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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 75)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
Kopf eines geistlichen Wurdenv 
träger: aus (zum. der Körper ver- 
lorengegaizgeil. Werk eines br- 
llülllßlldth Meisters m 1230 
Marmorliwixi: mit ifuafel aus 
Salzburg, um diC Miue des 12. Jahr- 
hunderts, von einem gewissen 
Bcrtrmi gouftel. Die Plastik war 
vermutlich im alten mmaxiischrn 
llum a: Süulcnkriger oder als 
Ziboriinnsstuuc in Verwendung 
Vortrugekrcuz aus m; bei Juden- 
burg, im ltlllcn Viertel des 12. jahr- 
hundcrls. vermutlich im suddeut- 
schon Raum geschafTen. ß zeigt 
eine Konlhination des Krücken- 
krcuzvs mit der Idee des Lebens- 
haumvs 
 
in der reichhaltigen (Jcschichte der öster 
rcichischen Ausstellungen wird in diesem Jahr 
in der Zeit vom 22. Mai bis 25. Oktober in 
der ehemaligen Minuritcnkirche in Krems- 
Stein zum erstenmal die Kunst und Kultur 
der romanischen Periode, also des Hoch? 
mittelalters, vor Augen geführt. Es gelangt 
somit jenes Zeitalter zur Darstellung, in dem 
„(Üsterreich" noch aus einer Vielzahl von 
weltlichen und geistlichen 'l'errituricn bestand, 
in denen in gleicher Weise künstlerische Ein- 
Hüsse aus Byzanz, vor allem in der Buche und 
Wandmalerei, aus der Lombardei und Frank- 
reich in der Ärchitektur und Plastik sowie 
solche aus Niedersachsen, Lothringen und 
Limoges auf dem Gebiete des Kunstgewerbes 
wirksam waren. Es gilt, die Fülle und Vielfalt 
an Kunstwerken von der Mitte des l]. Jahr- 
hunderts bis um 1250, teilweise noch bis zu 
den Übergängen zur Frühgntik, zu zeigen, 
kann doch ein erfreuliches Verständnis für 
das Wesen und die Ausdruckskraft jener 
Schöpfungen konstatiert werden. Die Künst- 
lcr dieses über zwei jahrhunderte umfassenden 
Zeitahschnittes waren befähigt, ihren Werken 
Monumentalitär zu verleihen, durch Abstrake 
tion und Symbolik das Essentielle auszu- 
drücken, nicht zuletzt deshalb, weil sie sich 
in einer geistigen Weltordnung verankert 
wußten.
	        

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