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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 91)

s Rattersdorf,Wallfahnskirchc aus dcm Miuclaltcr (um 
1300 gegründet?) Aus zwei Kirchen zuummcngc- 
wachsencr Bau. Ansicht aß Hochzltzus 
s Lorelm. Wallfahnskirch: zur unbcüccktcn Empfängnis. 
lnnenmsichl mit Blick gegen den Chor 
Die Kontinuität der Festungsanlagen ist 
am ehesten evident, nützen sie doch immer 
wieder dieselben Bergkuppen, wenn auch 
die Verteidigungsrichtung wechselte. Quer 
durch die Mauern eines römischen Guts- 
hofes wurde in Königshof bei Kaiserstein- 
bruch ein karolingisches Erdwerk gelegt; 
im 13. Jahrhundert begannen die Heiligen- 
kreuzer Zisterzienser hier eine Kirche zu 
fundamentieren. Auf ungarischer wie auf 
österreichischer Seite baute man Burgen: 
das mächtige Landsee mit seinem gewalti- 
gen Zentralturm und mehrfach erweiterten 
Wehrkränzen; Lutzmannsburg mit dem 
riesigen Wall und breiten Graben, welche 
die heute verschwundene Burg bergwärrs 
sicherten; der steile Vulkankegel „Quizun" 
über Güssing, den steirische Grafen aus- 
bauten; wo die „Mattersburg", die Burg 
der Mattersdorfer Grafen stand, ist nicht 
sicher ausgemacht (man zweifelt, 0b die 
chronikalisch überlieferten Belagerungs- 
türmc an die Mauern auf dem steilen Haus- 
berg gegenüber der Burg Forchtenstein 
herangebracht werden konnten). 
Die Wehranlagen sind heute f dank den 
Arbeiten K. Ulbrichs 7- gut erforscht: den 
Besuch lohnt die große Ortsumwallung 
von Eberau, bevor sie in der modernen 
Verbauung untergeht. Um 1200 war das 
Burgenland ein von Burgen starrender 
Streifen, der später zwar nicht von ihnen 
den Namen erhielt (sondern von den vier 
Komitaten, die dem heutigen Bundesland 
ungefähr entsprachen), für den jedoch 
Burgschlaining und Lockenhaus u. a. cha- 
rakteristisch sind. Die Türkenbedrohung 
zwang zu gewaltigen Ausbauten, Ziegel- 
und Bruchsteinbastionen, heute eine Crux 
der Denkmalpflege. 
Der Burgenbau ist eng mit der „Ver- 
zahnung" kleinerer und größerer Macht- 
streberei verbunden. 
Bis jetzt kannten wir neunzehn Kirchen, 
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