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Volltext: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 64 und 65)

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kunstleriscn bedeutendste und rrucntnarsn 
persischer Teppichktixist deckt sich zeitlich 
mit der llerrrh-aft der Safaxvidendvnastie 
1722"). ln einer Zeit grxlvßter Blüte alle 
gattungen, insbesondere der Buchkunst um 
erreichten auch die Teppiche im 16. jahrbu 
hijichste Verfeinerung und künstlerische Vu 
Ein Bruch mit der vorhergehenden Tmc 
mittelalterlichen Teppichmuster kennzeic 
Beginn dieser Periode, in der die Fige 
Verschiedenheit der einzelnen Teppichgnttt 
recht ihre Äusprägung erfährt. Diesen grum 
Wandel führte die Übernahme von Korn 
prinzipien und DCl{()l'il(l(JnSfl)fl"l1C(1 aus 
Kunstgatttitigen in die Teppit muster he 
der Buchkunst und der Malerei wie l 
Fliesendekoratiunen der Architektur finden 
enge Beziehungen und künstlerischer Gh 
Mit Recht kann von einer „Revolutinnic 
Teppichrnustet" in der Z. Hälfte des 15. _Iah 
gesprochen werden, die der (iestaltung der 
ganz neue, xingeahxite hlijglichkeiten erürfr 
lm (iegensatz zur mittelalterlichen Äuffas 
die gesamte lnnenHache des Teppichs n 
fortlaufenden, unendlich wiederholburer 
gleichmäßig überzog, so daß es den Chara 
Ausschnittes aus einem grilßereti Zusan" 
besaß, erhält das Feld nun eine betonte k 
teilung und Rhythmisierung. Am deutlichste 
die hledzlillunteppiche mit der (iegenüb 
des großen Mittelsternes und der entspi 
Viertelausschnittc in den Ecken die neue, 
der Buchkunst beeinHulSte Kompositionsxx 
Ausdruck. Dem in sich geschlossenen, auf 
bezogenen Aufbau des lntienfeldes entsp 
erhöhte Bedeutung der rahmendeti Bori 
durch starke farbige Kontrastwirkung u' 
ausgewogene Zeichnung den Abschluli l. 
den vom Grund abgesetzten, diesem deut 
gelegten" Formen der Medaillnns und K 
wird zugleich eine andere, für die klassis 
sischen Teppiche besonders wichtige Art de 
aufhaues erkennbar: die Vielschichtigkeit. 
jeweils voll und klar durchgezeichnete Fnri 
bilden übereinandergelegt den vollständig4 
des Teppichs. Die Ausgestaltung verschiet 
Rankensrsteme, mit ihrem reichen Sch" 
Blüten und Blättern, bot der Phantasie der l 
eine unendliche Fülle von Möglichkeiten. 
den reichsten Mustern, die den Grund n 
riligranartig feinen Netz von Ranken und 
Blumen erfüllen, bleibt damit Reinheit l 
Übersichtlichkeit der Zeichnung gexvahri 
Verbindung von größtem Detailreicht 
strenger zeichnerischer Disziplin äußert 
Meisterschaft der persischen Musterzch 
besonderer Weise. F. ist diese Dekorat 
darum auch nicht auf eine Gruppe der f 
Teppiche beschränkt, sondern findet sich 
gleicher Auffassung sowohl in den Ä 
teppichen Nordwestpersiens wie in de: 
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