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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 82)

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Meister des Laurentiusallurs, Kreuz- 
lrcigung (Ausschnitt). Preßburg, Slovenska 
Ncirodna Galeria 
Meister des Laurentiusaltars, Der heilige 
Lourentius wird geschlagen (Ausschnitt). 
Wien, Erzbischofliches Diozesanmuseum 
Erhard Altdorfer. Hl. Christophorus. 
Lübeck. si Jxnnen-Museurri 
Lucas Crarieeii a Ä., Das Mcirtyriiim 
der rii. Katharina. Budapest, Reformierte 
Kirche 
Meister der Kremsmunslerer Kclthcirincn. 
legende, DIE m, Katharina vor Kaiser 
Maxenlius (1519). Kremsmünster. stim- 
Sammlung 
Erhard Altdorfer, Die Leiche des 
Tdufers wird verbrannt (1511). Guten- 
steilen, Pfurrkirche 
Alfred Stange 
Die Kunst der Donauschule - 
Würdigung und Kri 'k der Ausstel 
Iung des Landes Oberösterreich ii 
St. Florian und Linz 
 
In der Reihe der Ausstellungen. die im Laufe de 
Jahrzehnte Österreichs künstlerisches Erbe dargebote 
haben e wir entsinnen uns noch der von 1926. d 
die .,Gotik in Österreich" entdecken half - und d 
nun schon eine schöne Tradition geworden sind: ai 
die Ausstellungen „Gotik in Tirol" (Innsbruck 1950 
„lnnsbrucker Plattnerkunst" (1954). .,Gotik in Niede 
österreich" (Krems 1959) und „Romanische Kunst l 
Österreich" (Krems 1964). auch auf die einige 
Barockmeistern 7 Rottmciyr, Kremser-Schmid 
Prandtauer. Troger - gewidmeten Ausstellunge 
mußte eine die Donaukunst präsentierende folgei 
Da waltete eine innere Notwendigkeit 4 die Werk 
der Donauschule sind reizvoll und oussagereich w 
die kaum einer anderen Schule, sind anregend. vie 
leicht erregend. stets liebenswert, sie sprechen fl 
sich selbst. sie verlangten eine Ausstellung wie d 
anderen zuvor. Im Stift St. Florian und im Linze 
Schloßmuseum ist sie in würdigen Räumen Ereign 
geworden, ein Ereignis, das mit lebhaftester Aufmerl 
samkeit begrüßt werden muß. werden doch Skulpti 
und Architektur, Waffen. Kunstgewerbe wie Maleri 
samt Zeichnung und Graphik in reicher Zahl gi 
boten. Das unterscheidet sie zumal von der 1938 vc 
Ernst Buchner aufgebauten Ausstellung .,Albrecl 
Altdorfer und sein Kreis", die sich auf Gernäldi 
Zeichnungen und Graphik beschränkte. Weiterhi 
sind zwei kleinere Veranstaltungen vorausgegangen 
1947 in Linz eine ..Altdorfer und die Donauschule i 
Oberösterreich" und 1953 in Passau eine „Wa 
Huber" anläßlich seines 400. Todesjahres gewidmet 
Ausstellung. Die Linzer Ausstellung hatte auch schc 
Skulpturen einbezogen. ober wie es in jenen Jahre 
nach dem Krieg nicht anders sein konnte, mußte 
die Veranstalter sich fast ausnahmslos mit in Obei 
Österreich erhaltenen Werken begnügen. 
Nun ist eine umfassende Repräsentation geglück 
Stift St. Florian ist als Ausstellungsort gewählt, we 
hier ein Hauptwerk Albrecht Altdorfers, der groE 
Passionsaltar. beheimatet ist, also gewissermaßen a 
Grundstock der Ausstellung ein gewichtiges Werk di 
Hauptmeisters der Ausstellung gegeben war. (Zudei 
besitzen. wie man weiß. alle Städte und solche Stift 
eine besondere Anziehungskraft.) Altdorfers Altc 
steht umrahmt von edlen Plattnerorbeiten - si 
wählte Bruno Thomas' bewährte Hand aus i ii 
Marmorsaal; im übrigen sind elfbenachbarte Räume 
die einstige Wohnung des Prälaten sowie de 
Bibliothekssaal und die benachbarten Korridore hir 
zugenommen. Durch diese Räume schreitend. wir 
der Besucher zu den Vorläufern - Jörg Breu un 
Rueland Frueauf -. zu Cranach, Altdarfer, seine 
Nachfolgern. auch dem Bruder Erhard. zu Wo 
Huber, dem Meister der Historia, den nieder- un 
oberösterreichischen Donaumulern, manchen ferne 
Spiegelungen und Randerscheinungen geführt. Zw 
schert die Tafelbilder sind auflockernd allenthalbe 
Zeichnungen eingestreut, die Menge der Graphi 
wird in der Bibliothek in Schaukästen dargeboter 
Große Photos der Grabsteine von Altdorfer. Hubei 
Pruckendorfer, Jörg Helmschmied und einige 
anderen erinnern in den Gängen an die sterbliche 
Reste der Meister. deren Werke die Ausstellung vei 
herrlicht. Und am Ende des Rundganges geben vo 
Götz Fehr zusammengestellte Photos einen vorzüg 
lichen Einblick in das Problem ..Donaustil in de 
Architektur". Die Skulptur aber ist in neu instanc 
gesetzten Sälen des Linzer Schlofimuseurns ausge 
zeichnet untergebracht. 
Diese Trennung ergab mancherlei Vorteile. Di 
verschiedenen Abteilungen konnten sich unbehindei 
entfalten, und die Ausstellung lief nicht Gefahr, z 
einer Monsterschau zu werden. Anderseits ist manche
	        

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