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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 87)

ANMERKUNGEN 0-11 
'Ludwig Hevesi, Acht 101110 5000051011, W101i, 1900, s.72. 
74 (100110100 00111 110010 001 5000001011. 13, N00. 1898). 
'A.a.O,. s. a0 (1701110111110 1400010701110]: Ausstellung 001 
5010001011 11.19. 191000111001 199a). 
'11. 0. o , s. 291 (A10 001 3010011011.1s,N0001110011900). 
'Deutsche 1401101 0110 001001011011, s (011101101 18990 
März 1900). S. 272 (Abb.). 274. 288, 299 (Abb) - Die 
Kritik, 2 (1906), 10. S. 35. - Kunst und Kunsthandwerk. 3 
(1900). s. 27 (Abb, 001011101 010 11100111001011100). 432; 
s (1902), s. 190, 202103 (Abb, 001011101 010 L01-0001- 
10111100), 301, 305, 367; 1B (1915), s. 594. 590 (Abb). - 
001011. 1110111. 110110101100 s (19111), 34. s. 045. - T110 
Artist, 213 (1900), s. 71-03, 1111i 1011110101100 Abb. 0 T110 
510010, 24 (1902), s 13911. (Abb s (1905). s. 10211. 
(A110). 105; 41 (1907), s. 3111 (A T110 111111001001 
111 11001110, The 510010. 5000101 s010111101-N01111101, 1900, 
B vi, 17. D x. 0. es, 09. 
'"s0111 011101 w00011 W01 0111 L001111 e 100100111. 10110- 
110111100. 
"11110011101110 110101110111110110119, 13 (1912), N1. 211. 110111 
10.1001 1912. 
  
s 001100 00110111101, P0111111 von 12110000 50001111111, 
0101110, 11001 1909 00100111101. 2310140111. 0101100 
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ist überhaupt nicht recht glücklich mit ihrem Aus- 
hecken von Varianten für die einfachsten Dinge... 
Auch die Beleuchtungskörper sind bekanntlich ein 
solcher Tummelplatz für Metallphantasien, aber 
durch van der Velde und andere (unseren Gursch- 
ner, der sichtlich wächst, nicht zu vergessen) hat 
die moderne Lampe doch einige einleuchtende 
Formen gewannen." 
Gurschners Beziehungen zur Secession wurden 
bald einer starken Belastungsprobe ausgesetzt, der 
sie auf die Dauer nicht standhielten. Noch heute, 
nach über sechzig Jahren. wird im Gespräch mit 
dem Künstler die starke Spannung gegenwärtig, 
die, hervorgerufen durch die Parteinahme für 
oder gegen die Secession, damals das kulturelle 
Wien kennzeichnete und in zwei gegnerische Lager 
spaltete, Gurschner. der als anerkannter Gefolgs- 
mann des Pariser Art Nouveau mit den Zielen 
der Secession übereinstimmte, distanzierte sich 
aber davon. als er erkennen mußte, ciaß sein 
Weg in eine andere Richtung wies, wie jene, die 
in erster Linie von Josef Hoffmann und Kolo 
Moser eingeschlagen wurde. Er schloß sich also 
dem neugegründeten l-lagenbund an und zeigte 
auf dessen Eröffnungsausstellung zwei Plastiken, 
und zwar die große Marmarskulptur „Liebe und 
Neid" (Abb, 3) und eine Silberstatuette „Schmerz" 
(Kai-Nr. 16, 56). Damit trat Gurschner erstmals 
seit seiner Rückkehr aus Paris nicht mehr bloß 
mit kunsigewerblichen Arbeiten. sondern als 
Plastiker in einer Ausstellung vor das Wiener 
Publikum. Zwei Monate später veranstaltete der 
Hagenbund die nächste von den insgesamt fünf 
Ausstellungen des Jahres 1902 und brachte von 
Gurschner wieder ausschließlich Kunstgewerbe. 
Zu den dreizehn Exponaten (Kot-Nr. 79-91) 
zählten zwei Ausführungen der Lorbeerlampe, die 
wir in Abb. 6 wiedergeben (Kuh-Nr. B4, 85). im 
Katalog der zweiten Ausstellung wird Gurschner 
irri Mitgliedsverzelchnis des Hagenbundes ge- 
nannt. 
Wir haben dem ersten Auftreten des Künstlers in 
5 Wien. seiner Beteiligung an den großen Aus- 
stellungen und der Anerkennung, die er dabei 
fand, mit Absicht breiteren Raum gegeben. um 
damit gleichzeitig die damals hier herrschende 
Atmosphäre höchster Aktivität in Erinnerung zu 
bringen. Für eine starke Begabung bot Wien zu 
jener Zeit ideale Bedingungen. die der junge 
Künstler auch mit dem ihm eigenen Elan auszu- 
niitzen verstand. Neben einer Fülle von kunst- 
gewerblichen Gegenständen aller Art entstand in 
seinem Atelier eine große Anzahl von tSiguralen 
Plastiken. Porträtbüsten. Medaillen und Plaketten. 
Bedeutende Zeitschriften. wie The Artist oder 
Stud'o. widmeten ihm zum Teil umfangreiche 
Berichte? 
Zum rechten Verständnis von Gurschners weiterer 
Tätigkeit erscheint es notwendig. darauf zu ver- 
weisen. daß er keineswegs nur Künstler, sondern 
im gleichen Maße auch Soldat und Sportsmann 
war, ja dciß diese beiden Komponenten ent- 
scheidende Bedeutung für ihn gewannen. Als Sohn 
eines lngenieurs hatte er auch ausgeprägte tech- 
nische Neigungen zum Erbteil erhalten. Kein 
Wunder also, daß die Erfindung des Automobils 
das Interesse des jungen Mannes besonders anzog. 
So zählte er zu den ersten Sportautomobilisten 
Österreichs", erkannte aber auch bald die Ver- 
wertbarkeit der neuen Erfindung für die Armee 
und ging mit Energie daran, seinen Plan. die 
Aufstellung eines Automobilkorps durchzusetzen. 
Obwohl sich der Verwirklichung seines Vorhabens 
anfangs große Schwierigkeiten in den Weg stellten, 
hatte er schließlich doch mit seiner Idee Erfolg: 
Es kam zur Gründung des ..K.k. Freiwilligen- 
Automobllkorps" und des „K.k. Freiwilligen- 
Motorfahrerkorps". Mit dem Kommando des 
letzteren wurde Oberleutnant i.d.Evid. Gustav 
Gurschner betraut. Unvergeßlich aber blieb in 
gleicher Weise dem Offizier wie dem Auto- 
mobilisten und dem Künstler jener denkwürdige 
Tag im Juni 1912, als Kaiser Franz Joseph in 
Schönbrunn die erste Parade der (beiden) ..K,k. 
Freiwiiligen-Motorkorps" abnahm". Es war ein 
schwüler Tag. und während der an die Parade 
10 anschließenden Defilierung entlud sich ein heftiges 
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'11 
000100 00110111101. Vase, 010010 0011011 0110 001 
0011111011, 0101912, 11.25 1111 
Gustav Gurschner, Porträt von Bernhard Ludi 
Bronze, Verschiedenfarbig patinicrt, bez.: 001511 
1903. 25x14 cm 
Gustciv Gurschncr. Aschcnschalc, kniende Diene 
Bronze, vor 1914. H. 14 cm 

	        

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