sich drei Blätter, die als Ent- 
würfe zur Hermesvilla gelten, und zwar ein Auf- 
und ein (jrundriß, die beide zu ein und demselben 
Objekt gehören, sowie ein Ornamentdetail. Der 
Aufriß und der Grundriß sind beide von ihrem 
Urheber Hasenauer auf den 9. Oktober 1872 datiert. 
Trotzdem die dargestellte Villenanlage in der 
Gruppierung der Bauteile eine ganz allgemeine 
Ähnlichkeit mit der Hermesvilla hat, konnte ich 
weder eruieren, worauf sich die Zuordnung zu 
diesem Bau stützt, noch überhaupt etwas von einem 
Vorprojekt zur Hermesvilla in Erfahrung bringen. 
Die Kaiserin nahm in der Villa noch 1886 Aufenthalt, 
und zwar nach llasenauer nicht vor dem 4. Oktober. 
Ihre nächsten Sejours waren im Mai und Juni 1887. 
Die Villa wurde ihr Lieblingsaufenthalt in den 
Erblanden; noch in der zweiten junihälfte 1898, 
also wenige Monate vor der Ermordung, weilte 
sie dort. 
Zwischen dem 22. Februar und dem 3. Oktober 1888 
wurde in der Mittelachse des Gartenparterres vor 
der Hauptfront der Villa die weiße Marmorstatue 
des Hermes von dem Berliner Bildhauer Ernst 
Herter (1846-1917) aufgestellt, nach der die Villa 
fortan benannt wurde 7 in den Akten erstmals am 
23. November 1888 (Abb. 2). 
Am 12. Mai 1889 beziffert Hasenauer die Gesamt- 
kosten mit 1,547.514 fl. 
Die Hermesvilla liegt auf ansteigendem, in ihrer 
nächsten Umgebung terrassiertem Gelände. Die 
Anlage besteht aus der eigentlichen Villa, Flankiert 
von Gebäuden für Bedienstete, Küche, Reitschule 
und Stallungen; ihr gegenüber steht ein Wohnhaus 
für Hofheamte. Diese Gebäude schließen einen 
rechtwinkligen Hof ein. Auf der anderen Seit 
steht die schon erwähnte Hermesstatue. lhr Schöpfe 
hatte schon vorher für die Kaiserin die Marmor 
statue „Der sterbende Achilles" ausgeführt, die b: 
dem anderen Buen Retiro der Kaiserin, der 
Achilleion auf Korfu, aufgestellt wurde, abe 
möglicherweise für die Hermesvilla bestimmt wai 
da ihre Entstehungsgeschichte bei den auf letzter 
bezüglichen Archivalien liegt. Am 15. Juli 188 
ersucht der Obersthofmeister der Kaiserin, Freiher 
von Nopcsa, den Direktor der Ah. Fonds ur 
Vergütung des Betrages von 17.397,85 Mark fü 
die Achillesstatue, worin die Herstellungskoste 
inbegriffen sind, woraus hervorgeht, daß erst a1; 
Bestellung der Kaiserin die Statue überhaupt a] 
solche ausgeführt wurde. Ähnlich wurde Herte 
die l-lermesstatue in Laaser Marmor erster Qualitä 
auf Grund einer von ihm in Vorlage gebrachte 
Skizze in Auftrag gegeben, und zwar auf seine 
Wunsch überlebensgroß. Die Kosten betruge 
15.730 H. 11 kr. 
Leiter der Gartenanlagen war Hofgarteninspektc 
Franz Rauch, Laxenburg. 
im folgenden wird versucht, auf die wesentlich 
Problematik der Hermesvilla hinzuweisen. Eir 
Beschreibung veröffentlichte Wilhelm Beetz 3). D: 
Außenbau ist sparsam betont rechtwinklig gi 
gliedert; die Gliederung tritt nur wenig aus dt 
WandHäche hervor, die weitgehend sichtbar bleib 
Diese Wandflächen sind mit glasierten Ziegelplatte 
bekleidet, deren Muster im wesentlichen als rech 
Winklige Linienkontiguration auf glatter Fläcl 
wirkt. 
Diese Flächigkeit, Geradlinigkeit und Rechtwinl 
ligkeit sind für Karl von Hasenauer bezeichneni 
Starke Räumlichkeit und starke Plastizität lagen ihi
	        

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