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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 84)

Sie basiert in der Ilauprsache auf den 
verdienstvollen VeröEentlichungen des 
Admonter Stiftsarchivars Jakob Wichnerö 
und mehreren eigenen Entdeckungen des 
Autors, die er zum Teil schon vorher in 
einigen Schriften publiziert hatte, und es 
ging Mayr vor allem noch darum, Stammel 
„zu der so lange versagten allgemeinen 
Geltung zu verhelfen", was ihm auf Grund 
seines ausgezeichneten, alle damals be- 
kannten Werke des Meisters abbildenden 
Phototeiles zweifellos auch gelang. Nicht 
lag es jedoch in seiner Absicht, eine stil- 
kritische Deutung des Stammel-CEuvres 
vorzunehmen, noch auch die „auf Stammel 
von außen einwirkenden künstlerischen 
Einflüsse" zu verfolgen. Letzteres tat 
hingegen noch im selben Jahr der Linzer 
Kunsthistoriker Hermann Ubell in seiner 
mustergültigen Besprechung der Mayf- 
schen Monographie in der Wiener Zeitung 
vom 13. 12. 1912, S. 9, in der er, freilich 
in der gebotenen Kürze eines Zeitungs- 
artikels, als erster auf Beziehungen Stam- 
mels zum Werke Berninis hinwies und 
auch Ausstrahlungen der Augsburger 
Kunst in Betracht zog. Eigenartigerweise 
blieben diese konstruktiven Gedanken un- 
beachtet und fanden lediglich im Autor 
des besprochenen Buches selbst einen 
Widerhall, der sie in einer kleinen, zehn 
Jahre später erschienenen Schrift etwas 
weiterspannß. Doch war auch dieser mehr 
für Ennstal-Touristen bestimmten Bro- 
schüre kein Echo von fachwissenschaft- 
licher Seite beschieden, und als Hempel 
im Jahre 1937 in seinem schon zitierten 
Aufsatz Stammel wieder in etwas breiterem 
Umfang würdigte, klammerte er die Italien- 
frage so gut wie ganz aus. Dennoch zählt 
seine Studie mit ihrer tiefschürfenden 
Charakteristik zu den wertvollsten Bei- 
trägen der Stammel-Forschung, wenn auch 
die Ausscheidung einer Gruppe von zum 
Teil signierten und archivalisch belegten 
Werken zugunsten einer gezwungen ein- 
geführten namenlosen Stammel-Nachfolge 
überspitzt erscheint. In den letzten jahren 
wurden noch einige Besprechungen ge- 
liefert, von denen die von Decker9 und 
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tümlichen Stammel beleuchteten und auch 
neues Material beibrachten. 
Unser besonderes Interesse muß aber den 
zwei jüngst erschienenen Abhandlungen 
von Kodolitsch und Möller gelten, die aus 
der speziellen Bearbeitung je eines Stam- 
mel-Werkes wieder zu der Italienfrage 
zurückgeführt wurden, womit der An- 
schluß an Ubell hergestellt war. Kodolitsch 
konnte eine weitere Krippe entdecken und 
wies eben von der Sicht der Krippenkunst 
her nachdrücklich auf eine Vorbildlichkeit 
italienischer, besonders neapolitanischet 
Künstler für Stammels Schaffen hin, betont 
darüber hinaus auch starke Anklänge an 
den römischen Hochbarockll. Möller hin- 
gegen kommt in ihrer umfassenden Be- 
sprechung der von Admont nach Hamburg 
gelangten Beweinungsgruppe Stammels auf 
typenmäßige Beziehungen zum Horentini- 
schen Barockll. 
Hier werden wir noch anzuknüpfen haben, 
da damit eindeutig bewiesen wurde, daß 
die Quellen zum vielfältigen Schaffen 
ANMhRKUNGEN (1 -111 
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