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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 85)

Große Kunst beruhte zu allen Zeiten aufeiner Weltanschauung. 
Teil auf der Basis der Freimaurerei. Dies. vor allem aber die Tatsc 
aufbaut, ist von Bedeutung. Denn ein großer Mangel, dem die 
darin, daß sie ohne Basis ist. Weltanschauungen. die der Kunst t 
mangelhaft, der Künstler glaubt nicht an sie oder vermag nicht Vl 
ideen der Freimaurerei entsprechend. soll Arbeit mit Wahltätigk 
ausübung heute wohltötig sein? 
Luby erfüllt diese Forderung durch die Parabel. Seine Arbeiten 
standen. Sie sind Gleichnisse und im aufklärerischen Sinn lehrh 
darin Gnden. Doch reicht diese Symbolik schon ihrem Wesen n: 
ihren Sinn durch die darin ausgedrückte Menschlichkeit. Man c 
Malers keinesfalls mit Konzessionen an den Publikumsgeschma 
sötzlich anderes. Es würde geschehen, wenn diese Konzession nic 
entsprechen würde. Doch wer sich zu Prinzipien bekennt und s 
wirklicht, dient nicht nur jenen, sondern auch dieser, der er dai 
Luby malt mit dünnem Farbauftrag. zumeist auf solide Bretter: 
das Bild, bisdie Farbe zu ihrerWirkung kommt. Die Komposition 
prazesses. denn der Maler zielt nicht immer und von Anfang an r 
erwächst ihm erst aus der Arbeit selbst ein guter Teil an lnspirat 
Einstellung zum Bild überhaupt, gibt den entscheidenden Aussch 
gibt, die in wenigen Stunden ein Bild herzustellen wissen. als aucl 
Ausdruck suchen und immer wieder Pinselstriche anbringen, um: 
für sie die endgültige ist. 
Mitunter kann es eine Anekdote sein, die Luby vom Leben erfö 
zum Bild gibt. Es kann sein, daß sich ein solches Bild mit tiefem t 
Ironie mit einfließt. Denn Luby, der als Einzelgänger immer besc 
zu kämpfen hatte, hat auch in manchem resigniert. 
Viele Episoden in Lubys Bildern werden spöttisch und schalkhafti 
menschliche Schwächen geht, ist Luby sanfter; wo es sich um gra 
schuften handelt, greift er härter zu. Nur gehört Franz Luby zu 
dem Menschlichen wie auch dem Übermenschlichen überhuup 
Gelassenheit, keinesfalls jedoch ohne tiefere Beteiligung. Seine 
nicht abgewandt. wenn er auch längst den Standpunkt des Beol 
genommen hat. Jetzt will er die Menschen dazu bringen. daß sie 
auch über das Wesen der Kunst Gedanken machen müssen. Die 
verschieden sein. Die Auffassung jedoch, daß die Kunst auch leh 
Kunst zu sein i, wird niemais völlig widerlegt werden können. 
wohl sein darf. legt Franz Luby mit seinen Bildern einen beachtl 
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Kunst der Gegenwart unterliegt. bes 
eute unterlegt werden. sind zumeist s: 
rbehaltlos an sie zu glauben. Den GrL 
iit verbunden sein. Doch wie kann Ki. 
sind „zu des Beschauers Gebrauch" 
Jlt. Der Freimaurer wird seine Symb 
ch über das Subjektive hinaus und er 
Jrf aber eine solche Unterordnung e 
k verwechseln. Das wäre etwas gn 
t mehr den Überzeugungen des Künsl 
aen diese Prinzipien in seiner Kunst" 
Ill sogar Funktion gibt. 
lasierend legt er Schicht um Schicht 
eröndert sich oft im Laufe des Entstehu 
tll Sicherheit aufseine Komposition. A 
an. Die oftrnalige Kontrolle, die krlti: 
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Stein in die Waagschale. 
19mm: 
2 Begri 
znen N 
mit Ge 
 
Franz Luby, Verkundigung. 
auf HQIZ. 30x56 cm 
,Franz Luby. Susanne. Harz 
um. smxsa cm 
Franz Luby, Ankunft des F1 
HQrzIOI auf Herz, 58x79 cm
	        

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