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Volltext: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 89)

BUCHBESPRECHUNGEN 
 
BuldaslFeuchtmllllerlMrazak: Renaissance in 
Österreich. Mit 120 Bildtafeln. davon 
14 in Farben. 112 Textseiten. Ln.. 
S ISO. 
Mit diesem Bande ist eine Serie abgeschlossen. 
die anfangs gar nicht als solche geplant war: 
aus einer Buchfolge. die stimuliert war von 
den großen Ausstellungen in Krems und 
anderen Orten. entstand eine Art von ge- 
samlästerreichischer Kunstgeschichte, die in 
vieler Hinsicht die 1943 abgeschlossene Folge 
"Die bildende Kunst in Österreich" zu or- 
setzen imstande ist. 
Uns will es nicht als Zufall erscheinen. doß 
der nun vorliegende, eben erst erschienene 
Band einen Themenkreis behandelt, der in 
chronologischer Hinsicht nicht am zeitlichen 
Ende steht. sondern mitten aus der Gesamt- 
entwicklung herausge riffen ist. Sicherlich 
läßt sich diä aus der alsache erklären. daß 
- wiederum in Krems - eine Ausstellung 
vorbereitet wird. die ebenfalls der Kunst der 
Renaissance gewidmet ist. Anderseits sollte 
aber nicht vergessen werden, daß das Thema 
selbst von den Schatten der Verlegenheit und 
Unsicherheit überlagert ist. 
Baldass hal diese Situation tn dem von ihm 
bearbeiteten Kapitel "Malerei und Plastik" 
auf Seite 4B mit folgenden Worten treffend 
charakterisiert: Der Kunst in Österreich im 
16. Jahrhunder fehlt sowohl eine konti- 
nuierliche Entwicklung als auch ein einheit- 
licher Charakter und eine gleichrangige 
Bedeutung. Diesen Erfordernissen wirken die 
schweren politischen Wirren entgegen... 
so kommt 5 . . . weder In Österreich noch in 
lnnerüsterreich. den Vorlanden und in Salz- 
burg. zu einer geschlossenen Kunstentfal- 
tung (Es) besteht doch kein Zweifel. daß 
sich Bild der österreichischen Kunst im 
16. Jahrhundert aus verschiedenartigen 
Splittern zusammensetzt. die kein einheitliches 
Ganzes ergeben . . ." Und auf Seite 59 heißt 
es! .,Der erhaltene Denkmälerbestand ist 
sch ter. Leicht gewinnt man den Eindruck. 
daß sehr wenig künstlerisch Wertvolles ent- 
standen ist. das heißt. daß die Donauschule 
und die Aufgaben. e Kaiser Maximilian 
stellte, für lange Zeit ein Schlußpunkt wa- 
ren." 
Feuchtmüller charakterisiert auf Seite 8 die 
Situation in ihrer Gesamtheit: "Hier lm 
Norden (in Österreich. d. Verf.) lebte keine 
antike Tradition, die sozialen und geistigen 
Verhältnisse gaben. bei allen Tendenzen im 
Sinne eine: neuen Empirismus, dem Menschen 
eine andere. .eingeordnetere' Position. die 
sein Verhältnis zu Natur und Kunst be- 
stimmt. . . Nur der Adel konnte . . . vielfach 
voraussetzimgslos bauen  meist blieb es 
aber auch hier bei einem dekorativen Män- 
telchen voll antiker Sinnbezüge, die in der 
bürgerlichen Sphäre in vielen moralisieren- 
den Bilderzyklerl weiterleben." 
Wenn man so w . hat also die sogenannte 
"Renaissance" m ie in bezug auf Österreich 
zu einem immer fragwürdigeren Begriff 
wird m in unseren Breiten gewissermaßen 
"kein Gesicht". Die Schwerpunkte der Ent- 
wicklung liegen am Antang und am Ende 
des zur Rede stehenden Jahrhunderts - 
einerseits bei der Donauschule und ihrer 
unmittelbaren Nachfolge (kurz gesagt: der 
Maximilionischen Zeit), anderseits bei der 
Kunst des einsetzenden Barocks zu Ende des 
16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Das 
ergibt naturgemäß viele Uberschneidungen 
mit den einschlägigen Kapiteln der ent- 
sprechenden. bereits erschienenen Bände. 
Was bleibt. ist ein Vakuum. das wohl hin- 
sichtlich der Hebung von Material gefüllt 
werden konnte, das bis dato unerkannt oder 
schlecht erkannt war, aber bezüglich der 
Dichte und Struktur seiner Geistigkeit immer 
noch Terra incognita ist. wohl vornehmlich 
daäum. weil es hier nichts zu erkennen 
gl . 
Auf dem Staatsgebiet des heutigen Österreich 
erblüht im 16. Jahrhundert eine Reihe von 
wichtigen lokalen Residenzen: Seit 1564 ist 
Graz Hauptstadt lrlnerästerreichs und bleibt 
dies bis knapp vor Ausbruch des Dreißig- 
jährigen Kriegs. Eine vergleichbare Stellung 
nimmt Innsbruck ein. Salzburg bewahrt seine 
volle politische und kulturelle Abhängigkeit, 
Wien muß hinter Prag zurücktreten und 
gewissermaßen die .,Zweite Geige" spielen. 
Sa kommt es. doß es in Österreich im 16. Jahr- 
hundert weder große Kräfte. noch große 
Linien gibt. Weiters muß festgehalten werden. 
daß vornehmlich im 2. Viertel des Jahr- 
hunderts die Reformation mit all ihren zu- 
tiefst ikarloklostischen Tendenzen das Ent- 
wicklungsbild beeinflußt: die Kämpfe des 
Tages wurden nicht auf dem Schlachtfeld der 
bildenden Kunst ausgetragen. 
Beunruhigend ist das fast totale Aussetzen 
heimischer Kräfte innerhalb der Künstler- 
schaft. Nach Ende der Maximilianischen 
Periode. nach Abschluß der Arbeiten am 
Maximiliansgrab in Innsbruck. kommen ein- 
heimische Namen kaum mehr vor. Was 
Italien 7 und in zweiter Hinsicht - die 
Niederlande zu liefern haben, ist bestenfalls 
drittklossig. Auf dem Gebiete der Architektur. 
der Malerei und der Plastik kommt es omlt 
in vielen Fällen zu kuriosen und eigenwl lgen. 
ab und zu sogar gonlallsilschcn Leistungen 
(denken wir an Schlot! Salamanca in Solttal 
an der Drau oder das Grazer Landhaus), 
ja, der Festungsbau erlebt infolge des ver- 
siarktcn Elnsetzens der Türkengefahr rein 
vorn Umfangmäßigen her einen gewaltigen 
Aufschwung (Forchtenstein. Hochosterwitz. 
Riegersburg). aber sogar hier ntuß festgestellt 
werden, daß in manchen Fällen (wie etwa 
56 
 
 
  
 
 
bei Hochosterwitz) die Grurtdkonzention 
einer bereits zum Zeitpunkt der Entstehung 
völlig veralteten Gesinnung entsprang: all 
diese Festungen sind ideell noch "Burgen" 
im Sinne des Mittelalters. 
Eine große Ausnahme glbt es freilich inner- 
halb dieser kleinlichan, vielfältigen, skurrilen 
und verqucren Periode. Es ist dies das Kunst- 
gewerbe. das von Natur aus glanzcna ge- 
eignet schien. zum Medium einer Zeit er- 
hoben zu werden, in der Kunst und Hand- 
ferttgkeit nur allzugerne gleichgesetzt 
wurden, ja. in der selbst Herrscher sich 
rühmten. verschiedener gewerblich-hand- 
werkltcher Fähigkeiten mächtig zu sein. Mit 
vollem Recht benennt Wilhelm Mrazek das 
erste Kapitel des von ihm bearbeiteten 
Abschnitts "Kunsthandwerk" rYlIt dem Titel 
"Bürgerliche Kaufleute. fürstliche Sammler. 
adeliges Handwerk". In dieser programma- 
tischerl Titelgebunq lSt auch dlc ganze soziale 
Situation der Periode festgehalten. Führend 
sind die Tischler und tntarsisten, an ihrer 
Spitze steht der Wiener Vorlagenstecher und 
Hoftischler Georg Hoas. während sich die 
vornehmlichsten Beispiele "künstlicher" Tisch- 
lerarbelten in Innsbruck befanden. Conrad 
Gottlieb und Hans Waldner sind hier die 
Hauotmeisler. In der Steiermark bilden die 
Rittersäle von schloß Frondsberg und der 
Riegersburg Houptbeisoiele heimischer ln- 
tarsistertkunst. Hinsichtlich der Kunst der 
Hafner und Töpfer kann Mrazek feststellen. 
sie habe "eine Bedeutung und ein Niveau 
(erlangt) wie nie zuvor". Wiederum nimmt 
Tirol hier eine dominierende Stellung ein, 
dicht gefolgt von Salzburg, wo vornehmlich 
die Baukeramik der Gabriels-Kapelle her- 
vorzuheben ist. In Ober- und Niederöster- 
reich ist die Ofenproduktion weniger do- 
minant als die Herstellung künstlerischen 
Tongeschirrs. Wien bildet. bedingt durch die 
Türkenbedrohung inen ..blank spot". Auch 
in der Steiermark blühte das Haftterhandwerk 
in den verschiedensten Lakalzentren. Von 
entscheidender Bedeutung ist nicht nur hier 
der ElnnurJ der aus Oberitalien. der Schweiz 
und Südtirol exullerten Hctbaner", 
Glashütten nach venezia ischem Vorbild gab 
es nicht nur in l-lall in Tirol. sondern auch 
in Wien. wo bereits was ein dcrartlgrs 
Unternehmen eingerichtet wurde. Hans 
Zedinek und Erich Egg__haben zur Erfor- 
schung der Glaskunst in Oslerreich entschei- 
dende Beiträge geleistet. 
Die Knappheit des zur Verfügung stehenden 
Raumes zwingt uns zum bloßen Hinweis auf 
die Tatsache. daß Mrazek Entscheidendes 
und Neues auch zur Kunst der Gold- und 
Silberschmiede, Gießer. Schlosser. Hcrnisch- 
ichlagcr, Atzmaler und Steinützer zu sagen 
at. 
summa summarum lanl sich feststellen, daß 
die Problematik das Bands nicht bei den 
Autoren. sondern bei der Zeitabgrenzung 
liegt. Alle drei vcrtasscr haben sich ihrer 
Aufgabe mit vorbildlicher Akribie entledigt, 
ohne je auf die Einordnung ' die großen 
weltgeschichtlichen Zusammenhänge zu ver- 
gessen. Wenn der Abschnitt Mrazcks den 
stärksten Eindruck hinterlüßt. so ' das 
zweifellos auf die Tatsache zurückzuführen. 
doß das 1a. Jahrhundert in Österreich eine 
Blütezeit des Kunsthandwerks war, 
Ernst Koller 
  
  
 
Josef tlingler. Tiroler Hafnerkunst. ler 
Wirtxhaftsttldien. Bd. 21. Universitäts- 
verlag m Wagner. Innsbruck 1965. 
126 Seiten Text. 141 Tafeln mit 
157 Abbildungen 
Der vorliegende Band der Tiroler Wirt- 
schaftsstudien ist einem Zweig des kunst- 
handwerklichen Schaffens gewidmet. der in 
der Vergangenheit Tirols eine führende 
Position eingenommen hatte: dem Hafner- 
und Töpferhandwerk. Josef Ringler hat in 
dieser Arbeit die Früchte einer lebenslangen 
Beschäftigung mit diesem Gebiet zu einer 
detaillierten Studie zusommengefaßt. Dieses 
Forschungs- und Sammlergebiet. das be- 
sonders um die Jahrhundertwende gepflegt 
wurde. dann aber keine sonderliche Be- 
ochtung mehr fand. begegnet gegenwärtig 
wieder größtem Interesse, wie die zahl- 
reichen Publikationen der letzten Zeit er- 
weisen. Um so begrüßenswerter ist es, wenn 
von einem kenntnisreichen Fachmann eine 
alle wissenschaftlichen Anforderungen er- 
füllende Arbeit zu diesem Thema erscheint. 
Das gestellte Thema von der Tiroler Hafner- 
kunst wird von tlingler nach jeder Richtung 
hin ausgeschöpft. Nahezu alle bedeutenden 
Objekte - Öfen und Kacheln e werden 
angeführt, besprochen und stilistisch e' - und 
zugeordnet. aber auch die archivalischen 
Quellen kommen zu ihrem Rechte. So wird 
in einem Anhang an Auszügen aus den 
Hofnerordnungen und Bruderschaftsverzeich- 
nissen das Zunflwesen der Tiroler Hafner 
geschildert und eine vollständige Meisterliste 
beigebracht, die vom Jahre 1241 bis 1906 
reicht. Allein schon dieses Verzeichnis mit 
seinen mehr als 450 Namen aus 17 Hafner- 
zentren ist eine Leistung, die Bewunderung 
verdient. 
Der Text selbst behandelt auf 90 Seiten die 
Geschichte des Stubenofens von den ältesten 
Kachelfunden bis zur Empirezeit um 1800. 
Höhepunktsind die Kapitel über die Glanzzeit 
der Tiroler Hafnerkunst im 16. Jahrhundert. 
insbesondere über die Leistungen des in 
Südtirol tätigen Bartlmö Dill tliemenschneider 
 
und der lnnsbrucker Hafnerfomllle Gandtner. 
die nicht nur zahlreiche Hofhofner stellte, 
sondern in Christof Gandtner auch einen 
ausgezeichneten Klelnplastlker hervorge- 
bracht hat. Das Thema wird durch einen 
Beitrag von Leonhord Franz über die urge- 
schichtllche Töpferei in Tirol zur Vorge- 
schichte hin abgerundet. 
Das reiche Bildmaterial veranschaulicht gut 
die besprochenen Ofentvpen und Kachel- 
formen in ihrer slillsllschen Entwicklung. Es 
ist verständlich, doß der Autor hierfur ln 
erster Linie das heimische Material heran- 
zieht, das sich zum größten Teil auch noch 
heute auf den Schlössern. Ansilzen und 
Burgen in Nord- und Sudtirol befindet. Was 
wir aber vermissen, sind eine blaubemctlte 
und 1533 datierte Fayenceolotte rnit David 
und Bathseba sowie die Kachelfolge rnit den 
Szenen aus dem ersten Buche Samuells im 
Besitz des Österreichischen Museums für 
angewandte Kunst in Wien. die keine Er- 
wähnung gefunden haben. obwohl es sich 
unserer Meinung nach hier um sehr be- 
deutende Zeugnlsse der Südttroler Hafner- 
kunst handelt. Ihre Existenz sei daher an 
dieser Stelle ergänzend angeführt. 
Wilhelm Mrazek 
Kurt Marti. Kurt Lüttii, Kurt van Fischer: 
Moderne Literatur, Malerei und Mu Drei 
Entwürfe zu einer Begegnung zwischen 
Glaube und Kunst. Flamberg Verlag 
ZürichIStutigarl 
Als Aufruf zu einer neuen, zeitgemäßen 
Begegnung von Glaube und Kunst fassen 
die drei Autoren diese: 400 Seilen starken 
Werkes (zwei von ihnen. Kurt Marti und 
Kurt Luthi. Sind Theologen: Kurt von Fischer 
ist Musikwissenschafter) ihre theoretischen 
Uberlegungen zusammen. die als wichtiger 
Diskussionsbeitrag insbesondere an die Adresse 
der Theologie und ihrer Vertreter gerichtet 
sind. Den Abhandlungen liegt die Erkenntnis 
zugrunde. dCtß ,.echte Kunst immer Re- 
prüsentation der jeweiligen Wirklichkeit ist" 
und der Glaube nur dann gewinnen kann, 
wenn er die ..Solidarität mit der Welt" sucht. 
Die vielbeklagte Kluft zwischen einem 
gleichermaßen desorientierten wie uninterß- 
sierten Publikum und dem modernen Künstler 
zu verringern (sie ist leider gerade bei 
Vertretern der Kirche bßonders groß und 
von Nachteil). ist die generelle Absicht des 
Buchs. 
Dem Charakter unserer Zeitschrift ent- 
sprechend kann an dieser Stelle freilich rlur 
auf den Beitrag ds Berners Kurt Lülht. 
Jahrgang 1923. Professor und Vorstand du 
Instituts für systematische Theologie H. B. 
an der Universität Wien, näher eingegangen 
werden; eine mit wissenschaftlicher Genauig- 
keit vorgenommene Abhandlung, in der 
versucht wird. die "Herausforderung der 
Gegenwartsmalerei an den Glauben an- 
zunehmen". 
Luthis Untersuchung ist einerseits ..theo- 
logische Selbstbesinnurtg" zugleich aber auch 
..Gesprächseröffnung mit der Welt der 
Kunst". 
Da von selten der Theologie Diskussions- 
beiträge zu diesem Thema in der Literatur 
nur spärlich vorhanden sind, kommt schon 
alleine deshalb der exakt gegliederten und 
auf ausführlichem Quellenstudium beruhen- 
den Arbeit Lüthis besondere Aufmerksam- 
keit zu. 
Die um Objektivität bemühte Art und Weise. 
in der sich Lüthi der schwierigen. doch 
ungemein notwendigen Aufgabe unterzieht. 
schafft eine fundierte Diskussionsgrundlage, 
die weitestgehend Vollständigkeit erreicht 
und eine Vielzahl relevanter Aspekte in der 
Frugstellurlg aufzeigt. 
Den vielen Mißverständnissen. denen auf 
dem Sektor der sakralen Kunst und in der 
Frage der Glä bigkeit des Künstlers gerade 
konfssionell stärker gebundene Menschen 
zum Opfer fallen. begegnet Lüthi denkbar 
 
 
 
prazlsc Wir sind frei von einer unlegi- 
timen rfordarung des Kunsllcrs, sein 
Werk sei erst dann Dienst am Glauben, 
wenn er selber alaublgcrl Künstler sei. Dte 
persönliche Confessio des Künstlers ist nicht 
zu fordern, sondern als unverfügbctres Ge- 
heimnis zu achten. Die persönliche Confessio 
des Künstlers garantiert in keiner Weise die 
Echtheit. Güte und Qualität des Kunslwerkes. 
Ausschlaggebend ist nur das künstlerische 
Können." Und an anderer Stell Von der 
Sache her wissen sich echte K nstler m 
jenen Raum gewiesen. wo der Dienst om 
Menschen geschieht. Damit und nicht durch 
ihre Confssio wird ihr Werk theologisch 
relevant. Aus theologischer Sachlichkeit for- 
dern Wlr hier echte Freiheit!" 
schon diese wenigen Zitate zeigen. dalJ der 
Autor Farbe bekennt. daß er Sich immer 
dann in klaren Worten ausspricht, wenn 
dlE subjektive Stellungnahme unerlüßlich ist 
und das e vielen als Fluchtfeld vor der 
eigenen Meinung dienende - Gebiet der 
objektiven Dokumentation verlassen werden 
soll und muß. 
Ein weiterer wesentlicher Absatz enthält die 
Forderung ..daß schon die Orientierung auf 
der formalen Ebene in die theologische 
Würdigung einbezogen werden kann, und 
nicht erst die Deutung". Lüthi unterstreicht 
damit den Primat des blldnerischen Ge- 
schehens und verweist die e vielseitig mog- 
liche e Interpretation an zweite Stelle. 
Ahnlich präzise nimmt der Autor e dem 
   
logischen Aufbau des Buches en 
zu zahlreichen anderen v 
Problemen Stellung, so etwa z 
von lhm entschieden beichten 
gehaltes" moderner Malerei o: 
das Kunstverstöndnls unerlüßli 
Setzung des ständigen olalc 
Kunstwerk und Betrachter. 
Sieht man von jenen Fragen ab 
Linie vom rcln Theologische 
fesslonellen heftla umstritten s} 
deshalb ein allgemein verbln 
nur selten gestatten. und laßt 
oder andere nlcht zutreffende c 
prazise Charakteristik außer t 
beisolelswelse aul Seite 307 
konische Naler Sam Francls tat 
als „Monochromcw bezeich 
gegen den TEXl keire Elnwc 
werden. 
ÜIE umfassenden Kenntnisse d 
dem Gebiet der modernen 
Plastik, die Methodik irrt ZU 
des Stoffes und Herausstrclct 
Probleme, vor allem aber die 
Erlebnlsfdhlgkeit Lüthtstragen d 
verdienstvolle Buch zu einem l 
für alle jene zu machen, die t 
oder gläubige Laien urn Eli 
realistisches Verhältnis zur t 
Zelt bemüht sind. 
EINGELANGTE BÜCHI 
Paul Rausch, Heribert Losel 
58 Abb., Leinen, Bergt 
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betrachlung, 94 Seiten. zahl 
brosch.. Verlag Neue V 
Wien 1965. ös 89,4 
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Karl l-luysmans. 40 Seiten T 
tafeln. 1 Farbtafel, Lein 
Kupferberg-Verlag. Mainz 
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Salzburg, 94 Seiten, zahlt 
kclrt,. Residenz Verlag, Sol 
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weltlicher Kunst in Österre 
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Leinen, Tyrolia-Verlag. lnn 
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Jan Bialastocky. Slil und lk 
Studien zur Kunstwissensch 
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Kunst, Dresden 1966 
lmre t-toll. Mittelalterliche 
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1966. S 6,- 
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schiederler Autoren. Sch 
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1966, brosch„ 389 Seiten 
Abb. 
J. Q. von Regieren Altena 
ltaliens de la Reine Christil 
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des Nationalmuseums Nr 
holm 1966. brosch.,135 Sei 
Drollningholm. ein Kunstt: 
lionalmuseums, redigiert t 
Mcllmborg. 28 Beiträge v 
Autoren. Jahrbuch der l 
staatlichen Kunstsarnrnlu 
Stockholm 1966. Leinen. 2 
zahlreichen zum TEll forb 
Per Bjurström. Feast unc 
Queen Christirtcrs Rom 
Reginensia lll.. Schriftenre 
tionalmuseums Nr. 14. Sto 
Leinen, 154 Seiten, zahlrei
	        

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