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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 84)

torschaft als erwiesen betrachtete, in der 
Journal of Glass Studies Vll veröffent- 
.ten Arbeit mit Zweifeln aufgetreten 
l spricht die Vermutung aus, daß die 
nzeption des Schnittes dieses Porträts 
r an die Arbeit Franz Anton Pelikans 
inert. 
n kann selbstverständlich die Authenti- 
t nichtsignierter Kunstwerke jederzeit 
Zweifel ziehen, doch muß man Argu- 
ite vorbringen, die 7 sofern sie nicht 
' widerlegen - doch wenigstens die 
or zugunsten der nunmehr bestrittenen 
:hentizität aufgeführten Umstände neu 
l abweichend beleuchten. Zuzana Peäa- 
a ließ sich zu ihren Ausführungen 
urch verleiten, daß auch Franz Anton 
kan (der 1858 im Alter von 72 Jahren 
b) wahrscheinlich Urheber von Pokalen 
Friedrich Wilhelms Bildnis ist und 
wir von ihm wissen, daß er sich auch 
sonst mit Porträtschnitt befaßte und ver- 
mutlich ebenso wie Biemann auf der 
Prager Industrieausstellung im Jahr 1831 
für seine ausgestellten Arbeiten mit der 
Silbermedaille belohnt wurde. Im Bericht 
der Beurteilungskommission heißt es, daß 
sich Fr. A. Pelikan sogar einem „D. Bie- 
mann auf eine höchst ehrenvolle Weise 
zur Seite" stellt"). Ein zweites Mal wurde 
Fr. A. Pelikan auf einer weiteren Prager 
Ausstellung im Jahr 1836 mit der Silber! 
medaille ausgezeichnet, an der er mit 
einem „großen geschliffenen und herrlich 
gravierten Pokal" mit einer Krone und 
Unterteller teilnahm. 
Wenn man nunmehr das vorhandene 
konkrete Material vergleicht, bemerkt man, 
daß sich die Dinge in Wirklichkeit eben 
doch anders verhalten. G. E. Pazaurek, 
der noch die Möglichkeit hatte, sich mit 
seinen Urteilen über die Arbeiten nord- 
böhmischer Glasschneider aus den ' 
ziger bis achtziger Jahren des vor 
Jahrhunderts auf Erinnerungen so man 
Zeitgenossen zu stützen, schrieb Fr. 
Pelikan die Urheberschaft des imposa 
Kronendeckelpokals mit durchgeschliffe 
Rubiniiberfang und geschnittenem B1 
bild Friedrich Wilhelms IV., dem pre 
schen Adler und Waffenemblemen 
Diesen heute leider nicht mehr existie 
den Pokal (ebenso wie die einzige bi 
bekannte signierte Arbeit Pelikans, 
Pokal mit der Schlacht bei Kulm aus c 
selben Museum) dürfte Z. Peäatova 
Sinn gehabt haben, obwohl er ihr nur 
der seinerzeit von Pazaurek veröH 
lichten Reproduktion bekannt sein kann- 
Zum Glück existiert im Musee Cuttiu 
Lüttich eine getreue, hinsichtlich Form 
Ausschmückung identische Replik (Nr. 
47) des Berliner Pokalsll. Untersch 
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