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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 87)

Licht werden durch Strahlenbündel oder 
mndellierende Lichtflecke belebt. Schon 
diese Bilder verraten jene depressive Trau- 
rigkeit, die Kurzweil wesenseigen sein 
gesamtes künstlerisches Schaffen beein- 
Flussen sollte. So wird in dem Bild „Ein 
lieber Besuch" der Abschied eines ster- 
benden Ofl-iziers von seinem treuen Pferd 
geschildert, eine Darstellung, die unter 
Eindrücken der eigenen militärischen Er- 
lebnisse entstand. Die Wendung vom da- 
mals naturalistischen Akademiestil zu einer 
spätimpressionistischen Lichtmalerei er- 
folgte in der Bretagne. Kurzweil befleißigte 
sich jedoch kaum der dort gepflegten 
tonigen Malerei, sondern bevorzugte ein 
kräftigeres Kolorit. Diese Malweise stand 
aber zur Traditionsmalerei der „Genossen- 
schaft bildender Künstler Wiens" (Künst- 
lerhaus) in Gegensatz, und so schloß sich 
Kurzxveil jenen Mitgliedern an, die die 
Vereinigung verließen, um 1897 die „Ver- 
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