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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 92)

mann. zum Eintritt in die ..Wiener Werkstätte" 
und sicherte sich damit eines der stärksten und 
eigenwilligsten Talente der jüngeren Generation. 
Was er berührte. nahm sofort die anrnutigste und 
geistreichste Gestalt an, jedem, auch dem unschein- 
barsten Ding. prägte er den Charakter des Feier- 
töglichen. Festlichen auf. Im Gegensatz zu Hoff- 
mann. dem Meister der Zweckform. erwies sich 
Peche. der Unkonstruktive. alsbald als ein Meister 
der Zierform. Unerschöpflich an dekorativen Ein- 
füllen, streute er eine Fülle von figuralen. ptlanz- 
lichen und ornamentalen Details über jede Flüche 
und wurde damit der Begründer eines ganz neuen 
Stils in der Tapetenerzeugung. im Stoffdruck. den 
er durch das von ihm eingebürgerte "Ombre" 
bereichefte, in der Rahmenfabrikation. im Gold- 
schrniedehandwerk. der Stickerei und Spitzen- 
kläppelei. Auch seine Keramiken waren höchst 
bemerkenswert in Form und Dekor. Mit Peche, 
der am 16. April 1923 kaum sechsunddreißigjöhrig 
in Mödling starb. ist die Farbe im Kunstgewerbe 
wieder zu ihrem Recht gekommen. die von ihm 
ausgehenden neuen lmpulse haben das Kunst- 
handwerk der ganzen Welt befruchtet und eine 
nach dem Kriege besonders wohltuende Welle 
von Freude und Frohsinn durch Europa getragen. 
Als Peche im Jahre 1917 nach Zürich geschickt 
wurde, um dort eine Filiale der "Wiener Werk- 
statte" einzurichten, hat er in der Bahnhofstraße 
den ariginellsten Verkaufsladen seiner Zeit ge- 
schaffen. von dessen zauberhafter Ausschmückung 
uns heute nur mehr die Reproduktion in der Zeit- 
schrift .,Deutsche Kunst und Dekoration" kündet, 

	        

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