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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 78)

FOLIDER DURCHSCHNITT - 
JNERFÜLLTE ERWARTUNGEN 
Zur Herbstausstellung der Secession; 
Vanderausstellung ,.Art USA now" in 
ler Wiener Akademie der bildenden 
Künste 
lnläßlich der großen historischen Aus- 
tellung .,Wien um 1900". mit der man 
u Beginn des Sommers die mit Span- 
iung erwartete Wiedereröffnung der 
Viener Secession vornahm. wurde 
iuch an dieser Stelle die Vermutung 
ieäußert. daß sich der große, neu 
idaptierte Parterreraum - trotz man- 
her architektonischer Ungereimtheiten 
-- als moderner, zweckentsprechender 
lusstellungsraum zweifellos gut be- 
vühren werde. 
)ie repräsentative Herbstausstellung 
ter traditionsreichen Kiinstlervereini- 
iung bestätigte die damalige Annahme. 
)er übersichtlichen Hängung war 
ieben der in erstaunlichem Maße auf 
Qualität bedachten Auswahl (sie darf 
len übrigen Wiener Künstlervereini- 
iungen mit Nachdruck als Richtschnur 
impfohlen werden) der sehr günstige 
Sesamteindruck zuzuschreiben. Neben 
iiner Sonderausstellung für Anton 
tanak (außer einigen 7 keineswegs 
iedeutungsvollen - Kleinplastiken sah 
nan etwa drei Dutzend aufschluß- 
eicher Skizzenblätter) und einer klei- 
ien Gastkollektion des ltalieners Aldo 
rtengolini kam den rund 90 Exponaten 
ler Secessionisten (Gegenständliches 
ind Abstraktes hielt sich ungefähr die 
Vaage) das Hauptaugenmerk zu. 
ine eindrucksvolle. ausgewogene, 
iroße abstrakte Holzfigur Pillhofers. 
ie blockartige „Figuration" Walter 
ckerts und die beiden hervorragen- 
en, dynamisch ausholenden. dabei 
ecloch beherrscht und geläutert wir- 
kenden Malereien Peter Bischofs. alles 
Arbeiten, für die sich ein Museum guten 
Gewissens interessieren könnte, konn- 
ten in besonders nachhaltiger Weise die 
Aufmerksamkeit auf sich lenken. Otto 
Eders gleichsam wie aus Urzeiten em- 
porsteigende Figuren (Arbeiten aus 
1950 und 1958), Kurt Goebels mitunter 
an Henry Moore erinnernde Köpfe, 
die rhythmisch gerichtete "Vollsymme- 
trische Figur" von Avramidis. Heidels 
aus kleinen, dreieckigen Elementen sehr 
exakt gebaute Eisenarbeiten sowie 
Rudolf Kedls "Kopf" (eine Skulptur aus 
Serpentin) zählten neben Pillhofers 
Holzfigur zum Markantesten auf dem 
Sektor der Plastik,Auf dem Gebiet der 
Malerei betätigten sich in abstrakten 
Metiers mit Erfolg Grete Yppen. Heinz 
Klima, Karl Kreuzberger (an Neo- 
figuratives ließen einzelne Details den- 
ken). Franz Poetsch und - mit einem 
Bild 7 Peter Richard Oberhuber, 
dessen symbalhafter. heiterer „Sonnen- 
garten" nicht bloß beherrschtes Hand- 
werk erkennen ließ. Georg Eislers 
i.Liegender Akt", Karl Starks expres- 
sionistische. an Richard Gerstl erin- 
nernde .,Porklandschaf". Hrdlickas 
riesige Bleistiftzeichnung sowie ein Bild 
Georg Merkls bewiesen, daß auch die 
"Gegenständlichen" vitale Lebens- 
zeichen von sich geben. 
Von jemandem. der Kunst sammelt - 
egal. ob es sich nun um alte oder 
moderne handelt i. nimmt man in 
der Regel an. daß der Betreffende ent- 
weder selbst etwas von der Sache ver- 
steht und daher seinen eigenen Var- 
stellungen entsprechend die Auswahl 
trifft oder daß er sich zumindest einen 
kompetenten Fachmann findet, der die 
gewünschte Kollektive gewissenhaft 
unter Berücksichtigung künstlerischer 
und kommerzieller Gesichtspunkte (das 
Kunstwerk als Aktie) zusammenstellt. 
Für die erste der hier skizzierten Mög- 
lichkeiten läßt sich beispielsweise die 
iiSammlung B" anführen. die im Vor- 
jahr in Wien, Linz und Graz zu sehen 
war. In der subjektiven Auswahl der 
Bilder und Plastiken liegt der Reiz einer 
derartigen Privatsammlung, liegt all 
das, was den Charakter einer Kollek- 
tion ausmacht. Der zweiten, weniger 
sympathischen Variante entspricht im 
Prinzip die umfangreiche Johnson- 
Sammlung. die unter dem Titel ,.Art 
USA now" in der Wiener Akademie 
der bildenden Künste besichtigt werden 
konnte (14. Oktober bis 15. November 
1964). 
Der Großindustrielle Herbert F. John- 
son. der bereits 1936 dem berühmten 
Architekten Frank Lloyd Wright Bau- 
aufträge zukommen ließ und dadurch 
dessen außergewöhnliche Begabung 
dokumentierte. wandte sich ebenfalls 
an einen Kunstexperten. der für reich- 
lich viel Geld (750000 Dollar) eine 
äußerst schwache und unbefriedigende 
Kollektion zeitgenössischer amerikani- 
scher Malerei auf die Beine stellte (ins- 
gesamt 102 Arbeiten, durchweg große 
Formate). 
In der Absicht. alle gegenwärtig in den 
USA vorherrschenden Stile in Form 
von Wanderausstellungen in aller Welt 
zu repräsentieren. um damit der ame- 
rikanischen Kunst einen Dienst zu er- 
weisen. geriet der ambitionierte Mäzen 
jedoch offensichtlich an den falschen 
Mann. So vermittelt diese Sammlung 
zwar vermutlich einen objektiven Quer- 
schnitt (sie informiert. ohne zu werten). 
enthält jedoch neben wenigen origi- 
nüren und qualitätsvollen Bildern eine 
Unmenge epigonalen abstrakten und 
gegenständlichen Kitsches aller Spiel- 
arten. Mit besonderem Stolz wird auf 
das teuerste Bild der Sammlung, auf 
Andrew Wyeths „Die Vogelscheuche"_ 
hingewiesen, einen realistisch gemalten 
Schinken", der bei uns in einschlägi- 
gen Eissalons für zirka 2000 S erhältlich 
ist. für den man jedoch in den USA 
nicht weniger als 50000 Dollar auf 
den Tisch legte. 
Um glaubwürdig zu machen. daß es 
i so wie überall - auch in den Ver- 
einigten Staaten massenweise Kitsch 
gibt (er wird nur ungleich teurer als 
bei uns ge- und verkauft), hätte es 
nicht erst dieser Wanderausstellung 
bedurft. Somit bot die Johnson-Samm- 
lung. von der man sich immerhin 
einiges versprach. leider nur ein profil- 
loses und aufwendiges Durcheinander. 
das der gestellten Aufgabe, wenn über- 
haupt. so nur in höchst anfechtbarer 
Weise gerecht wurde. 
Die wenigen Aktivposten der Sammlung 
sind fast ausschtießlich ,.abstrakter 
Natur": so ein prachtvolles, trotz des 
großen Formates äußerst sensibel ge- 
maltes Ölbild mit dem Titel ,.Blue 
Balls" von Sam Francis, ein nicht min- 
der erstrangiger Mark Tobey, je eine 
harmonische, zurückhaltende Arbeit 
von Baziotes und Marca-Relli. eventuell 
auch noch ein skizzenhaftes Riesenbild 
von Larry Rivers sowie - mit einigem 
Abstand i Abstraktionen von Hans 
Hofmann. Frank Kline und Willem de 
Kaoning. 
Sehr breiten Raum nehmen gegen- 
stündliche Arbeiten ein. in denen man 
Stilrichtungen wie Expressionismus. Sur- 
realismus, sozialkritischem und roman- 
tischem Realismus einzeln oder in 
diversen Mischformen begegnet. Eigen- 
ständiges von Rang lößt sich nicht ent- 
decken; nicht zu Unrecht sind die 
meisten dieser Maler in Europa nahezu 
unbekannt (siehe Abb. 2). 
Peter Baum 
IEUES UND INTERESSANTES AUS DER 
QTERNATIONALEN KUNSTWELT 
iie Eremitage in Leningrad feierle am zo. Ok- 
)ber1964 ihr zweihunderliühriges Bestehen. 
und 2 Millionen Besucher durchwandern 
ihrlich die 350 Ausslellungssüle. in denen 
.unslwerke allererslen Ranges aufbewahrt 
ierden. Rembrandt. VCIH Gngh. Rubens. VCIH 
lyck. wdnedu. Renoir. ceznnne, Gauguin 
nd Picasso sind ebenso wie Leonardo da 
inci. Raffael, Tizian. EI Greco. Velazquez 
nd Murillo mit vielen ihrer größlen Werke 
i dieser sdmmlung vertreten, 
l der Marlbarough-Galerie fand die ersle 
Ondoner Aussleliung von werken Egon 
chieles statl. Sie umfaiile insgesaml 142 Öl- 
emülde. Aquarelle und Zeichnungen des 
edeulenden öslerreichischen Künsllers. 
ids Amxlerdamer Riikiinuseuiii zeigie bis 
nde Januar 1965 eine vlelbeachlele Gasl- 
usstellung von Zeichnungen Dürers und 
einer Zeilgenossen Cranach. Altdorfer. Hal- 
ein und Grünewald aus dem Besitz des 
eriiner Kupferstichkabinelts, 
iie ,.l. Internationale der Zeichnung" 
S00 Arbeiten von 100 Künstlern) mit Bei- 
"dgen aus England, Frankreich. lldlien. der 
ieulschen Bundesrepublik. den vereiniglen 
laalen und Öslerreich fand im Herbst des 
ergangenen Jahres auf der Malhildenhöhe 
i Darrrislddi sldili. Arbeilen van Urleii. 
Votruba. Hoflehner. Avramldis und Ko- 
aschka. dem eine 93 Werke umfassende 
onderschau eingerichlel worden war. fan- 
en in kritischen Besprechungen besondere 
eachtung. 
I der Bremer Kunslhalle endele am 3. Ja- 
uar1965 eine Gedenkausslellung für Aiigusl 
lacke. 
iie KeSlner-Gesellschaft in Hannover (am 
D. November 1964 feierte man ihr fünf- 
ndsiebzlgjiihrlges Besieben) macht: in iiirer 
lerbslausslellung mil dem Werk des Sure 
ealislen Richard Oelze bekannt. 
I Ergänzung zur documenta lll fand in der 
laallichen Werkkunslschule in Kassel eine 
rolle Ausslellung internalionaler Werbe- 
raphik sidil. 
uf der 32. Biennale von Venedig wurden 
61000 Besucher gezühll. Die Summe der 
erkauflen Kunsiwerke beträgt rund es Mil- 
oiien Schilling. 
iie neueröflnele Galerie Cartalezis in Graz 
iidineie ihre erste Ausslellung derri iung 
erslorbenen Bildhauer Andreas Urteil. 
Eine große Austellung Max Weiler: fand im 
lnnsbrucker Ferdinandeum statt. Sie enthiell 
ausschließlich Arbeilen der letzten drei Jahre. 
Die Linzer Galerie Kontakt und das Ober- 
österreichische Landesmuseum veranslalteten 
in der vergangenen Herbslsaison eine große 
Kcllleklivausslellung des grdpiiissiieii und 
malerischen Werkes von Hans Fronius. 
In der lnnsbrucker Galerie im Taxispalais 
zeigie Karl Plallner Vararbeilen zu Fresken 
für die von Huberl Prachensky erbaule 
Kapelle Oh der Europabrücke. 
lin Fbi-uni siedliinrk in Grdz fanden unter 
anderem Ausstellungen von Heinrich Heuer, 
MCIFiO Decleva und Egon Haug sibil. 
Die amb onierte Galerie Ursula Ricke. 
Kassel. Kolnische Straße 44-145 die über 
insgesamt deiii kleinere Riiumliclikellen ver- 
iiigi. in denen laufend Wechselausstellungeri 
arrangiert werden. zeigte zuletzt Kollagen 
des Hollünders Karel Appel. Plasliken E. R. 
Neles und Olbilder Pitt Moags. Serge Poliakoff 
und Willi Baumeisler waren Einzelausstellun- 
gen gewidinel. 
lln Münchner Haus der Kunst sind die von 
Senalor Burda gesliflelen Kunslpreise an 
Teilnehmer der vorjührigen Großen Kunsl- 
ausslellung verliehen worden. Den mii 
10 O00 DM dotierten Kunstpreis für gegen- 
ständliche Malerei erhielt Peler Janssen. der 
Preis für abstrakte Malerei wurde von der 
Jury dem Berliner Hans Kuhn zugesprochen. 
In der Galerie Van de Loo in München 
fanden e in gewohnler weise veri hervor- 
ragenden Katalogen begleilele - Einzel- 
ausslellungen des Dünen Knud Jans (Öl- 
bilder. Töpferei und Keramikmalerei) und 
des deulschen Surrealislen Paul Wunderlich 
slatl. 
Professor Herbert Boeckl wurde Ende Ok- 
tober 196-4 im Sladlsenatssaal ds Wiener 
Rbiiiduses von Burgermeisler Franz Jovias 
der Ehrenring der Sladl Wien überreicht 
zur Neeiidliiniing empfohlen: "Es wird ngeii 
zuwenig für die Kunsl gelan", sagle Bundes- 
kanzler Professor Dr. Ludwig Erhard nach 
einer Besichtigung der Kunslausslellung 
deeiiinenin lll in Kassel. Für die Repräsen- 
lalion der deulschen Kunst nach außen hin 
müssen neieii der Auirdssung des Bundes- 
kanzlers größere Anslrengungen gemocht 
werden. Professor Erhard erklärte sich be- 
reil. den Vorsitzenden des documenta-Rates. 
Professor Arnold Bade, in Bann zu einem 
Gesprdch über die Siludlion der deulschen 
Kunst zu empfangen. In diesem Zusammen- 
hang kdinn man nur den Wunsch äußern. 
dafl dieses Beisalel auch in Österreich Schule 
machen möge (Presseschlagzeile: ,.Bundes- 
kanzler Dr. Klaus im Museum des Z0. Jahr- 
hunderts") und sich die kullurpolilische Akti- 
vität unserer Mandalare nichl bloß in schnell 
vergessenen Versprechungen VDF wdiiieri 
erschöpfle. 
Neiigelundenei Grabrelief: Bei Ausgrabun- 
gen des Deulschen Archäologischen lnsliluls 
im Kerdineikes vbn Alhen wurde ein unge- 
weliriiieii schönes und eigenartiges crdb- 
relief klassischer Zeit aufgedeckt Die 1,47m 
iieiie. schmale Marrnorplatle lag bei der 
Auffindung unier melerhohen Schichten 
später angehöullen Schulls. Ais sie gewendei 
wurde. stellte sie sich als Grabstein eines 
Knaben aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. 
heraus. 
Zuviel der Ehre: In der im Herbsl slall- 
gefundenen Generalversarnrnlung der "Ver- 
einigung bildender xiinsiierewiener Seces- 
sion" wurde der einsiimrnige Beschluß ge- 
ium. Vizebürgermeisler Mandi in wiirdigung 
seiner großen Verdiensle um den Wieder- 
aufbau der Secession symbolisch zum "Grun- 
der der Wiener Secession" zu ernennen. 
(Kommenlar: Es steht jedermann irei. jeder- 
mann in wordigung seiner großen Ver- 
dienste um den Wiederaufbau der Secession 
symbolisch zum iiGrühder der Wiener 
Secession" zu ernennen.) Ebenso einslimmig 
wurde beschlossen. Vizebürgermeisler Slavik 
und Bausladlral Heller den Ehrenlilel ..Stifler 
der Wiener Secession" zuzuerkennen. (Kom- 
mentar: Der Begriff Sliller scheinl sich ge- 
wandelt zu haben. In einer Dernokralie 
lemandeh. der pfllchtschuldig und gegen 
Fniiennung dus sieuergeidern örienllieiie Ab- 
gaben iiirem Verwendungszweck zuführl. 
deswegen zum "Stiller" zu ernennen. ent- 
behrl wohl jeder diskulierenswerlen Grund- 
lage. Die geschmacklos: Marmortafel im 
Foyer der Secesslon. in der ohnedies 
die Namen aller mit dem Umbau befaflten 
Gemeindevaler in unübersehbaren Letlern 
der Nachwell erhallen bleiben. hülle doch 
wdiirlieii genügl!) 
Französische Malerei III Gast in München: 
Die Aussieliung "Französische Malerei des 
19. Jahrhunderts" (Unlertitel: Von David bis 
Cezanne) im Münchner Haus der Kunst schloß 
am 6. Januar 1965 ihre Pforten. Die Vor- 
bereilungen zu dieser reprclseniaiiven. 
250 Werke umfassenden Schau -r seil 1937 
war eine derart bedeuiende Ausstellung 
französischer Kunst nicht einmal in Frank- 
reich zustande gekommen m. die auf 110 Mil- 
lionen Mark versichert worden war. nahmen 
zwei Jahre in Anspruch. Daß sich unter den 
gezeigten werken eine lmponiercnde Anzahl 
weliberühmler Bilder befand. ist vor allem 
der greßdi-ligen lntliGllVe zu danken. mit der 
sich der Cliefkonservator des Louvre. Ger- 
mCllh Bdzin (VON iiim slamml auch das Vor- 
worl zu dem mil 150 Reproduktionen aus- 
gestallelen Kalalog), für dieses gewichlige 
Ausstellungsunlernehmen elngeselzl hal. 
Nach niemals zuvor hatte der Louvre aus 
einem ähnlichen Anlaß glelehleilig 66 Ge- 
inalde als Leihgaben zu Verfügung geslelll. 
Ebenso viele Bilder kamen aus anderen fran- 
ZOSISCHSH Sammlungen und Galerien. Auch 
amerikanische. englische. italienische. bel- 
gische, Schweizer und deulsche Museen (erst- 
malig unier Beteiligung Dresdens) lrennien 
sich längere Zeit von ihrem werlvollen Be- 
silz und ermöglichten dadurch das Zustande- 
kommen dieser einzigarligen Aussieiiiirig. 
die zu einem großen Presse- und Publikums- 
erfolg wurde. Der Beilrag des Wiener Kunsl- 
hislorischen Museums bestand in Bildern von 
David (..Napoleon den sl. Bernhard iiber- 
schreitend", 1901102) und Renoir ("Die 
blonde Badende", 1903) (siehe Abb. 4). 
(Siehe auch die kritische Glosse von Dr. Koller 
zu dieser Ausslellung.) 
Rudolf Holleliner in New York: Der in 
Sluttgart bis ordenllicher Professor wirkende 
österreichische Bildhauer Rudolf Hoflehner 
wird im April dieses Jahres in der Galerie 
Odyssia in New York eine Kolleklivousslel- 
iurig zeigen. Ein Besuch in Hoflehners Wiener 
Atelier in der Krieau gdb Gelegeniieil. die 
für New York geirbrlene Auswahl zu be- 
sichtlgen. 
Die Kollektion umfaßl 1B Plasliken ölleren 
und neueren Datums. Elwa die Hülfle der 
Arbeiten (zumeist auf schlanken, gedrech- 
seiieii Beinen slehende. kugeiiarmige, volu- 
mlnös wirkende Gebilde) slamml aus den 
Jahren 1963 und 1964. Darüber hinaus 
werden noch zirka 20 Zeichnungen und 
Aquarelle Hoflehners in New York zu sehen 
sein. Hoflehner. der im vergangenen Jriiir 
mehrere welibewerbe gewann und rnil einer 
Reihe öffenllicher Aufträge in der Deulschen 
Bundesrepublik belraut wurde. ist nach 
wbirubn (ihn zeigte die Marlborouah- 
Galerie im April 1964) der ersle zeilge 
sische österreichische Bildiaurr. der von 
einer renommierten New YCFKÖT Galerie in 
Form eiier Einzelausslellunq reprdsenlaliv 
vorgestellt wird (siehe Abb. 5). 
 
Peter Baum 
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