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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 68)

1a johnnn Albrecht Siegwilz. H]. Franz Xzver. Universiüukircl 
(St. Matthias) in Breslau, u!!! 1126 
17 Johann Albrecht Siegwitz, Universitätsportal mit Allegorien 
der vier Kardinaltugendcn in Breslau. m6 
ls Johann Albrecht Sirgwitz, Allegorie der Ttmpcrantia 
aus dem Univcrsititsponal in Breslau. 1136 
ADAM WIECEK 
Die läarazkplaslik am der 7. Hälft 
des 78.]abrb11ndert.r in Brexlau I1 
Von ganz anderer Art ist Johann Alfred Sie! 
der wahrscheinlich im Jahre 1720 aus Wien 
Schlesien gekommen war und sich ständig in B 
niederließ. Vorher dürfte er sich einige Zeit i 
Werkstatt der BrukoHs in Prag aufgehalten l 
da sich deren Einiluß in seinen späteren W 
dokumentiert. Siegwitz arbeitet fast dreißig 
ohne Unterbrechung in Breslau (von ungefähr 
bis 1756). Nur für kurz begab er sich nach 
(Klodzko), (iöstyn Wielkopolski, Czenstuchai 
anderen Orten. Neben selbständigen Arbeitei 
er auch für die Werkstatt des Steinmetzen Kai 
tätig, eine Verbindung, die Siegxvitz den A 
erleichtert haben dürfte. So war er an der 
stattung der Hochbergkapelle beteiligt, für 
lnneres er die Steinriguren der hl. Hedwig 
hl. Johannes von Ncpumuk, des hl. Karl Borre 
und der hl.Barbar11 smvie vier Engel schu 
Typus der Figuren und im Kostümlichen wird 
der Eini-luß der Prager Werke Ferdinand Maxir 
Brokoffs besonders zitigenfällig. Später linder 
Siegwitz mit anderen Bildhauern bei der l 
ausstattung der Universitätskirche (Abb. 16). 
arbeitete er, wie es scheint, in den dreißiger J 
mit Urbanski an der Statue des hl. Johannes 
Nepomuk vur der Kreuzkirche. Im Jahre 1732 li 
er die allegorischen Figuren der vier Jahres: 
für das Palais Websky und die vier Kardinaltug: 
(Abb. 17,18) für das Portal des Jesuitenkt 
(heute Universität). Von da an wandte sich Sie 
anderen Aufträgen zu. Nun sind es nicht 
bnuplastische Skulpturen, sondern Hpitaphien, r 
sein Interesse gilt. S0 führt er zum Beispiel i 
lilisabethkirche Grabdenkmäler der reichen 
gelischen Bürger Teubner, Berger (Abb. 19), l 
und anderer aus. Mit einem seiner letzten W 
dem Orgelprospekt (Abb. 20) in der SL-lilisa 
Kirche, knüpfte er an Urbanskis Orgelgehäus 
Maria-Magrlalenen-Kirche an.
	        

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