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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 84)

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Stammels nicht nur im heimisch-alpen- 
ländischen Bereich zu suchen sind. Wenn 
noch von Tietze-Conrat entschieden be- 
hauptet wurde, Stammel entwickle seine 
persönliche Leistung lediglich „aus der 
steirischen Holzschnitzerei", und es sei 
nicht anzunehmen, daß die italienischen 
Wanderjalixe „ihn auch nur einen Schritt 
breit von seinem Wege abgebracht hätten", 
so kann dies nunmehr nur zum Teil bejaht 
werden 13. 
Wie sehr auch Stammel von seinen Grazer 
Lehrmeistern Zeilinger d. Ä. und   
Schoy herkommt, Wobei ihn besonders mit 
letzterem eine verwandte Art der Material- 
behandlung verbindet, so ist sein Lebens- 
werk in der uns heute vorliegenden Fülle 
der plastischen Gestaltung und oft über- 
raschenden Kühnheit der Konzeption ohne 
Italien nicht zu denken. 
Was wissen wir aber nun von Stamrnels 
Italienfahrt, an welchen Orten ist er ge- 
wesen, Was hat er gesehen? Die Nachrich- 
ten, die wir darüber besitzen, sind zwar 
nicht sehr ergiebig, aber doch von ent- 
scheidende: Authentizität. Die älteste dies- 
bezügliche Erwähnung stammt von P. 
Thassilo Weimaier aus dem Jahre 1859, 
der über die Lehrzeit des Künstlers fol- 
gendes berichtet: „Den ersten Unterricht 
in der Kunst, in welcher er es später zu 
solcher Meisterschaft brachte, erhielt er 
von Zeilinger, arbeitete und lernte auch 
viel bei dem geschätzten vaterlänclischen 
Künstler Schoy und erhielt seine Weitere 
Ausbildung in R001, auf Kosten des 
Stiftes..."14. Dieser Nachricht ist be- 
sondere Bedeutung beizumessen, da Wei- 
maier noch alle beim großen Stiftsbrand 
von 1865 vernichteten Dokumente zur 
Verfügung standen. Ähnliches erfahren 
wir weiters aus der Frauenbergcr Pfarr- 
chronik des P. Vital Böcken von 1740, 
auf die unseres Wissens erstmals Anton 
Mayr aufmerksam machteli. In einem 
Gespräch mit dem „weitberüembten Herrn 
Bildhauer von Graz", das der Autor in 
Sachen des Frauenberger gotischen Gnaden- 
bildes führte, spricht Stamtnel von Er- 
fahrungen, die er „in Rom und! anderen 
Ortlmz" gemacht hatte 16. Über diese an- 
deren Orte hören wir schließlich einiges 
aus den Aufzeichnungen des Admonter 
Geistlichen P. Bernhard Starch (gest. 1778), 
der mit Stammel bekannt war. Allerdii 
stehen uns dazu nicht mehr die Origir 
aufzeichnungen zur Verfügung, die w 
rend der Enteignung des Stiftes im Ja 
1938 wahrscheinlich in Verlust gera 
sind 17, sondern eine von Mayr dichteri 
umkleidete und auf Stammcl zugespil 
Fassung, von der wir aber vermuten dürf 
daß die enthaltenen Zeit- und Ortsangal 
dem Original entsprechen 13. Dort heißt 
daß Abt Anton nach seiner Wahl im ja 
1718 Stammel zu seinem Stiftskünsi 
ausersah, ihn im selben Jahr unter der l 
gleitung des Paters Bruno Nebel v 
Türkheim nach Italien zu seiner künsi 
rischen Vervollkommnung schickte u 
ihm dazu auftrug, nicht nur Rom alle 
das als Hauptziel festgelegt war, sond4 
daneben auch Mailand, Venedig und Par 
aufzusuchen. Da von P. Bruno berich 
wird, daß er 1729 aus Neapel kommend 
Stift zurückkehrte, dürfen wir annehmi 
daß Stammel auch in dieser Stadt gewes 
ist. Nur verließ er Italien einige Jal 
früher als sein geistlicher Begleiter, da 
Admont bereits wichtige Aufgaben auf i 
warteten.
	        

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