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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 94)

"-3 w. ..-.......o-....-..-.. ............  -... neu... 
sie schafft gültige moderne Menschenbilder mit 
einem psychologischen Tiefgang. bei dem es nicht 
um Sensationen, sondern um die Ausleuchtung 
des Menschlichen schlechthin geht. Die Flüchtig- 
keit und Wandelbarkeit alles Seins wird hier Bild, 
und das schicksalhafte Verfließen. Ein- und Unter- 
gehen in der anonymen Masse." 
In der "Furche" betonte Claus Pack: ,.Es sind sehr 
gute. ja hervorragende Zeichnungen. dort. wo 
ihre große menschliche Anteilnahme, die ganz 
nahe an der Empfindung der sozialen Wirklich- 
keit da ist. ihren einfachsten Ausdruck findet. Dort. 
wo sich das Flüchtige der Erscheinung und des 
Erlebens mit einem lapidaren Ausdruck verbindet. 
Etwa in ..dem Mann mit den Stöcken". dem ..Neu- 
geborenen" und anderen Blättern, in denen über 
Atmosphäre. Schiele, Kokoschka und Expressio- 
nismus hinaus plötzlich etwas auf bestürzende Art 
konkret wird H." 
Ähnlich Peter Baum in "Oberösterreichische Nach- 
richten". Er verwies darauf. die Künstlerin tixiere 
„gleichnishafte Momente des menschlichen Da- 
seins". Er schrieb: ..Die Wirklichkeit. mit der uns 
Annelise Karger konfrontiert, hat nichts mit 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Annelise Karger. Drei Personen. 1963 
Annelise Karger. Die Weißblonde. 1960 
Annelise Karger. Menschen in der Reihe. 1963 
Annelise Karger. Leute im Winter. 1963 
Annelise Karger. Neugeborenes. 1959 
 
w.  ....-..,.......,... u... ......,.... uclsci 
..Volksblatt" daraufhin, Er fand eine einpräg 
Metapher für ihre Zeichenkunst: ..Die schc 
ihrer Zeichnungen vermitteln das Gefühl 
reichten die Nerven der Künstlerin bis in die 
spitze." 
Otto Breicha schrieb ihr im "Kurier" ..bei B 
im Aktsaal geholtes grundsätzliches Rustzeug' 
"Instinkt" zu. Dr. Liesl Koller-Glück (..L. 
von derHArbeiter-Zeitung" vermerkte: .,Hie 
es. eine lllustratorin zu entdecken." (Au 
illustratorischen Fähigkeiten der Künstlerin 
übrigens auch Claus Pack hingewiesen.) 
Ablehnende Kritik gab es überhaupt keine 
zwei Kritiker machten kleine Einschränkui 
Breicha fand in einigen Zeichnungen "Schwi 
und Blüßlichkeiten". und Herbert Berger ve 
darauf. daß die hochgespannte Sensibilität . 
immer durchgehalten" wird. Das sind 
Selbstverständlichkeiten. kein Zeichner bring 
..hundertprozentige" Blätter hervor. Im gc 
ist das ein schöner Prestigeerfolg für Ann 
Anders freilich der Verkaufserlös. Dieser lä 
wünschen übrig.
	        

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