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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 94)

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1x 11111, F11111111111r11.111111.-_ 1445 . 104.4 1111. 1904 
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1511-5115 1111, 1-1113 
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ANMERKUNG (1 
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geschaliienen Plakaten zusehends einer hlas- 
sen Dekorarionskunst und konnte so den 
heimischen Künstlern keine fruchtbare 
Anregung geben. 
hlit gewisser Berechtigung kann man den 
tschechischen Plakaten auch jene angliedern, 
welche von Künstlern anderer Nationen 
während ihres Aufenthaltes in Böhmen 
geschaffen wurden. Den unbestritten be- 
deutendsten Platz unter ihnen nimmt limil 
()rlik (l870il932) ein und innerhalb seines 
umfangreichen graphischen Werks vor 
allem das Plakat für G. Hauptmanns Stück 
„Die VUcber" (1897). 
Wenn wir kurz die typischen Merkmale des 
sezessionistisehen Plakats in Böhmen zua 
sammenfassen, können wir feststellen, daß 
es trotz der ziemlich ungünstigen provin- 
ziellcn Bedingungen sehr bald ein hemer- 
kenswertes Niveau erreichte und, im liin- 
klang mit der zeitgenössischen Entwick- 
lung, völlig nach den progressiven Zielen 
der Sezession orientiert war. Obwohl das 
Plakat am Rande des eigentlichen Schadens 
der Künstler entstand, von denen sich kein 
einziger darauf spezialisierte, konnte doch 
eine spezifische Form geschaffen werden, 
die sich in ihren Qualitäten mit dem übrigen 
liuropa zu messen vermochte. 
typisch für das damalige tschechische Plakat, 
daß es, von Paris beeinflußt, eher einer frei 
gezeichneten Bildkomposition vor der 
typographischen Anordnung 
eines Textplakates (mit Ausnahme von 
Preissig) den Vorrang gab. Aber zum 
Unterschied von Paris und einigen weiteren 
europäischen Städten (Wien, London, Brüs- 
lis war 
nüchternen 
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Form nicht das Werk weniger (wenn wir 
von dem ausgeprägten Anteil Preislers 
absehen), sondern entsprang der Zusammen- 
arbeit einzelner Künstler des Vereines 
„hlanes". Trotz ihres künstlerischen Ranges 
übten diese Plakate infolge ihrer geringen 
Zahl und ihrer zumeist kulturellen Thematik 
keinen nachhaltigen Einliuß auf die übliche, 
kommerziell orientierte Produktion aus. 
Einige von ihnen werden heute zu den 
Frühwerken der modernen tschechischen 
Kunst im ersten Jahrzehnt dieses jahr- 
hunderts gezählt. Sie interpretierten sogar 
manche ihrer Impulse mit den ihnen eigenen 
suggestiven Propagandamitteln in der breiten 
ÖHentlichkeit. 
Das rasche Abklingen der Sezession in den 
jahren vor dem ersten Weltkrieg wirkte 
sich auch in der Plakatkunst in Böhmen 
aus, die zum Teil einer Stagnation und 
überlebten Konvention ierliel, zum Teil 
aber ihre künstlerische Lebensfähigkeit vor 
allem in clen zwanziger Jahren in einer 
weiteren fruchtbaren Entwicklung unter 
Beweis stellte. 
Das tschechische Plakat hat hisher noch 
nicht den ihm gebührenden Platz in jenen 
internationalen Ausstellungen gefunden, 
welche in den letzten jahren neuerdings 
den Anteil der Sezession im Rahmen der 
modernen Kunstß hervorhoben. Es ist 
unbestritten, daß manch eines dieser Plakate 
das Bild dieses Kunstzweiges in West- und 
Mitteleuropa durch den melodischen Ton- 
fall seiner Poesie bereichert und ergänzt 
undsodieVielseitigkeitjenes„Artnouveau" 
um die Jahrhundertwende bestätigt.
	        

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