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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 93)

Klimatisierung in diesem Altbau unmöglich war. 
mußte die erforderliche Luftfeuchtigkeit durch 
automatisch gesteuerte Lufthefeuchter erreicht 
werden. Und da diese 7 Geräte insgesamt 20 Liter 
Wasser in der Stunde versprühen und damit auch 
den ganzen Kalkgehalt des Leitungswassers. mußte 
eine im Betrieb recht kostspielige Vollentsalzungs- 
anlage vorgeschaltet werden. 
Eineweiterewichtige Aufgabe wardie Beleuchtung. 
ich hatte kein wirklich befriedigendes Vorbild in 
anderen Museen gefunden. Nach langen Studien 
und Modellversuchen entschloß ich mich zu einem 
geschlossenen blendungsfreien Lichtband aus so- 
genannten Schultafelleuchten. die so angeordnet 
wurden, daß die Zone der größten Helligkeit 
an der Wand in Augenhöhe, also auch in Bildmitte 
liegt (siehe Abb. 4). Am Lichtband angebrachte 
Steckdosen und Halterungen ermöglichen nach 
Bedarf die Anbringung von Strahlern zur punkt- 
weisen Beleuchtung von Einzelwerken. Räume mit 
Stuckdecken sind an unauffälliger Stelle mit 
Strahlern ausgestattet (Abb. 3). 
Beim System der Bilderaufhüngung ist wie bei 
der Beleuchtung auf möglichst flexible Verwend- 
barkeit Wert gelegt. Je nach Anordnung der 
Aufhüngebügel in einer Metallschiene können 
die Bilder entweder direkt an der Wand oder 
mit einem Abstand von 10 cm frei aufgehängt 
werden. Dem Feuer- und Einbruchsschutz dienen 
eine automatische Brandgasmeldeanlage im Bilder- 
depot und eine Alarmanlage mit Unterbrecher- 
tastern bei allen Außentüren. 
Der Besucher betritt das Gebäude direkt von der 
Straße aus über die gleichfalls restaurierte Burg- 
kapelle. von dort gelangt er über eine Treppe 
in den Eingangs- und Kassenraum und macht dann 
den Rundgang zuerst durch die Ausstellungssöle 
und zurück über die Arkadengange. die mit den 
dort aufgestellten Skulpturen oder Wechselaus- 
stellungen einen wesentlichen Bestandteil der 
Galerie bilden. 
Die Gesamtkosten der Ausbauarbeiten betrugen 
2.600.000 S, davon entfielen 300.000 S auf die 
Restaurierung der Burgkapelle. Arn 21. Juni 1965 
ist die Kürntner Landesgalerie feierlich eröffnet 
worden. 
S 

	        

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