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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 66)

ihn auch, an dem Entwurf Gottfried Sempers 
s Hofburgtheater eine Änderung zu er- 
n, was - ornamentalc Details ausgenommen 
e einzige nachweisbare künstlerische Betei- 
am Äußeren des Theaters ausmacht. Semper 
n der Mitte des Segmentes an der Haupt- 
ne Exedra geplant, ähnlich der an der Neuen 
wobei in der Bogennische der Exedta die 
orm des Segrnentes in großartigster Weise 
rls wiederkehrte. llnsenauer erreichte, daß 
essen der breite, gerade und rechtwinklige 
r ausgeführt wurde, der die Entfaltung der 
hen Wucht des Segmentes verhindert, indem 
de in der Mitte, wo sich die Wirkung erst 
iet, den Bogen in die Fläche preßt. Sogar 
besprochenen Exedra der Neuen Burg kann 
zutlich durch Vergleich mit Semper Hasen- 
Eigenart erkennen. Diese Exedra zeigt als 
opf zwei Gesichter: auf der Heldenplatzseite 
mpers, der hier die monumentale Rund- 
liSChC durchführte; auf der Kaisergartenseite 
isenauets. Hier ist zwischen Sempers große 
ig von gekuppelten und stark vorgekriäpften 
eine Fläche eingespannt, die von einem 
. wenig motiviert horizontal zerschnitten 
vobei die so gewonnenen zwei Geschosse in 
öße mehrfach rechtwinklig abgestufte Fenster 
tsprechend abgestuften Säulchen zeigen und 
verbleibenden Rechteckflächen Bauskulptur 
große Beziehung zum Ganzen säuberlich 
tzt ist. 
1un Hasenauer in Bewältigung großer Massen 
isicht der Rhythmisierung und auch sonst 
1 Zeitgenossen nachstand und daher Weniger 
mumentalarchitektur geeignet war, so war er 
- was schon Gottfried Semper erkannt und 
ligt hat 7 in der Gestaltung, besonders 
ition, intimerer Innenräume vielen über- 
und erreichte hier den Ausdruck diskreter 
se, wobei die erwähnte Flächigkeit in Ver- 
g mit ornamentaler Begabung vorteilhaft 
Ohne die letztere würden seine Innen- 
unbeschadet der subtilen Proportionierung 
nvienerische Nüchternheit zeigen. 
:r Hauptfront der Hermesvilla, die durch 
hendes in den stilistischen Zusammenhang 
asenauers übrigem Oeuvre gestellt werden 
ist am Eck des linken Seitenrisalites ein 
Treppentürmchen angeordnet, dessen un- 
iares Vorbild in Wien am Palais Larisch am 
er Lothringerstraße und Johannesgasse zu 
ist. Dieses nicht große Palais, von Van der 
867f68 erbaut, wird fast nirgends in der 
ur beachtet, obwohl eine Überschau der 
:eitigen Wiener Privatpalais prima vista ergibt, 
hier den weitaus besten Platz verdient. 
nnere der Villa bietet Mannigfaltigkeit, da 
"ei der wichtigsten derzeitigen Wiener Kunst- 
igen, repräsentiert durch bedeutendste Ver- 
zusammenwirken. Es sind die innenarchitek- 
ie Richtung Haisenauers und in der Malerei 
t und die Rahlschule. Demgemäß ist dieser 
th gegliedert. 
ier Tendenz Hasenauers zu Fläche und Recht- 
gkeit ist es natürlich, daß er bei Innenräumen 
lieclerungselemente gerahmte Felder bevor- 
mußte. Diese sind besonders irn Speisesaal, 
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