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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 75)

entstandenen Vierungsaltären von Vierzehn- 
heiligen (V). Ein hoher (irad von Wahr- 
scheinlichkeit spricht snmit dafür, daß alle 
acht Nebenalräre Amorbachs von Uehlher bzw. 
seiner Werkstatt ausgeführt wurden. 
L'm so weniger ist daher anzunehmen, daß 
Feichtmayr auch den Hochaltar (Bild 3) seinem 
Kompagnon überließ. Zwar fungierte auch 
Ueblher dafür gelegentlich als Zahlungs- 
empfänger, doch darf dieses Argument bei 
einem Kompanievcrhiiltnis am wenigsten über- 
anstrengt werden. Wer aus gegebenem Anlaß 
zur Stelle war, konnte auch Zahlungen für 
den anderen entgegennehmen. Erheblicher 
sind hier die stilistischen Merkmale! 
Allein die Putten (Bild 5) und Engel des 
Amorbacher Hochaltars sprechen weit mehr 
für Feichtmayr als für Leblher, auch wenn 
man den Vergleich nicht auf die etwas in- 
feriore XYerkstattarbeit der Amnrbachcr Seiten- 
schil-feAltäre stützen will. Als am ehesten 
Ueblher-typische Engel und Putten dieser 
Zeit eignen sich zum Vergleich die Gesims- 
Engel und Kindlein der 1748 51 von 
diesem Meister bereits allein geschadencn 
Wilheringer LanghausvAltäre, die 1758f59 ihre 
Entsprechung noch linden an jenen der 
Ueblhefschen Seitenaltäre von St. Lorenz zu 
Kempten. 
Diesen Engeln und Putten ließen sich als 
unbestritten Feiehtrnavr-typisch bisher nur 
die des Chnrbogenschildes der Abteikirche 
von Zwiefalten gegenüberstellen, der um 
1748x949 stuckiert worden sein mag. Allein 
dieser Posaunenengel und sein Putto könnten 
genügen, sich eher für Feichtmayr als für 
Leblher als den Meister des Amorbacher 
Hochaltars zu entscheiden. Völlig zu Feicht- 
mayrs Gunsten aber neigt sich die Waage, 
wenn wir als wichtigstes Ergebnis der Feicht- 
rnayr-Forschung seine Figurenarbeit am Hoch- 
altar der Anastasia-Kapelle zu Benediktbeuern 
in Rechnung stellen  
ln Amorbach rechtfertigt sie die Zuschreibung 
aller Hochaltarfiguren an Feichtmayr: der 
Dreifaltigkeitsgruppe (Bild 6) ebenso wie der 
Säulenstatuen von Anna und Joachim (Bil- 
der 7 u. 8). Diese nur ihm eigene Gevaand- 
hehandlung ist es, die als gravierendes Kri- 
terium jedem Zweifel gegenüber standhält, 
 
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