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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 92)

 
viduellen Charakter. sondern sind sehr 
geblich von englischen Vorbildern beeir 
Hier waren es hauptsächlich jene Künstler, l 
der Nachfolge des großen Neuerers W 
Morris (1834-1896) standen und die von ihr 
allen Gebieten der Kunst und besonders des l 
handwerks ausgelöste Reformbewegung 
setzten; namentlich C, F. Annesley Vaysey 
bis 1941), und Charles R. Ashbee (1863; 
dessen Guild of Handicrcft (gegründet 188i 
die Errichtung der Wiener Werkstätte von 
schlaggebender Bedeutung wurde. Allen i 
aber ist der Schotte Charles Rennie Mack 
(1868-1920) zu nennen. dessen Arbeiten 
starke Affinität zu denen Josef Hoffmanns 
weisen. - Ohne Zweifel ist es diesem sti 
englischen Einfluß zuzuschreiben. daß Hoff 
das bisher in Österreich nur äußerst selten 
wendete Eichenholz so bevorzugte. 
Das Programm der Wiener Werkstätte endi 
dem Hinweis. daß die "Produktiv-Genossen 
von Kunsthandwerkern in Wien". so bezeic 
sich die ..WW". der Aufträge bedürfe. urr 
Ziele zu verwirklichen. Die Antwort darau 
nicht lange auf sich warten. Sie kam gena 
jener Schicht, an die Josef Hoffmann und Kol 
Moser, die beiden künstlerischen Leiter der Vx 
Werkstätte, sich wandten. aus den Kreise 
nun bereits in zweiter Generation zu Reit 
und Ansehen gekommenen Großbürgertums 
Wittgenstein (1847Jl913)5. ein sehr bedeut 
industrieller, betraute die Wiener Werkstatt 
der Ausstattung und Einrichtung zweier F 
in einem seiner Jagclhöuser auf der Hochrei 
Hohenberg in Niederösterreich. 
' Jagdhaus Heehreiih mi! Blick gegen den Schneeberg 
l Jagdhaus Hochreilh. Vorraum. farbige Glcsfensier 
in den Türen nach Eniwuri von J. Hoffmann, die 
bunlen Malereien von C.O.Czeschka 
5 Jagdhaus Hochreilh. Deroil aus dem Vorraum 
E Jagdhaus Hochreilh, Deluil aus dem Vorraum 
i Jagdhaus Hochreilh,Wohnzimmer,Verlälelungder 
Wände und der Decke aus polierlem Murukuibo- 
holt mit vergoldelen Flummleislen. Die Hänger 
lampe über dem Tisch und die Siizmöbel sind nichi 
ursprünglich 
IERKUNGEN 1-5 
osef i-ierinidnn, Einrdehe Möbel, Eniwdrie und be- 
ileiiende werie, in: Des inserienr. Wien, 2. Jg., 1901, 
i.193ff. (194). 
3a: Areeiispreerernrn der wiener werksieiie, in: 
dehe werie. wien und Leipzig, 1.19., 1904105, 
;. 26a. Der gleiche Texl ersehien 1905 auch in 
zleinen. von der ww herausgegebenen sresehirre. 
. Henrnenn, e, e. 0.. s. 19a. 
. i-iemnenn. e. e. 0., 5.199. 
Rarsöniichkei! und Unlernehmungsgeisl siernpein 
nwingensiein zu einem Prololyp iener viieien 
srundereenereiidn. Gerade einern Manne seines 
ichlnges mußlen der Min. die snisehlessenheii und 
nihalive der jungen Künsller eerenen, und so kerinien 
ie seiner Unlerslülzung sicher sein. - Sein starker 
ind eigenwilliger Charakter zeigle sich isereiis in der 
ugend. eis er mil elf Jahren ersirneis versvchle. von 
lU Hause auszureißen. Er kam euerdines nur bis 
(loslerneuburg, von wo er durch den eerneindediener 
einen Eiiern zurückgebruchi wurde. Als des Siudium 
1m Akademischen Gymnasium niehi den erwunsehien 
zriele breehie und sein veier von einer Ausbildung 
um Ingenieur nicms wissen wollle. brennie der 
kchlzehnjiihrige umer Mitnahme seiner Geige und 
ren 200 Gulden. die er von seiner sehwesier GUS- 
ieborgl hene. zum zweilen Mdie durch, oiesrnei be- 
verkslelligie er seine Fluch! so geschickl, den sie ihm 
luch lulsiichlich eeieng. Zunöchsl hieiv er sieh zwei 
Aonale in wien verslecki, ubersehriii denn uMer 
eisehern Namen und rnii einern fremden Peß, den 
rr einern siedenien ebeekeen hene, die dsoerreiehi. 
che Grenze und fuhr über Hamburg In die Vereinig- 
en sieeien. Nach rweidehren kehrie er_neeh Hause 
 

	        

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