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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 85)

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in das große Stiegenhaus hinauffuhren, dem 
die riesigen Säulen des schwarzweißen 
Breccienmarmors „(irand antique" die 
Hauptakzente geben, während in den an- 
schließenden Räumen des oberen Vesribuls 
der intimere „Porto venere" mit seinen 
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samkeit, damit das für den teuren Baugrund 
und die eigentlichen Baukosten aufgewandte 
Kapital noch eine angemessene Verzinsung 
ermöglichte. So linden wir 7 was man 
diesen privaten, vielfach spekulativen Bati- 
ten zum Vorwurf gemacht hat Nach? 
ahmungen der Steinßissaden in Verputz, 
Ornamente und liguralen Schmuck in 
Bauterrakotten oder Zementgtiiä oder Zinke 
guß und dergleichen mehr. Nur die Stiegen- 
häuser waren reicher mit Naturstein aus? 
gestattet und wohl auch die (iesimse und 
Balkonplatten. 
Um 1890 waren die Bauten und Denltmiiler 
der eigentlichen Ringstraße im wesent- 
lichen abgeschlossen, nur an der „Neuen 
Hofburg" zogen sich die Arbeiten mit 
jahrelangen Unterbrechungen bis in die 
Zeit nach dem ersten Weltkrieg hin. Das 
neue Jahrhundert brachte neue Bauformen 
und Bauweisen. Mit dem Bau des Post- 
sparkassenamtcs löste die Bekleidung mit 
Steinplatten das bisherige massive Vere 
blendmauerwerk ab. Einige wenige Bauten 
waren 1945 durch den Bombenkrieg so 
schwer beschädigt. daß man es vnrzog, 
sie nicht im alten Zustand wieder aufzu- 
bauen, sondern durch Neubauten zu er- 
setzen. Sie tragen ausnahmslos eine neu- 
zeitlichePlattenbekleidunginverschietlencn, 
nach Farbe und Musterung für das Stadt- 
bild neuen Marmorsorten. So bietet eine 
Wanderung über die Wiener Ringstraße 
einen interessanten Längsschnitt durch das 
monumentale Bauen des letzten jahre 
hunderts. 
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