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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 87)

datiert 1640: Hclmbzne eine: Trabäntcn (Unwrofßziers) 
von du Gzrde Erlhtrzng Ferdmänd Carls (von Tirol) 
mm dessen Wappen unter um Erzherzoghur: Ungam- 
Böhmen -Ncuöstcrrcich- Burgund - Hnbsburg- G612 -All- 
öucrrciclx, umgeben von der Vließnrdcpskctlc. FCEZO 
bedeutet Ferdinand Caxl Erzhcrzug zu (Österreich 
Österreichischer Klingcnscluxzicd und tzmalcr, 1663: 
Trabanzcnhclxzxbarte des Erzhcrzugs Signmund Franz. 
gzs ilüngcrcn Bmdcrs Ferdinand Cilrl, Lnndeshcrln von 
m) 
 
nitur auffallen. Diese war 1582 vom Hof- 
plattner des Erzherzogs Ferdinand von 
Tirol, Jakob Topf, in Innsbruck anläßlich 
Ferdinands zweiter Hochzeit mit Anna 
Katharina Gonzaga, Prinzessin von Mantua, 
angefertigt worden, und zwar für dessen 
älteren Sohn aus erster morganatischer Ehe 
mit Philippine Weiser, Andreas von Öster- 
reich, später Kardinal. Auf der gebläuten 
Oberfläche stehen Zierbänder mit Bgür. 
liehen Medaillons in Ranken. Eine Sturm- 
haube und ein Paar Handschuhe werden 
dieses festliche, ritterliche Eisenkleid als 
pars pro roto repräsentieren. 
Wenn Königin Christina durch das Schloß 
schritt, war sie von einer Ehrenwache 
Erzherzog Ferdinand Carls umgeben, dessen 
Trabanten im Unterofnziersrang Helm- 
barten, dessen Hartschiere Oftizierskusen, 
Stangenwaifen mit Messerklingen, führten. 
Alle ihre Flächen sind dicht mit einge- 
schwarzter Ätzung verziert, die das Wappen, 
Embleme -und Monogramm des Fürsten 
zeigt. Die Helmbarte, die auf der Aus- 
stellung zu sehen sein wird, trägt das 
Datum 1640 und die Signatur des unbe- 
kannten Ätzers 1. 1. B., die beiden Kusen 
die Jahreszahl 1649. Der jüngere Bruder 
des regierenden Franz Carl, Erzherzog 
Sigismund Franz, war damals, 1655, 25 Jahre 
alt. Er seinerseits ließ sich, als er 1662 zu 
kurzer Regierung gelangte, 1663 eine Serie 
von Trabantenhelmbarten reich ätzen, von 
denen eine auf ihn als Gastgeber hinweisen 
soll. 
Bruno Tbuma:
	        

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