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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 90)

Ernsf Köller 
ZUM SCHAFFEN DER GRAZER 
MALERIN DINA LAROT 
1 [Ymu Lar ' hnH, 1955 7B x HD Uvv 
Z Dmn LCUOV, Erwin, 1'705 1 1 X135 zu: 
 
Dina Larot ist noch so jung, daß sie noch kaum 
über eine eigene Biographie verfügt. Am 6. Jünner 
1942 in Wien geboren - woselbst sie seit kurzem 
auch ein eigenes Atelier besitzt 4, war sie in Graz 
Schülerin von Feliinger und vor allem von Rudolf 
Szyszkowitz. Entscheidend für ihre künstlerische 
Entwicklung war die Begegnung mit Oskar Ko- 
koschka. in dessen "Schule des Sehens" im Rahmen 
der Internationalen Sommerakademie auf der 
Feste Hohensalzburg sie im Jahre 1962 arbeitete. 
Die Bindung an Kokoschka war keinesfalls vor- 
übergehender Natur. nach wie vor steht Dina 
Larot in Verbindung mit dem Alt- und Groß- 
meister der österreichischen Malerei, der von 
dieser seiner Schülerin viel halt und ihren 
Entwicklungsweg mit Interesse verfolgt. Wichtige 
Stationen ihres künstlerischen Bildungsweges waren 
ferner zahlreiche Aufenthalte in Paris und auch in 
ltalien. Dina Larot ist Portrötistin. Landschafts- und 
Figurenmalerin. Die Zeichnung spielt im Rahmen 
ihres Schaffens eine relativ untergeordnete Rolle. 
hingegenschufsie besondersin den frühensechziger 
Jahren eine Reihe eindrucksvoller und sehr 
virtuoser Aquarelle. die besonders stark von der 
Begegnung mit Kokoschka Zeugnis ablegen. 
Die .,könnerische" Komponente ist im Werke von 
Dino Larot stupend. ihre Kunst ist also durchaus in 
jenem Sinne "nachprüfbar", wie dies von den 
Feinden der abstrakten Kunstrichtungen immer 
wieder gefordert wird. Aber Dina Larot ist auch 
durchaus keine „Akademikerim: letztlich hat sie 
sich als halbe Autodidaktin jene manchmal 
beängstigende Routine und Souveränität über 
Motiv und Pinselführung selbst erarbeitet, die ihr 
Schaffen auszeichnet. So ist auch ihr gesamtes 
(Euvre durch eine Art von SpontaneItüt und Un- 
mittelbarkeit ausgezeichnet. die bei figurativen 
Malern unserer Gegenwart selten anzutreffen ist. 
Und noch eines: Dina Larot hat zur Umwelt und 
den Menschen, die sie gestaltet. direkte und tief- 
verwurzelte Beziehungen. Am freiesten und ge- 
löstesten ist ihr Schaffen dann, wenn sie in die 
südsteirische Landschaft ziehen und dort als eine
	        

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