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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 69)

der Fachwelt Anerkennung fand. lis sei an den großen Be 
UNESCO, der den Titel „Lebendes Museum" prägte, um 
Besucherzii-"ter von 60000 im Jahr, erinnert. 
Pnabhängig von dieser Bestrebung blieb die 'l'atsache beste 
dem Bundesland Niederösterreich in Wien, in der Stadt d: 
großen Spezialmuseen, nur eine beschränkte Wirksamkeit be 
sein konnte. llicr galt es, vorerst das Bild des Landes in große 
zu umreißen. Die Darstellung spezieller Themen, im Land 
war der nächste Schritt. Dabei konnten zugleich die Probl 
Denkmalpflege ihre Berücksichtigung tinden. Durch die Krir 
Nachkriegsereignisse hatte Niederösterreich einen bedeutenden 
seiner Kunstwerke verloren. Kirchen und Schlösser waren 
ihrem Zweck entfremdet. Der neue hluseumsgedanke kon 
einen sinnvollen Verwendungszweck geben. Am Beginn die 
Wicklung steht der Beschluß der Stadt Krems, die ehemalige hl 
kirche, die seit dem 18. Jahrhundert als Depot diente, in i 
sprünglichen Schönheit wieder herzustellen und dieses res 
Kunstwerk zur 150. Wiederkehr des Todestages von Martin 
Schmidt als Erinnerungsmal für diesen Barockmaler mit eir 
stcllung seiner Werke der Öffentlichkeit zu übergeben. Fin 
von nahezu 40000 Besuchern ist in der Zeit russischer B 
nicht hoch genug einzuschätzen. Diese nur aufeinige Monate bes 
Veranstaltung hat in den hierauf errichteten (ledenkstiitte 
dauernden Niederschlag gefunden. So wurde im Wohnh 
Schweizer Naturforschers Johann Jakob von Tschudi in Lichtenr 
ein kleines Museum errichtet. 1957 folgte die (Iauermanniiedr 
in Scheuchenstein. 1957 das Raimund-Zimmer in Gaaden, 1 
(Iarl-Leopold-Hollitzer-Museum in Bad DeutscheAltenburg u 
die lirrichtung des llavdn-Museums im (ieburtshaus des Kom 
in Rohrau. Auch dabei war nicht so sehr die Sammlung von Erim 
stücken ausschlaggebend, sondern vielmehr die Absicht, ü 
kleinen Rahmen hinaus lebendige Beziehungen zur historisch 
lichkeit und zum gesamten Schatten des Künstlers anzubahner 
Die dauernde museale Benützutig historischer Denkmale kor 
dem Gebiet der Naturkunde kurz darauf verwirklicht wer 
wurde im Änschluß an das lireilichtmuseum (iarnuntum im N 
des Schlosses Petronell das Donaumuseum eingerichtet, das eim 
und Kulturgeschichte des Tales und seines Stromes bietet. Die 
stünde, vom Stopfprüparat bis zur Volkskunde, vom Modell 
Kunstwerk, sind dabei sehr vielfältig. XYie richtig dieses Vi 
war, beweisen die weiteren Veranstaltungen. 1959 wurde ir 
Teil des Schlosses die Ausstellung „Joseph llaydn und sein 
gezeigt, 1962 das Donaumuseum um die doppelte Zahl der Rä 
keitcn erweitert, und heuer wird im Südtrakt des Schlosses ei 
stellung des Österreichischen Museums für angewandte Ku 
(Ütlientlichkeit übergeben; übrigens der erste Versuch, Depr 
der Staatsmuseen durch Schaustellung einem griäßeren Kfl 
Interessenten zugänglich zu machen. So dient Schloß Petror 
zu seinem größten Teil nmsealcr Verwendung und fügt Sil 
„Museumsbezirlf im östlichen Niederösterreich sinnvoll ein. 
Ein zweites naturkundliches Museum im Schloß Älarcheg, 
Niederösterreichische Jagdmuscutn, vermochte dieses w 
Barockschloß vor dem Abbruch zu retten. Die Besucherzahl 
über 90 000 geben Aufschluß über die Breitenwirkung und der 
bildnerischen Wert der Institutionen. liin bescheidcneres (iegensi 
dem Gebiete der Volkskunst sind das 1956 gegründete bla 
museum, das in dem Pfarrhof Prandtauers in Weikenrltwrf tmterg 
ist, und das Weinlandmuseun": im Schloß Aspartr a. d. Zaya, 
beiden bedeutsamen Bauten eine neue Zweckverwendung geben 
Diese musealcn (iründungen sind im Sinne der Dezentralisieri 
Museen entstanden, dienten nebenbei den Belangen der D: 
pllege sowie des Fremdenverkehrs und schufen durch die Be" 
von musealem (iut, Landschaft und historischem Bauwerk a
	        

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