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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 85)

 
 
 
TAFEL I. KIRCHEN Ml". 
RECHTWINKELIGEN P11 
Kinh: I'll Modrd 
Mikulöirz, VIII. Kirzlre 
Mikultirr. II. B. K inll: 
Mikulüi , H. A. Kirrll: 
Mikuldire, I". Kirrll: 
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Kirche Mikulöicc llB 
 
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vorgeht, daß das Christentum dort s 
beträchtlich früher Fuß gefaßt hatte, 
rend der Bischof von Passau den B: 
der Christianisierung Mährens für Sh 
Anspruch nahm. Tn Bayern waren 
schon seit dem Anfang des 7. Jahrhun 
vielfach iroschottische Missionare 
Mönche tätig, so daß Erzbischof I 
fazius um 739 wegen ihrer Sonder 
gegen ihr dortiges Wirken ankän 
mußte. Dessenungeachtet war ein iri 
Abt, Virgilius, lange Zeit (745-784 
schof von Salzburg, und sein Freun 
donius um die Mitte des jahthun 
Bischof von Passau. Durch die lai 
dauernde Tätigkeit der iroschotti: 
Bischöfe, Äbte, Priester und Möncl 
Bayern wurden unter dem dortigen K 
die insularen Sonderbrauche so sehr 
breiter, daß Virgils Nachfolger, der röx 
und kamlingisch gesinnte Erzbischof 
noch im Jahre 798 die Einhaltung römi 
Riten und römischer Art in der pastc 
Tätigkeit gebieten mußte, was nur g 
 
 
die in Bayern verbreiteten iroschottis 
Bräuche gerichtet sein konnte. Um 
gab es also in Bayern neben einem röm 
karolingisch orientierten Erzbischof 
Klerus noch einen anderen Teil der Pric 
schaft mit fortlebenden iroschottis 
Traditionen. Arns Anordnung hatte, 
gewöhnlich, keinen raschen Erfolg. l 
rische Missionare iroschottischer O 
tierung waren noch lange und zum 
Mähren tätig, was u. a. daraus hervor 
daß in den Jahren 864-867 Konsta 
Cyrill gegen lateinische Priester vorg 
mußte, die an die Existenz von Antip 
(Gott entgegengesetzte Wesen), eine da 
ge Häresie, glaubten, wie Bischof V 
Demzufolge kann man die überrasch 
Verpflanzungdeskeltisch-insularenKin 
grundrisses nach Mähren am ehestet 
Tätigkeit bayerischer Missionare zusc 
ben, die imschuttischer Orientierung v
	        

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