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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 74)

Das Verdienst, der botanischen Wissenschaft - - 
„la plus aimable partie de Fhistoire naturelle" 
(Rousseau) W- in Österreich Geltung ver- 
schafft und mit ihrer praktischen Anwendung 
durch die liirforschung der österreichischen 
Flora begonnen zu haben, gebührt zwei 
niederländischen Gelehrten, die in einem Ab- 
stand von beinahe ZOO Jahren einem Ruf nach 
Wien gefolgt waren: Carolur Cluriu: (x 18. Fe- 
URSULA GIESE Die Saienlia nmabili: und ihre Wegbereiter in Örterreiel; brurrr 1525, 1 4. April 1609) und Nieolan: j. 
jnrqnin ("F 16. Februar 1727, 1' 16. Oktober 
1817). Beide waren Ärzte. Ihre Liebe zur 
Botanik hatte sich während des medizinischen 
Studiums entzündet, das die genaue Kenntnis 
der Arzneimittel, wofür noch nahezu alle 
bekannten Pflanzen galten, erforderte. Beide 
haben auf dem Gebiet der Botanik Außer- 
nrdentliches geleistet. Clusius hat die Pflanzen- 
kuntle um mehr Entdeckungen bereichert und 
einer solchen Vielzahl von Gewächsen zur 
Verbreitung über ganz Europa verholfen wie 
kaum ein anderer. Jacquin war es vorbehalten, 
durch seine wissenschaftliche Arbeit und 
Lehrtätigkeit der „Linne Österreichs" zu 
werden. Die reich illustrierten Veröffent- 
lichungen der Forschungsergebnisse beider 
Gelehrten sind auf Grund ihrer prachtvollen 
Ausstattung Meistervrerke der Buchkunst zu 
nennen, die dern staunenden Betrachter die 
Vielfalt der schon damals erforschten heimi- 
schen und exotischen Pfianzenwelt offenbarten 
und den Blumen. und Porzellanmalern als 
ideale Vorlagen dienen konnten. 
Das Leben des Clmrle: de PEeIIne, wie der 
eigentliche Name des aus Arras gebürtigen 
Clusius lautete, war bunt und unstet, bevor 
es der reiselustige Gelehrte fast 15 Jahre 
(1573 1587) als kaiserlicher Gartendirektor 
in Wien und, nach einem Intervall in Frank- 
furt a. M., weitere 15 Jahre (1593 bis zu 
seinem Tode) als Professor der Botanik in 
Leiden aushielt. ln Gent und Löwen hatte er 
zuerst die Rechte studiert, danach einige Zeit 
in Marburg und Wittenberg verbracht, sich 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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l-rrrsrbi hdfe von Eirhsrüdr ;;.;r.t-q..-.. r:t-.. chsen gewidmrr. 
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