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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 94)

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Von Herrn Wilhelm Fleischmann, Terrecotta- und Papiermuche-Febriknnt in 
Nürnberg, eine Imitation des bekannten, sogenannten Forstefschen Ofens im Nürnberger 
Museum; ferner ein Reliefteller, ebenfalls Imitation, 
Von Herrn Custos Ritter v. Frauenfeld ein chinesischer Alter, eogen. Josshuus. 
b) Fiir die Bibliothek. 
Die Bibliothek des österr. Museums hat im Laufe des Jahres 1866 ebenfalls mhl- 
reiche Geschenke erhalten, und zwar: 
Von Sr. kniserl. Hoheit Herrn E1111. Albrecht (Kabrlogey, vom k. k. Stunte- 
m i n i e t e r i u m (Pnblientionen der Wiener nßauhiitte"), ferner von Herrn Dr. B eck in 
Aachen, von Herrn Sectiousrzth Walther, von Frau Baronin von Goethe, von Herrn 
Diroetor Karmursch in Hannover, von Herrn Historiennmler Jos. Schönmnnn u. A. m. 
X. 
Erwerbungen des Museums durch eigene Reproduction. 
a) Photograpbisches Atelier. 
Die im vorigen Jahre gemachten Wahrnehmungen in Beziehung auf den Absatz 
der Photographien des Museums haben sich auch im Laufe des Jahres 1866 aufs Neue 
bestätigt. Bei weitem den besten Abgang iinden die Photographien nach Haudzeichnnngen 
berühmter Meister, welche nicht nur von zahlreichen Kunstfreunden und Sammlern, sondern 
als ein ausgezeichnetes Mittel zur Bildung des Schönheitssinnes und der künstlerischen 
Anschauung auch von Kunst-, Real- und Gewerbesebulen, namentlich des Auslandes, sehr 
gesucht werden. Verbältnissmlssig weniger beliebt sind die Photographien von Objecten der 
Kleinkiinste, z. B. von Thongefassen; von anderen Objecten der Kleinkiinste, z. B. von Gold- 
schmied-Arbeiten, haben dagegen die Photographien einen günstigen Abgang gefunden. 
Im Jahre 1866 war die Direction des Museums in Folge der ungünstigen Zeitver- 
hiiltnisse nicht in der Lage, eine neue Reihe photographischer Reproductionen herauszu- 
geben, die Vorbereitungen üir die Publication der III. Serie der Photographien sind jedoch 
soweit gediehen, dass dieselbe schon im Beginne des Jahres 1867 wird stattfinden können. Zu 
gleicher Zeit wird eine neue Special-Pnblication des Museums verößentlicht werden, welche 
die in den ersten Monaten des Jahres 1866 im österr. Museum zur Ausstellung gebrachten 
prachtvollen byzantinischen Biichereinbände aus der Marcns-Bibliotbek zu Venedig zum 
Gegenstand hat und aus einem ausführlichen vom Custos Falke ausgearbeiteten wissen- 
schaftlichen Texts und l0 photographischen Beilagen bestehen wird. Zur Herausgabe dies er 
Speeial-Publieation wurde die Direction durch den glücklichen Erfolg der im Jahre 18 65 
erfolgten Publication über die burgimdiscben Gewänder ermutbigt. 
Mit dem Beginne des Jahres 1867 siebt sich jedoch die Directiou des Museums 
genöthigt, die Preise der photographischen Reprodnctionen im Einblicke auf die hohen 
Agio-Verhältnisse in Silber zu berechnen, da eine Veränderung an dem Ausxnasse 
der Preise bei dem Wechsel des Agio besondere Schwierigkeiten darbieten würde und die 
Beibehaltung der gegenwärtigen nasser-ordentlich niedrigen, die eigenen Erzeugnngs- 
kosten nur wenig übersteigenden Preise in österr. Währung Bank-Valuta mit empfind- 
licbem Verlust für das Budget des Museums verbunden wäre. 
b) Gypsgiesserei. 
Die Ergebnisse, welche die Gypsforrnerei des Museums im Jahre 1866 geliefert hatt 
sind im höchsten Masse befriedigend, sowohl was die künstlerische Seite des Unterneh- 
mens, als was den Absatz anbelangt. Es sind eine Reibe interessanter und kunstvoller Ob- 
jecte, in den meisten Fällen iiber specielles Verlangen von Fachmiinnern, geformt werden, 
deren Abgüsse in den Schulen des In- und Auslandes sowie theilweise auch von Seite des 
kunstliebenden Publicums äner sehr lebhaften Nacbbage begegneten. Das Verzeichniss 
der in der Gypsgiesserei des österr. Museums reproducirten Originalgegenstände, dessen 
Ergänzungen jederzeit durch die "Mittbeilungeu des österr. Museums" zur Kennmiss aller 
Betbeiligten gebracht werden, hat mit dem Ende des Jahres 1866 die Nr. 100 erreicht. 
Die Gesammtzabl der seit dem Beginne der plastischen Beproductionen abgesetzten 
Gypsabgiisse hat bis Ende des Jahres 1866 bei 1700 Stiick betragen.
	        

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