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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 89)

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erweiterung angelegten Ringstraße stehen 
viele Arbeiten aus der Kunsterzgießerei, 
aber auch von jenseits der Wiener Stadt- 
grenzen kamen die Aufträge für das 
Gußhaus auf der Wieden 17. 
Der in Erfurt geborene Anton Fernkorn 
(1813-1878) hatte in der Stiglmaiefschen 
Erzgießerei und im Atelier Schwauthalers 
in München gearbeitet und kam 1840 nach 
Wien. Sein Wirken als Bildhauer und 
Erzgießer ist gleich bedeutungsvoll. Für 
den Heldenplatz schuf er das gewaltige 
Reiterstandbild Erzherzog Karls mit der 
überaus einprägsamen Silhouette (Bild 13). 
Der Auftrag zur Ausführung dieses Denk- 
males, den Fernkorn 1853 erhielt und der 
die Veranlassung zur Gründung der Wiener 
Kunsterzgießerei bot, bildete den Anfang 
eines außerordentlichen Aufschwunges des 
Erzgusses in Österreich. Es folgten als 
Werke Fetnkorns das 1862 vor dem Ge- 
bäude der Technischen Hochschule auf- 
gestellte Bronzestandbild Joscf Ressels und, 
abermals für den Heldenplatz, das drei 
Jahre später enthüllte Reiterstandbild Prinz 
Eugens. 
Von Franz Pönninger, einem Schüler 
Fernkorns und dessen Nachfolger als 
Direktor der Kunsterzgießerei, stammen 
die Standbilder Maria Theresias in Klagen- 
furt (1873) und Erzherzog- Johanns in Graz 
(1878). Weitere Arbeiten aus der Kunst- 
erzgießerei sind das Schwarzenbetgdenkmal 
(1867) und die Bronzeplastiken auf der 
Vorhalle des 1869 eröffneten Opernhauses 
in Wien von Julius Hähnel, das Denkmal 
für Kaiser Maximilian in Triest (1873) und 
das 1876 errichtete Wiener Schiller-Denkmal 
von Johann Schilling sowie die Standbilder 
Tegettholfs in Pola (1877) und Wien (1886) 
von Karl Kundmann. Aus Pola wurde das 
Denkmal 1935 nach Graz gebracht, wo 
Tegetthoff begraben liegt. 
Das mächtige Maria-Theresia-Denkmal an 
der Wiener Ringstraße von Kaspar Zum- 
busch wurde 1887 vollendet. In den 
neunziger Jahren folgten - ebenfalls auf 
der Wieden gegossen w die Reiterstand- 
bilder Radetzkys und Erzherzog Albrechts 
vom gleichen Bildhauer, das Denkmal für 
den Industriellen Josef Werndl in Steyr 
von Viktor Tilgner, Rudolf Weyrs Löwen 
auf den Pylonen des Nußdorfer Wehres 
und die neben der Wiener Sezession auf- 
gestellte Marc-Anton-Gtuppe von Artur 
Strasser. Im Jahre 1900 entstanden Hans 
Bitterlichs bronzenes Gutenberg-Standbild 
am Lugeck und das Goethe-Denkmal an 
der Ringstraße von Edmund Hellmer.
	        

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