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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 80)

 
bodenständigen Vorstellung entsprechen. Seien 
es die Typen der einzelnen Menschen, die 
Architektur der turbanumwundenen Säulen 
oder die Schwermütigkeit der Bewegungen 
und des Gesichtsausdruckes. Die Tafeln haben 
eine eigene lokale Note. Da es sich beim 
Dunaustil um keine geographisch streng um- 
grenzte Schule handelt, haben wir folgerichtig 
mit lokalen Abwandlungen zu rechnen, die 
uns die geistige und künstlerische Verbindung 
des Donauraumes aufzeigen. Selbst in den 
anderen Künsten finden sich einige Ansätze 
für diese Beobachtung. lis seien hier nur die 
Plastiken, die dem Kreis des Meisters M.S. 
zugehören (heute im Preßburger National- 
museum), die Kreuze in der Slowakei in 
Xliallendorf, Neudnrf, die Skulpturen in 
Leutschau oder die Architekturdetails an der 
Ofener Burg oder der Stadtpfarrkirche von 
Budapest genannt. Hier linden sich aus der 
Zeit des Matthias Corvinus Vorhanghugen, 
Stabpurtale und gruße Maßvxerkschlingen in 
den Fenstern. 
Vielleicht sind gerade solche Exkurse, die 
über den deutschen Sprachraum hinaus- 
greifen, geeignet, uns eine realere Vorstellung 
des Donaustiles zu geben. Er erfaßt den 
Dunauraum von Regensburg bis in die Zips 
und Siebenbürgen, ein Gebiet, das sich mit dem 
der Wiener Dombauhiitte deckt. Der Donau- 
stil konnte auch nicht nur auf die Malerei 
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