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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 75)

RUPERT Fll UCllTM klLlÄÄR l"ür die Neuaufstellting der Kunstschiitze des 
Stiftes lrlerzngenlwurg mußte eine ganz neue 
Voraussetzung geschaHen werden. Das im 
(f?! Älfljlf?! [IPPQQQFIIIIIIIQQ Stile der Romantik eingerichtete Stiftsmuseum 
Z„,- _x'„m„lf_rfl,fj„,j_g im zweiten Stock war in der Art seiner Dar- 
i bietung längst veraltet und bot den bedeutend- 
sten Kunstschätzen auch zu uenig Raum. 
Außerdem war es mit dem Mangel der schwe- 
ren Zugänglichkeit fiir einen größeren Be- 
sucherzustrom behaftet. Nun, da die wichtig- 
sten Kunstschätze diesen Räumen entnommen 
sind, wirkt es in seiner kulturgeschichtlichen 
Anlage viel einheitlicher und soll künftig als 
Dokument seiner Zeit eine willkommene lir- 
giinzting zu der Neuaufstellung bilden. 
Die Kunrfmzzzlzzlzurg 
in den Fzarjriinlxlvrz der Snifn: 
Neben der Kunstsammlung, die bisher in 
einigen kleinen Räumen zusammengedtangt 
war, bildeten für den Besucher die Festräume 
des Stiftes einen vielleicht noch bedeutenderen 
Anziehungspunkt. liis war daher naheliegend, 
beide Komplexe, Sammlung und Schauräume, 
miteinander zu vereinen. Durch das große 
Verständnis des Stiftes, vor allem der hoch- 
würdigsten Pröpste (ieorg Hahnl und Thomas 
Zettl, konnte dieser Plan anläßlich der Re- 
staurierungsarbeiten verwirklicht werden. Dem 
Besucher steht nun fast der gesamte 1. Stock, 
(Sang und Räumlichkeiten um das (Jeviert 
des Hofes, zur Verfügung. Die Aufgabe der 
Gestaltung war es nun, die Kunstwerke sinn- 
voll in den gegebenen Ablauf einzuordnen. 
Die Besichtigung des Stiftes wird so geführt, 
daß der Besucher das Stift durch das reizvolle 
Vorwerk Munggenasts an der Nordfront bei 
tritt und über die Stiege in den Festsaal 
kommt, der mit einigen Objekten auf die 
Gründung des Stiftes Bezug nimmt. Von dort 
gelangt man in die Gästezimmer des Süd- 
traktes, die den barocken und gotischen 
Kunstsammlungen vorbehalten sind. Daran 
anschließend kommt man in die Chorkapelle 
der Stiftskirche und hat hier einen scbiönen 
Blick in das Presbyterium, zum llochaltar, 
zu den Fresken von Daniel Gran und Bartho- 
lomeo Altomonte. Dadurch ergibt sich ein 
guter Vergleich zu den Deckenfresken Kremser 
Schmidts in der Prälatenkztpelle. An diesen 
sakralen Bereich schließt sich lTJfIHOHlSCh die 
Scbatzltzuuxmer mit dem kirchlichen Gerät und 
den lkleßgexirüittlern. In der Bibliothek liegen 
die wichtigsten Missale, Bücher und Urkunden 
auf. Die beiden folgenden Zimmer vereinen 
den wertvollen Planbestand des Stiftes, der 
sich in Herxogenburg in einer seltenen Reich- 
haltigkeit erhalten hat, er vertieft und ergänzt 
das bereits gewonnene Bild über die Bflllr 
tätigkeit des Stiftes. Zum Nordtrirltt zurück- 
gekehrt, sieht man zuletzt die Barockgalerie 
und zwei läätimlichkeiteiu, die wechselnden 
Sonderausstellungen vorbehalten sind und 
dadurch die bliäglichkeit geben, stets aktuelle 
Themen zu behandeln. 
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Durch den Hof gelangt der Besucher hierauf 
in das restaurierte und freigelegte Altstift, 
wo neben den gotischen Räumen die umfang- 
reiche Prähistorische Sammlung untergebracht 
ist. Der Rundgang schließt mit dem Besuch 
der Stiftskirche. 
Mit dieser Erschließung neuer, bisher um 
zugänglicher Räumlichkeiten waren auch zahl- 
reiche Restaurierungen verbunden, die das 
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