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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 80)

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PBLHMli DER KUNST DER DONAUSCHLTLIL IN OBERÖSTERREHUÄ 
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g unangebracht scheinen, am Vorabend 
Ausstellung Bemerkungen zu einem 
t niederzulegen, das erst in dieser Aus- 
g wissenschaftlich durchleuchtet werden 
1d die deshalb vielleicht schon bei ihrem 
zinen korrekturbedürftig sind. Dennoch 
wir dies für notwendig, weil ein 
g sich in den Detail- und Vergleichs- 
zu wenig ausbreiten kann und, noch 
utiger, weil er sich auf die Exponate 
isstellung zu beschränken hat. Nun ist 
erösterreichische Entwicklung im Rah- 
.er Ausstellung nur ein geringes Teil- 
eines umfassenden Themas. Wieviel 
e bleiben muß, mag man am Vergleich 
ataloges der Linzer Ausstellung von 
mit dem einzigen in der Ausstellung 
965 dem gleichen Thema gewidmeten 
abschätzen. 
fordert das große, vortrelflich bebil- 
Euch von A. Stange, Malerei der Donau- 
in einigen Punkten zu einer Stellung- 
nahme heraus. Auch diese soll zweckmäßiger- 
weise noch während der Ausstellung vorliegen, 
um damit eine Diskussion an Hand der 
Objekte zu ermöglichen. Aus dem gleichen 
Grunde wird das Augenmerk auf historische 
Daten und Örtliche Zusammenhänge gelegt 
werden, da wir uns auch daraus einen Fort- 
schritt unserer Erkenntnisse erholTen. 
7. Abgrengungjragen 
Die Donauschule oder der Donaustil ist eine 
künstlerische Auffassung des spätesten Mittel- 
alters, die bei starker lokaler Gebundenheit 
einen besonderen Individualismus erkennen 
läßt. Es kann vorkommen, daß an einem und 
demselben Altarwerk verschiedene Kräfte zu- 
sammenarbeiten, von denen die eine Hand 
den Donaustil ganz klar verkörpert, während 
die andere darin keinen Platz finden kann. 
Wenn man den Begriff des Donaustiles auch 
auf die Plastik erweitert, wird man diese 
Beobachtung noch häufiger machen können. 
Angesichts dieses Individualismus der Künstl: 
des 16. Jahrhunderts wird auch die heutig 
Beurteilung in vielen Fällen individuell bleibe 
müssen. Die Zuordnung oder Ausscheidun 
bei den Grenzfällen wird daher nach de 
angelegten Maßstäben schwanken. 
Stange hat darauf hingewiesen, daß es zx 
Zeit der Vorherrschaft des Donaustiles auc 
im engsten Donaubereich namentlich bekanni 
Meister gibt, die vom neuen Stil nicht erfal 
worden sind. Er nennt zum Beispiel de 
Passauer Meister Hans Rot (als Bürger 151 
erwähnt) und in Eferding den Meister Seb: 
stian Reinthaler, den er übereinstimmend m 
unserer Auffassung mit dem Monogramrniste 
MSR identifiziert. Reinthalers Grabstein vo 
etwa 1520 ist an der Pfarrkirche in Eferdin 
eingemauert 1, kleine Täfelchen, mit M Sf 
monogrammiert, die von einem Altar at 
Schönering herstammen, befinden sich ix 
Oö. Landesmuseum in Linz und im Städtische 
Museum von Steyr. Beim jetzigen Stan 
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