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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 70)

KLEINE NACHRICHTEN 
Paris: Die Polizei hat den Jremdenverkehrsmalern" der Place du 
Tertre (Montmartre) verboten. ihre Schöpfungen im Straßenhandel 
zu verkaufen. da manche dieser "Künstler" billige Drucke als .,Ori- 
ginale" angeboten hatten, 
Da kann man nur sagen: Recht geschiehfs denjenigen, die aufdiesen 
Schwindel hereingefallen sind. 
In Berlin fand am 20, Juni eine Diskussion ("Podiumgesprach") in 
der Akademie der Künste statt. Das Thema lautete: "Kunstdiktatur 
gestern und heute." Ntsgr. Mauer (Galerie St. Stephan, Wien) leitete 
das Gespräch, an dem die Professoren Sonttteimer und Mayntz sowie 
Publizisten. Kritiker und Künstler teilnahmen. Tenor des Gespräches, 
ln das auch zahlreiche Besucher eingriften. war die Erkenntnis, daß 
Kunstdiktatur und Spießertum in ursötchlicher Beziehung stünden 
nach Mauer auch der wesentliche Grund hiefür, daß staatliche Stellen 
bei irgendwelchen Kunstauftrügen zumeist danebengriffem nach 
Meinung eines der Kontrahenten nicht aus Unwissen. sondern aus 
"dumpfer Vorsätzlichkeit". 
Ein Bonmot Mauers stellte einen wesentlichen Beitrag zur Klärung 
der Frage nach der Unbeliebtheit der ungegenständlichen Kunst dar: 
nMit dem Tachismus laßt sich kein Personenkult treiben," Aber 
pardon! straft sich da der Mansignore nicht selbst ein wenig Lügenl 
Bonn: Die Frage wird eifrig diskutiert. ob es ratsam sei oder nicht. 
Elft "Bundesmuseum" zu gründen, dessen Anfangsbestand aus jenen 
Werken bestehen soll, die die Nazimachthaber erwarben und bei 
denen mit Restituttonsansorüchen nicht mehr zu rechnen ist. Haupt- 
sächlich handelt es sich um Gemälde und Zeichnungen. die Hitler 
für sein Linzer Superrnuseum aus dem deutschen Kunsthandel legal 
erworben hatte. Dazu kommen noch Restbestände aus den Privat- 
kollektionen der Großen von damals. allem voran von Hermann 
Göring. Auch die Handzeichnungssarnmlung Johann Georg von 
Sachsen. die 1941 bei Boerner. Leipzig. versteigert werden sollte. 
aber von der damaligen Reichsregierung aufgekauft wurde. gehört 
zu diesem Komplex. 
Dresden: Die Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlungen 
konnte Mitte Juni zwei Gemälde in ihre Obhut übernehmen. die auf 
dem Westberliner Kunstmarkt aufgetaucht und zunächst von den 
Staatlichen Museen Berlin-Dahlem in Verwahrung genommen worden 
waren Diogenes mit der Laterne" von Adriaen van der Werft 
(16597 22) war Eiaentum der Dresdner Galerie. galt aber seit 
Ende des zweiten Weltkrieges als vermillt; das andere Bild. "Der 
Gartenfreund" von Carl Spitzweg (180871888). war im Oktober 1962 
aus den Städtischen Kunstsammlungen Görlitz gestohlen worden. 
 
Dresden: im September wurde eine neue Abteilung der Gemälde- 
galerie eröffnet, die "Meisterwerken unseres sozialistischen Zeit- 
dlters" (Seydewitz) gewidmet ist. Die Galerie befindet sich im Alber- 
tinum auf der Brühlschen Terrasse, ihr Bestand setzt sich aus Werken 
der Malerei, Graphik und Plastik zusammen. die "nach der schöpfe- 
rischen Methode des sozialistischen Realismus in der DDR. rlber auch 
in anderen Ländern entstanden sind" (Die Union. 7. Juli 1963). Zeit- 
lich beginnt die Abteilung mit einer Präsentation von Werken der 
sozialkritischen Künstler vom Anfang dieses Jahrhunderts; die Samm- 
lung wird krirlen starren Charakter trauert. sondern bemüht sein, 
nur die qualitütvollsten Werke der jeweiligen Entwicklunaselappen 
zu zeigen (in dieser Hinsicht falgt man in Dresden dem Vorbild des 
Museum of Modern Art in New York). 
Salzburg: Friedrich Welz. eine der pratiliertesten Persönlichkeiten 
des österreichischen kulturellen Lebens. Inhaber der bekannten 
Galerie. Gründer und Leiter der Internationalen Sommerokademle 
für bildende Kunst. gab anlüßlich der Eröffnuno der Ausstellung 
Alfred Hrdlicka bekannt. er wolle sich, enttäuscht über die Ergebnis- 
laslqkeit seiner Bemühungen um das öffentliche Salzburqer Kunst- 
leben. nunmehr völlig zurückziehen und fortan nur noch im Interesse 
der eigenen Galerie wirken. Landeshauptmann DDn-tng. Hans 
Lechner entgegnete. daß Schicksal und Rang von Salzburg mit der 
Förderung aller Künste. der bildenden wie der darstellenden auf 
das engste verbunden sei und alles nur Erdenkliche geschehen würde. 
um die Kontinuität des kulturellen Lebens zu wahren. Gleichzeitig 
wurde der Ankauf einer bedeutenden Plastik von Hrdlickct für das 
neue ..alte" Festspielhaus angekündigt. 
Agna (Tessin): Im Hause des Pfarrers von Agno wurde bei Bauarbeiten 
ein von einer Steinplatte verdecktes rundes Wasserbecken freigelegt, 
altem Anschein nach ein frühchristliches Taufbecken der ehemaligen 
Basilika. Das Taufbecken verdient ob seiner unorthodoxen Rltndform 
r alle anderen Becken dieser Zeit sind achteckig 7 besondere Be- 
achtung. Vielleicht ist das Taufbecken von Aono mit dem arictnischen 
Kult in Verbindung zu bringen. da das Baptisteriunt der Arianer in 
Ravenna eine ähnliche Form aufweist. 
Tarquini Anfang Juni wurde in der elruskischen Totensladt ein 
Grab rrl Wandmalereien geöffnet. Die Darstellungen zeigen vor 
allem eine der üblichen Gelageszenen sowie einen Panther und einen 
Hahn in Kampfstellung. 
Das Grab wurde schon einmal von ..wilden" Ausgröbern vor etwa 
drei Jahrzehnten aeaiinei. oieyvandrnalereien sind nicht besonders 
guterhalten und müssen zwecks Uberführung ins Museum abgenommen 
werden. 
Oslo: Das Edward-Munch-Museum 
Als Edvard Munch am Z1. Januar 1944 für immer die Augen schloß. 
zeigte es sich. daß er die von ihm hinterlassenen Werke ausnahmslos 
der Stadt Oslo vermacht hatte. Die Hinterlassenschaft umfofJte etwa 
1000 Gemälde. 4500 Zeichnungen, 15.000 graphische Blätter und 
e Skulpturen neben einer außerordentlich reichhaltigen Sammlung 
van Briefen. Aufzeichnungen. Büchern. Zeitungsctusschnitten und 
anderen Dokumenten. Alles in allem ein einzigartiges Material zur 
Beleuchtung des Lebens und des Werks dieses großen Künstlers! . . . 
Der Magistrat der Stadt Oslo, der den Wunsch hatte, die Sammlung 
der Öffentlichkeit zugute kommen zu lassen, bschloß schon im Jahre 
1946, ein Munch-Museuvrl zu bauen. Wegen der Einschränkungen der 
Baumöglichkeiten nach dem Kriege dauerte es jedoch eine Reihe 
von Jahren. bis an die Verwirklichung des Planes gedacht werden 
konnte. Erst 1951 wurde eine Architektenkonkurrenz veranstaltet. 
und 1954 wurden Gunnar Faugner und Einar Myklebust zu aus- 
führenden Architekten gewählt. 
1960 begannen die Bauarbeiten. und heute steht das Museum fertig 
da. Arn 29. Mai 1963 fand die feierliche Eröffnung in Gegenwart 
des norwegischen Königspaares statt. Die Baukasten wurden durch 
den Eetriebsüberschuß der Osloer Filmtheater gedeckt. 
Das Museum hat Ausstellungssüle mit einer Grundfläche von im ganzen 
etwa 1500 m'. einschließlich eines Vartragssaales. der auch zu wech- 
selnden Ausstellungen benutzt werden soll. Dazu kommen die Biblio- 
thek. die Büros. die Magazine. eine reichhaltige technische Abteilung 
für Restaurierung. Photographie. Einrahmung usw., ein Raum zum 
Ausruhen. ein Restaurant. Hausmeisterwohnungen und ein Stipendiatem. 
zimmer. In der Ausstellunclsabteilung, die sich im Erdgeschoß befindet. 
wurden zunächst zirka 250 Gemälde, 100 graphische Blätter und 
so Zeichnungen ausgestellt. also ein verhältnismäßig kleiner Teil 
der Sammlung. Man hat jedoch die Absicht. von Zeit zu Zeit die Auswahl 
zu wechseln. und hat dies schon durch eine außerordentlich bewegliche 
Montierung vorbereitet. Reidar Revold 
S6 
Buchbesprechungen 
Miinze und Medaille in Franken 
Katalog der Ausstellung im aerrnanisehen 
Nationalmuxeum in Nürnberg VOM al. Marz 
bis 1s.luni 196a. zurn Büiührigen lubilauni 
de: Vereins iür Münzkunde Nürnberg 
Bearbeitet von Hansheiner Eichhorn. 
Konrad Lengenfelder. Dr. Horst 
Pohl. Dr. Ludwig Veit, 4a Seiten. 
16 TafelmSelbstverlag des vereins für 
Münzkunde Nürnberg 1963 (DM 4-) 
Dem wachsenden Publikumsinteresse. dessen 
sich die Numismattk seit dem zweiten Welt- 
kriege zu erfreuen hat, tritt in zunehmendem 
Maße eine ernste Ausslellungsiatigkeit zur 
Seite. die sich bemüht. das neu hinzukom- 
mende Sammlertum von der bloß deskrip- 
ttven Behandlung des Gegenstandes zu hatte- 
ren Betrachtungsweisen hinzuführen. Uber 
eine Ausstellung mit solcher Tendenz berichtet 
der vorliegende Katalog. dessen vielseitiger 
Inhalt sich schon an den Kapitelüberschriften 
ablesen lüflt: Geldgeschichte; Münzgeschichte: 
Medaillen. Rechenofennigmletons. Marken 
und Zeichen: Technik der Münz- und 
Medaillenprügung: Numismatik in Franken. 
Die Münzgeschicttte Frankens trügt trotz der 
öußerl hen Buntheit, die durch die Vielzahl 
der hzberechtigten bestimmt ist. nur 
zeitweise und vorübergehend eigene züge. 
Ein Hlnausgreifen über den regionalen Raum 
weist sie aber auf dem Gebiete der Medaille 
auf. Hier ist die fränkische Metropole Nürn- 
berg eines der Zentren für die deutsche 
Renaissancemedallle des 16. Jahrhunderts 
gewesen. Und für Jahrhunderte ist Nürnberg 
auch Hauptort für die in der Zeit des opera- 
tiven Rechnens gebrauchten Rechenofennigc 
und der aus diesen hervorgegangenen 
sooteren Spielmarken. 
Die Ausstellung beschränkt sich in kluger 
Weise auf eine übersehbare Anzahl von 
Obiekten. die wieder zum Großteil die Auf- 
gabe haben, Münze und Medaille nach Er- 
scheinung und Funktion in einen anschau- 
lichen Lebenszusammenhang zu stellen. 
Dieser im echten Sinne kulturgeschichtllchen 
Betrachtungsweise dienen auch die aus- 
gezeichneten Einleitungen. die dem Katalog 
einen über den unmittelbaren Ausstellungs- 
anlaß hinausgehenden Dauerwert verleihen. 
Von besonderem Interesse für den Fach- 
histori r sind die angefügten Mitteilungen 
zur fr' kischen Sammler- und Sammlungs- 
geschichte. Eduard Holzmair 
 
  
 
Österreich - Tirol 1363-1963 
Ausstellung Hofburg Innsbruck. Mai 
bis Oktober 1963. 164 Seilen. 3 Farb- 
tafeln, brosch. 
Diesem Katalog kommt insoferne gesteigerte 
Bedeutung zu. als die Ausstellung. der er 
dient. in erster Linie ja keine Darbietung 
Hschüner" und gerade für den Laien für 
sich selbst sprechender Kunstschatze sein will. 
sondern vorwiegend historisch orientiert ist 
und die gewählten Exponate als illustrative 
Belege für die Etappen und Ereignisse des 
Geschichtsablaufes heranzieht. In diesem 
Sinn ist der Katalog zu einem Handbuch 
geworden. dessen Brauchbarkeit sich nicht 
mit dem Ende der Ausstellung erschöpft. 
Wichtiger als die Beschreibung gnd Klass 
rizierung der obiekte sind die sehr ausführ- 
lichen Kommentare, die die nötigen Unter- 
lagen zum Verständnis der historischen 
Zusammenhänge liefern. Der zeitliche Boaen 
reicht vom Streit um Tirol und der Ver- 
einigung mit osterreieh 1383 bis lh die un- 
mittelbare Gegenwart. Jedem Abschnitt ist 
zusätzlich zu den Objektkommentaren noch 
eine ausführliche zusammenfassende Ein- 
leitung beigegeben. Für die Katalogbearb ' 
tung zeichnet Frau Dr. Magdalena Wein- 
gartner verantwortlich: ihr zur Seite stand 
ein sechsköptiger Arbeitsausschuß. dem sich 
Landesarchivar Dr. Fridolin Dörrer als 
Berater sowie Oswald Haller und Johannes 
Troier als künstlerische Gestalter hinzu- 
gesellten. Köller 
 
Gerhard Schmidt. Die Malurschule van 
St. Florian. Beiträge zur süddeutschen Malerei 
zu Ende des 13. und im 1A. Jahrhundert 
(Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs. 
Bd.7 
XII  213 Seilen. 133 Abb. im Text 
und 118 auf 60 Tafeln. davon 16 far- 
big. Hermann Böhlaus Nachf.. Wien 
1961. DM Sie. 65 310,- 
ln der Stiftsbiblialhek zu st. Florian befindet 
sich eine stattliche Anzahl iiluntinierler Hand- 
schritten. die bisher nur einem relativ kleinen 
Kreis von Fachleuten bekannt gewesen und 
zum größten Teil überhaubt nicht publiziert 
war. Diesen Bestand hat der Dozent für 
Kunstgeschichte an der Wiener Universität 
systematisch bearbeitet und ist allen sich 
daraus ergebenden Fragen nachgegangen. 
Das Resultat dieser Forschungen ist als eine 
echte Entdeckung zu werten: In si. Florian 
bestand eine sehr rege ..Malerschule". die 
nach einem Vorspiel seit etwa izeo eine 
Quantitative und qualitative Blütezeit tn den 
Jahren zwiszhen 1300 und 13:0 erreichte und 
das Stift als eines der bedeutendsten zentren 
gotischer Malerei irrl südostdeutschen aereieh 
erweist. Schmidt kann durch ditriziie Unter- 
 
 
suchungen und minulidse Vergleiche nach- 
weisen. daß in diesem Zeitraum eine Reihe 
von Künsllerpersönlichkeiten hier wirkte. 
deren Herkunft aus der Pariser Hofkunst. 
dem Oberrhein und schließlich auch aus 
Bologna die weite Verbindung und Aufge- 
schlossenheit der Charherren aufzeigt. Wie 
nun das Formengut dieser durchwegs sehr 
fortschrittlichen Meister. die sowohl die 
ersten Beispiele reiner gotischer Malerei in 
unserem Gebiet hinterließen. als auch die 
frühßte Kenntnis giottesker Gestaltung nörd- 
lich der Alpen vermittelten. in wechselseitiger 
Durchdringung befruchtend gewirkt und die 
spezifisch St. Florianer Malerei geformt hat, 
ist Hauptthema der Untersuchungen. Aus- 
gehend und immer wieder zurückkehrend 
zu den ausführlich besprochenen Haupt- 
werken breitet der Verfasser die Geschichte 
der St. Florianer Malerschule vor dem 
Leser aus und verfolgt ihre zeitliche und 
örtliche Auswirkung. Für die Kenntnis des 
mittelalterlichen Kunstbetriebes von großer 
Bedeutung ist der Nachweis. daß Monu- 
mental- und Glasmalerei von denselben 
Künstlern wie buehrnaiereien geschaffen 
wurden und die im allgemeinen übliche 
Trennung nach Kunstgatlungen wichtige 
Einblicke verstellt. Die souveräne Beherr- 
schung des einschlägigen Materials erlaubt 
dem Verfasser eine bis in kleinste Details 
gehende Betrachtung und Dokumentation. 
ein kritisches Wagen aller Möglichkeiten. 
ohne jemals den Uberblick verlieren zu 
lassen. 
Ein ausführlicher Katalog. der neben der 
älteren Literatur und den technischen Daten 
auch Schrift, Buchschmuck und die daraus 
resultierenden Querverbindungen verzeich- 
net, ist das wissenschaftliche Kernstück dieser 
Arbeit. Als Exkurse sind eine Reihe von 
Spezialuntersuchunaen angeschlossen. die 
sowahl einzelne Themen erschöpfend he- 
handeln als auch weil über die eigentliche 
Problemstellung hinausgreifen und so wert- 
volles Material für weitere Forschungen 
bereitstellen. 
Die vorbildlich graßzügiae Ausstattung des 
Buches mit klug ausgewählten und liebevoll 
zusammengestellten Abbildungen unter- 
stützt den Text dieser grundlegenden Dar- 
stellung der Malerschule von St. Florian in 
eindringlicher Weise. Die hervorragenden 
Reproduktionen. die bei den Farbtafeln 
stellenweise Faksimiletreue erreichen. machen 
den Bandauchfürweitere Kreise ansprechend. 
Heribert Hutler 
7000 talire Byblos. Autgenenirnen und be- 
seti eben von Erwin t. wein. rnit einer kultur- 
iiistariseiien einlülirung von Ruth Opif 
Verlag Hans Carl. Nürnberg o. J. 
(1963).56 Seiten Texl. es ganzscillge 
Abb" Pp. 
Der Nahe Osten rückt als Reiseland in den 
letzten Jahren immer stärker in den Vorder- 
grund. So kann es nur begriiüt werden. 
daß nunmehr über die uralte Phönikerstadl 
Byblos. von deren Namen sich nicht weniger 
als die Bezeichnung des heiligsten Buches 
der abendländischen Menschheit ableiten 
lüßt. eine gut ausgestattete Bildpublikation 
erschien. deren einleitender Text in Zu- 
sammenhang mit den knappen. sachlichen 
Tafelkommentaren die besondere Bedeutung 
der Stadt als Schmelztiegel der Völker und 
Kulturen vom Neollthikum bis in die Kreuz- 
fahrerzeit veranschaulicht. Ein schematischer 
Grabungsplan sowie mehrere Grundriß- 
zeichnungen erleichtern die Orientierung in 
dieser großräumigen Ruinenstütte. an der 
seit über 100 Jahren die Franzosen und seit 
jüngster Zeit syrische Archäologen verdienst- 
volle und erfolgreiche Arbeit leisten. Da 
vorliegende Publikation nicht umfangreich 
ist und sich einer schlichten Darstellungsform 
bedient. ist sie zur Mitnahme an Ort und 
stelle hervorragend geeignet. Koller 
  
hortulus 68 
Illustrierte Zweimonalsschrifl für 
neue Dichtung.13.Jg..1.Heft.Februar 
1963 (St. Gallen. Hochwacht 15) 
Dieses Heft ist zur Gänze dein lyrischen Nach- 
laß von Leopold Pötzlberger gewidmet. Der 
Verstorbene nei im 35. Lebensjahr irrl lahre 
1962 einem Autounfall zum Opfer. 
In den Marginalien des Herausgebers findet 
sich ein Satz. der nachdenklich macht: 
.....karnrnt rnan um den Eindruck nicht 
herum, daß in Österreich mehr iunge Be- 
gabungen als anderswo ins Leere tiinaus 
sprechen, durch innere und äußere Not 
geknickt werden. vor Hunde gehen." 
wahrend uns eine K t an Pötzlbergers 
Werk mangels Zustün igkeit nicht zusteht. 
soll nicht unerwähnt bleiben. dan das gra- 
phtsch hervorragend gelungene Heft mit 
einem Moriotypieumschlag von Astrid Pete- 
reit. tunt deiikaiesten Zeichnungen von 
Anton Lehmden und einer Farbtafel nach 
einem Hauptwerk von l-iundertwasser. 
"Pttönikisches Schiff-Slarhemberg (1962)" 
ausgestattet ist Koller 
  
HINWEIS: 
Diesem Heil liegt ein Prospekt der wtehiigen 
Herbstrieuerscheinung des Verlages A. Schrott. 
Wien, bei: "Malerei und Plastik in Oster- 
reich von Makart bis Wolruba" von Kri- 
stian Sotriffer.
	        

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