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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 68)

 
Schlnß Lithlrnbcrg, Das Rmcnpßutkcn, Wandgemälde. H!!! um 
Lichtenberger Malereien, nach Tracht, Bewaffnung und Stil in , 
Schloß Tncnt, atiimurm, aus den Mnnaishildern (V0! um); 
1,- 
Cende vom 14. zum 15. Jahrhundert zu datieren, sind ein Denk- Juli mit Fiittirga. Fischfang und Heut-rirlc 
. .  . . .1 Schloli Kimktswm bei Bnzen, WCMpJlüS, 2. Sroclgsugcnuilnres „HadezimmeW, 
lener rnitteleuropaischen Gemeinschaftskunst um 1400 aus der Wandgemälde, 133571400 
des vorletzten Luxemburgers, XX enzels von Buhmen. Der Maler Liklffßjfwßghggßägjjffggi,t"ä;{;5""'ß"Bmmmm" "mlmmk d" Wmpnla" 
veifellos ein Einheimischer gewesen und laßt sich dem Meraner 
. der alttirulischen Walerei anschließen. 
derselben Zeit stammen die prächtigen Monatsbilder im Mittel- 
lOß des Adlerturms zu Trient, der zum Kastell Buonconsiglio 
rt. Der Raum zeigt am westlichen Fenster das Wlappen des Auf- 
ebers der Gemälde, Bischofs (Seurg l. von Liechtenstein, der 
1390 bis 1419 regierte. Dargestellt sind Kalenderbilder auf die 
Nlonate des Jahres mit den der Jahreszeit entsprechenden 
iäftigungen und Vergnügungen der hölischen Kreise in der 
en Bildhälfte und den landwirtschaftlichen Arbeiten der Bauern 
Iberen Bildtcil. Der Zyklus gibt ein geschlossenes Kulturbild 
Leben und Treiben der Menschen um 1400. Der unbekannte 4 
lSChC Meister steht mit seinem naiv-treuherzigen lirzählerstil und ' 
stimmungsmäßigen Ton der Begebenheiten, die sich in einer 
ollen, übereinandergebauten „Reise- oder Wandcrlandschaft" ab- 
rn, in jenem neuen, internationalen, hötischanaturalistischcn 
nstrom um 1400, für den eine Synthese deutscher und italienischer 
emente, vor allem aber der Einliuß der französisch-burgundischen 
Lunst bestimmend war. Wahrscheinlich sind ihm westliche 
aturen (livres d'heures) oder Bildteppiche mit Kalenderdar- 
ingen bekannt gewesen. Stilistisch sehr ähnliche Werke befinden 
im Domkreuzgang zu Brixen, so daß der Maler einer tirolischen 
lschule angehört haben wird, der vor 1407, dem Jahr der Flucht 
Bischofs Georg von Liechtenstein aus Trient, als edelste Blüte 
Freskenzyklus im Adlerturm zu verdanken ist. 
Wandgemälden von Schloß Runkelstein bei Bozen, dem um- 
reichsten und vielseitigsten Zyklus, der uns von mittelalterlicher 
inmalerei Europas erhalten geblieben ist, galten meine Bemühungen 
end eines langen Zeitraumes, nachdem hierüber, abgesehen von 
eren Erwähnungen und Aufsätzen, nur ein literarhistorisch 
erichtetes Werk von  Zingerle und  Seelos mit veralteten 
igraphien aus dem Jahre 1857 vorlag. Meine Ergebnisse sind 
luFig 1954 in einer Kurzmonographie (Inn-Verlag, Innsbruck) 
auch vier Seiten Literaturangaben 7- niedergelegt worden, harren 
noch einer nur durch einen Druckkostenzuschuß möglichen 
issenden wissenschaftlichen Gesamtpublikatiun. 
Geschichte Runkelsteins reicht zurück bis zu jenem 10. Februar 
, an welchem Tage Bischof Aldrich von Trient den Brüdern 
irich und Beral von Wanga die Erlaubnis gab, auf dem Hügel, 
nnt Runchenstayn, eine Burg zu erbauen. Nach dem Erlöschen 
Geschlechtes um 1318 kam die Burg an verschiedene Besitzer 

	        
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