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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 88)

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Schon der Aufbau, die Art der verschie- 
denen bildlichen und ornamentalen Deko- 
ration versucht das Bild eines in sich ge- 
schlossenen Mikrokosmos zu geben, dessen 
Inhalt allerdings für heutige Begriffe in 
merkwürdig verspielter Kleinteiligkeit, ver- 
schachtelt und bedeutungsvoll verborgen 
erscheint. 
Wie sehr aber ein solcher Schrank die 
Neigungen des Sammlers der Zeit, seinen 
Wunsch nach Repräsentation und Er- 
kenntnis des Kosmos im Kleinen ver- 
körpert, zeigt auch die Wichtigkeit der 
Übergabe des Werkes durch Hainhofer an 
den Besteller, den Herzog (Abb. 17). 
Dieses Bild Anton Mozarts - gleichsam 
eine profane Prozession zahlreicher Per- 
sonen von Stand und Würden -- gibt uns 
einen Eindruck, Welche Rolle die „Kunst- 
und Wundetkammer" mit ihren Einrich- 
tungen irn Leben des Hofes spielte. 
Von einfacherem Aufbau und beschei- 
denerem Inhalt geben die „Kunstschrank- 
bildet" des in Altona bei Hamburg in der 
zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts tätigen 
Stillebenmalers Johann Georg Hintz 
(Hainz) dem Betrachter das Aussehen 
wieder 16, das ein kleineres „Kunst- und 
Naturalienkabinett" etwa eines Bürgers der 
Hansestadt Hamburg oder der Freien 
Reichsstadt FrankfurtfM. gehabt haben 
mag. So wird man sich auch den Inhalt 
des Barckhausenkchen KunstschrankesW, 
so benannt nach seinen Besitzern und 
Stiftern, dem Reichshofrat Heinrich Karl 
von Barckhaus und Geheimrat von Barck- 
hausen, in der Art des Hainz'schen Bildes 
vorstellen müssen. Es bleibt noch zu 
untersuchen, inwieweit Hainz seine Objekte 
exakt wiedergibt, was hier im Falle des 
Bildes der Hamburger Kunsthalle (Abb. 18) 
von 1666 weitgehend der Fall zu sein 
scheint, oder ob der Maler, was zahlreiche, 
fast hypertrophe Glas-, Metall- und Stein- 
gefäßformen auf seinen Stillebenbildern 
nahelegen, gewisse Typen und „Figurcn" 
ins Phantastische erweiterte und bereicherte. 
Auch für eine solche bescheidene Sammlung 
gilt Neickels nach der Jahrhundertwende 
aufgestellte: Leirsatz für den „vollkom- 
menen Raritätenkämmerer": „je weniger 
dies oder jenes Stück aus der Natur uns 
vor Augen kommt, und vornehmlich 
monströse Geschöpfe, item bei den Arti- 
ficialsachen, je härter oder weicher die 
Materie ist, zum Exempel Bilder aus harten 
Gesteinen oder in Zartem Reis und Gersten- 
körnern; je größer und subtiler z. fix. ein 
Knlorxu: oder ein Kirschkern mit ca. 
180 Menschenangesichtern, desto höher 
steiget die Hochachtung und Rarität jeg- 
lichen Dings)". 
Seltenheit, technische Kunstfertigkeit, Vir- 
tuositär, nicht so der Wert eines Kunst- 
werkes oder Naturgegenstandes in seiner 
vollkommenen Formung sind die Gesichts- 
punkte des Sammlers - ähnlich wie schon 
und gerade im endenden 16. Jahrhundert 
beispielsweise am Hof Kaiser Rudolfs II. 
in Praglß. „ . . . hundert höltzerne Becher- 
gen, so in einander gestecket einen Becher 
ausmachen und so subtil gedreht sind, daß 
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' 4er: und bluhemler 1..- nd..." besonders m. 
 
ANMERKUNGEN 14- 13 
M Vgl. zum folgenden auch o. Docring, Dr: Augsln 
Patridcls Philip Hainhofer Reis: nach Innsbruck 
Dresden, Qu: enschrifteu rur Kunstgßchichlc 
Kunsttcchuik als Mittelalters und der Neuzeit. NF 
1901. 5.3311. 
ß s. H. Bcthe. Die Kunst am Hofe der pommcrS 
Herzöge, Berlin 1931, s. am. und vor nllmr o. Doe 
des Augburger Pazricins Beziehungen zum H: 
Philipp ll. von Pommem-Stenin, wlrn 1x94. 
w A. R. Peltzer, Georg Hinz (Hainz), der Pscudo-B. 
der Meer, Münchener Jahrbuch der Bildenden Kl 
NF. 1934. XI. s. X131. Abb. 1 und L. Müller. Jahr! 
drr Hamburger Kunstsammlungen, vlll, 196a, s. 57 
H Der größrr Teil des Inhaltes dicsrs Schlankes vcrk 
n. jung. Die Städtischen Sammlungen in reichs- 
freisridtischer Zeit 1691-1866. Festschrif! zur Feier 
25jihri n Btstehens des Städtischen Historischen Muse 
in Frin fun a. M., 190 .63". 
" U. i. G. Händler, Fürstliche Mäzen: und Sammle 
Deußchland von 150071620, Straßburg 1933, S. 6 
bcsondexx S. 73H". 
 
	        

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