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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 92)

 
"Zu Buchsbaum 
LIGIÖSE KUNST 
TUALISIERT. 
IM WERK VON 
NST DEGASPERI 
Engagierte Kunst auf gesellschaftskritischer Ebene 
ist gewöhnlich - so lehrt es zumindest die kunst- 
hislorische Erfahrung seil Goya f ident mit einer 
mehr oder weniger sozialrevolulionören Welts 
anschauung. Am Falle Degasperi muß dieses 
Faktum. ähnlich wie bei Georges Rouault. revi- 
diert werden. ln vielem überraschend unkonven- 
tionell, unternimmt es der gebürtige Meraner, von 
extrem katholischer Sicht her. sehr scharfe, sehr 
tiefgreifende Kritik an der modernen Gesellschaft 
zu üben. Durch diese überraschende Kombination 
vollzieht er aber zugleich ein Zweites: er schafft 
eine zeilgemöße religiöse Kunst, wobei er 
allen Inhalte mit neuen Bezügen erfülll. sie ClkTL 
sierl oder besser gesagt, die immerwöhreride: 
lose Akluulitül der Heiligen Schriflen des Alten 
des Neuen Bundes unler Beweis stellt. 
Seil 1963, als der dcimuls Iibjöhrige mi1 seil 
Zyklus von Federzeichnungen zur Apokalypse 
Evongelislenlohunnes erstmals vor die Öffentl 
keil lraT, hcli rncln sich mit dieser ungewöhnlic 
Sprache auseinunderzusetzen. Der Begriff "S; 
che" bielel sich hier nicht von ungefähr an. E 
Degusperi will mil seinen Arbeilen unserer l
	        

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