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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 78)

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denen zumindest einige den spezifisch n 
österreichischen Anteil im Komplex 
Donaustils auf der Ausstellung beki 
stillen. 
Wird diese Überschau ausgewählter Bei 
hauptsächlich beabsichtigen, die Akzen 
(iesamtpruzeß zu setzen, so soll das 2 
Ausstellungsthema das Gewicht eines C 
erhalten: die Kleinplasrik des Donaus 
Die Versammlung dieser heute zwi 
Amerika und Rußland verstreuten Statt 
und Relieftäfelchcn aus dem bayerisch- 
reichischen Raum wird nicht allein den 
habern erlesenster Kabinettkunst größte F 
bereiten. Der Anspruch der kleinplasti 
Schöpfungen als Privatkunstwerke gibt z 
am ehesten Aufschluß über das intin 
wnrdene Verhältnis zur Kunst der Bes 
für welche diese Wierke gefertigt ww 
waren. Und fragt man, wo hauptsächlic 
Grundlagen für die Kunst der komm: 
Zeit gelegt wurden, dann werden nicl 
im spätgotischen Sinn munumentalis 
großen Altarwerke zu nennen sein, so 
vorzugsweise diese Schöpfungen einer d 
beliebt gewordenen Kunstgattung. 
Gelegentlich ist eine merkwürdige Ähnlir 
mit einer speziellen Gruppe Augsb 
Kleinkunst nachzuweisen, besonders mi 
frühen Werken des llans SchwarzW. Scl 
lich ist diese aus einer bloßen Absorption 
Donaustilgut zu erklären. Vielmehr sr 
sich hier abermals die mitwirkende R01] 
Augsburger am Prozeß des Donaustils 
deuten. Ein ganz im Geist dieser Ricl 
konzipiertes Täfelchen des Hans Schwarz 
ausgerechnet das früheste Datum unter 
datierten Kleinreliefs dieser Art (l512)1 
Wieder sind auch innerhalb der Kleinp 
die Werke Leinbergers wegweisend für 
Kreis vieler liebenswürdiger und begeiste 
Arbeiten Regensburger, Salzburger 
Passauer Meister. 
Ein Relief wie das Täfelchen der Kreuzabn 
(Abb. 6) ist nicht auf farbige Fassung hi 
gelegt, es bedarf der Farbe nicht, denn 
unendlich reich nuanciert in Hell und Dr 
nicht anders als Altdorfers Zeichnungei 
einfarbig grundiertem Papier, darauf 
Linien mit schwarzer Feder gezeichnet 
die Lichter in Weißhöhung aufgesetzt 
Das Wesen eines solchen Reliefs ist 
homogen den Zeichnungen Altdorfers. 
Vorlagen entstammen ja in diesem Kot 
zumeist dem graphischen und zeichneri: 
Werk der Maler. Die Umsetzung der 
phischen lnvention ins Relief geschiel 
höchster plastischer Verdichtung und d: 
tischer Zusammenballung in der Vielsc 
tigkeit des Räumlicben. 
Die Kraft der Suggestion aber, die von so 
kleinen Bildwerken mitunter ausgeht, ma 
besten Leinbergers „Todt mit seinem l: 
und köcher" (Abb. 7) veranschaulichen; 
Tödlein des 17. jahrhunderts sind l" 
kommen dieser eindringlichen plasti: 
Bildschöpfung W. 
Die zahlenmäßig größte Gruppe der B 
plastik kreist um den Monogramnmister 
dessen Sitz in Salzburg oder Passau ven 
wird. Die Literatur über diesen Komp
	        

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