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Volltext: Alte und Moderne Kunst XII (1967 / Heft 95)

BUCHBESPRECHUNGEN 
 
 
Gosudatstwen Muxei lsobratelniictt Imen 
A. S. Puschklna - Sapadnoewropeiskaia 
Schiwopis i Skulptura. Redaktion: Prof. 
B, K. Wipper. lsdalelstwo "Sowjetskij 
Chudoschnik". Moskwa (1966). 
Diese Publikation erschließt die Schätze des 
Puschkin-Museums. soweit sie dem eura- 
päischen Kulturbereich entstammen. einem 
breiteren Publikum. Leider ist der repräsen- 
tative. mit 115 zum größten Teil farbigen 
Bildtafeln ausgestattete Band lediglich in 
russischer Sprache abgefaßt. Allerdings sind 
im Blldteil wenigstens die Künstlernamen in 
den Originalsprachen wiedergegeben. das 
Bildverzeichnis erfuhr in seiner Gesamtheit 
eine Ubersetzung ins Englische. Bedauerlich 
ist auch die Tatsache. dali das Buch in 
reproduktions- und drucktechnischer Hin- 
sicht so manches zu wünschen übrig läßt. 
Die Folge der Reproduktionen ist chrono- 
logisch und nach Schulen geordnet, Am 
Anfang stehen prächtige lkanen. unter ihnen 
ein Panteleiman des 11. und eine Apostel- 
synaxis des 14. Jahrhunderts. Besonderes 
Interesse verdient ein byzantinisches Elfen- 
beinfragment des 11. Jahrhunderts mit Dor- 
stellung der Kranung des Kaisers Konstantin 
Monomachos. Eine italobyzantinische Riesen- 
ikone mit thronender Madonna leitet über 
zu einer Magdalena VDrl Lippa Memmi und 
einem Michael des Spaniers Pedro Espalar- 
gues. Und nun beginnt der Reigen der 
großen italienischen Meislernamen: Botlicelli. 
Baltraftio, Parmigianino. Bronzina. Savtiali 
und veranese dienen gewissermaßen als 
Sockel für Et Greca. der mit dem berühmten 
Porträt des Don Rodrigo Vazquez bßtens 
vertreten ist. Nun folgert Werke der deutschen 
(Meister von Melikirch, Cranach d. A.) und 
niederländischen Schule (Beuckelaer. Gos- 
saert. Mostaert, van Goten. P. de Haoch, 
Rembrandt und sein Kreis). Einige Flamen 
setzen den Reigen fort; wir nennen Rubens, 
lordaens und Snyders. Mit einer Reihe 
wichtiger Spanier (Pereda. Zurbaran). Ita- 
liener (Strozzi. Magnasce), Franzosen (Paus- 
sin, Lorrain. Largllliere. watteau. Boucher. 
Fragonard, Chardln. Houdon, ColTteri) und 
Venezianer (Canaletto. Tiepalo. Guardi) 
sowie einigen Engländern (Lawrence. Con- 
stable) wird die Überleitung vom 17. zum 
beginnenden 19. Jahrhundert hergestellt. 
Uber all diesen Meistern leuchtet der Name 
Goya (Nonne auf dem Totenbett). 
Die besten und berühmtslen Objekte der 
Sammlung werden von Werken französischer 
Meister des 19. und beginnenden 10. Jahr- 
hunderts gebildet: wir begnügen uns mit 
der Nennung der Namen carat, Delacroix, 
Daubigny. Millet. Courbet, Barye. Carpeaux, 
Monticelli, Monet, Pissarra. Sisley, Renoir. 
Degas, Meunier. Rodin, Gauguin. Cezanne. 
van Gogh, Matisse. Maillol. Vuillard. 
Bonnard und Picasso (mitdrei Hauptwerkenl). 
Merkwürdig berührt es. daß am Ende der 
mit großer Sachkenntnis vorgenommenen 
Werksauswahl ausgerechnet eine „Najade" 
von Georg Katbe steht. 
Ernst Kötler 
Josef Giesen. Europäische Kinderbilder. Die 
soziale Stellung de: Kindes im Wandel der 
ZoiLVerlag Karl Thiemig KG.München 
(1966). 168 Seiten. zahlreiche. Z. T. 
ganzseitige Farb- und Schwarzweiß- 
abb.. Ln. 
Das Schlußwart dieses prächtig ausgestatteten. 
in technischer Hinsicht als vollkommen an- 
zusprechenden Bandes drückt aus, worum 
es dem Autor ging: .,Diese Betrachtung soll 
zeigen. was schon alles für das Kind ge 
schehen ist. wie und auf welche Weise das 
Kinderleben gefördert wurde. soll uns 
falsche Wege kritisch bedenken und gut 
gewachsene Traditionen erkennen lasen, 
um endlich dem Kinde das zu geben. wssen 
es bedarf..." Und etwas früher heißt es: 
"Ziel der Arbeit war, am Bilde und aus 
seiner Gestaltung wesentliche Züge kind- 
lichen Lebens zu erläutern und dabei auch 
die jeweilige Stellung des Kindes in der 
Gesellschaft aufleuchten zu lassen." 
Giesen ist selbst Kunsthistoriker, Kunsterzieher 
und Maler und bringt geradezu ideale 
Voraussetzungen zur Lösung der selbst- 
gestellten Aufgabe mit, Der Bogen des 
Buches ist weit gspannt; es hebt mit einer 
Besprechung sardischer Bronzen des a. Jahr- 
hunderts v. Chr. an und endet mit einer 
Betrachtung des Kinderbildnisses ..Bob" von 
Paul Klee. Entscheidend ist. daß der Akzent 
der Abhandlung ebenso auf sozialen und 
pädagogischen wie auf historischen und 
ünstlerischen Problemen ruht. daß also eine 
neue Art ganzheitlicher Zusammcnschau 
verwirklicht wurde, die bei dem an sich 
nicht gerade selten abgehandelten Thema 
kaum jemals Anwendung fand. Giesen zeigt 
uns. wie man in der klassischen Antike über 
das Kind dachte und es darstellte, er be- 
leuchtet die Stellung des Kindes im Mittel- 
alter (in Leben und Kunst) und zeigt. wie 
die neuhumanistischen Bestrebungen der 
Renaissance die Kindererziehung ebenso be- 
einflußte wie die Kunst. die sich der Kinder- 
darstellung widmete. Das 1B. Jahrhundert 
bringt die Wandlung vom ..Pulto-Kind" zum 
kleinen. durchaus problematisch. ja unbarm- 
herzig gesehenen Lebewesen. wie Goya es 
erschaute. Nach dem "Jahrhundert des 
lntellekts" kommt das klassizistisch-rcman- 
fische. materialistischrhistorische 19. Jahr- 
hundert, in dem die Frage nach dem Kind 
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wiederum aus ganz anderen. z. T. heute 
nach gültigen Blickwinkeln gesehen wird. 
Daß das 10. Jahrhundert entgegen der 
Behauptung van Ellen Key nicht das iitahr- 
hundert des Kindes" geworden ist. mag mit 
der uns selbst als Zeitgenossen kaum var- 
stellbaren Barbarisierung zusammenhängen. 
die sich in unserer Zeit vollzieht. Massen- 
verschickungen und wernlchtungen haben 
vor dem Kinde ebensawenig halt gemacht 
wie die kommerzielle. psychologisch fun- 
dierte Ausbeutung. deren allererstes Opfer 
gerade im Zeitalter des allgemeinen Wohl- 
standes das Kind ist. Vielleicht ist hier der 
einzige schwache Punkt in Giesens Abhand- 
lung: man kanr Picassos späte Kinderdor- 
stellungen nicht anders verstehen denn als 
Symptome einer bedrohlichen Enlhumanl 
sierung. die bei Klee gelegentlich 7ur In- 
fantitisierung wird. 
Ernst Köller 
Felix Braun. Anrufe des Geistes, Verlag 
Styria. Graz-Wien-Koln.1965.Essays. 
Reden, Erinnerungen, 165 Selten, 
Felix Braun. jener Weise und Dichter, dem 
noch die graßen Begegnungen mit l-luge 
von Hotmannsthal. mit Rainer Maria Rilke 
bschieden waren. schenkt uns hier eine 
Sammlung seiner Erkenntnisse. Einblicke und 
Berichte von Lebensstationen. In 15 ver- 
schiedenen Arbeiten tritt uns in einer form- 
vollendeten Sprache immer wieder der 
Mann mit dem auf das Unendliche ge- 
richteten Blick entgegen. Da ist als erstes 
die ..Rede an die jungen Künstler". Es ist 
die Rede eines Verehrers Kloostocks. Jean 
Pauls. aber auch T, S. Eliot und Garcia Lorcas. 
eines Verehrer: Mozarts. aber auch hin- 
gebungsvollen Hörers des ..Woz2ek" von 
Alban Berg. eines allen Mannes. der die 
Stilleben Picassos und die Skulpturen Henry 
Moores liebt. Und wenn Braun in dieser 
Rede von der pfingstlichen Kunst spricht, die 
die Flamme des Geistes nicht nur in den 
Sternen und Rosen, sondern auch im ge- 
ringsten Halm und Stein sieht. so muß man 
zustimmen, Doch muli man dann nicht 
auch die ausgequetschte Rasiertube. das 
weggeworfene Zahnbürstchen und n- 
lichs. das uns die Pop-art vor Augen führt, 
in eine andere Ebene hebt. gelten lasseni 
Braun formuliert so schön und richtig: .,Die 
bildende Kunst (endet) in der Bewahrung 
alles den Augen Dargebotenen und seine 
Rückerstattung an das Himmlische." Jawohl, 
Rückerstattung! Denn: nAlles. was ist. und 
sei es auf welche Weise auch immer - 
sofern es seiend ist ist es gut" (Thomas von 
Aquin, Summa 3, 7 . Alles kommt aus Gottes 
Hand. und in der schönen Schilderung seines 
Aufenthalts in Padua spricht Braun vom 
Heiligen, der den Fischen predigte. Auch 
hier sind s "untergeordnete" Lebewesen. 
die der Worte eines hl. Mannes würdig 
gefunden wurden. - Eine andere Ab- 
handlung ist dem "Philoktet" des Sokrates 
gewidmet. dem Drama der menschlichen 
Unlulänglic keit". eine spricht von ..Troitus 
und Cressida" von Shakespeare. eine von 
Catutl. von Torauato Tasse. Erinnerungen 
an Palermo, Pisa und England tauchen auf. 
die Heimkehr-Rede folgt und jener schöne 
„Brief über die Heimkehr". der nach dem 
Krieg so viel Zuversicht gab; Zeilen über 
Rudolf Kassner schließen an und mit dem 
Aufsatz über "Das Menschenantlitz in der 
Kunst" schließt das Buch. Wir sehen also 
am Anfang und am Ende den Dichter mit 
der Kunst und im besonderen mit der bil- 
denden sich beschäftigen. Und wieder diese 
goldenen Worte. auch, und im baonderen 
Maße. unserer Zeit gesprochen: "Die Zeit. 
in der die Künstler erwachen. bstimmt mit. 
wie sie ihre Aufgabe begreifen und lösen. 
Aber sie begreifen und lösen ihre Aufgabe 
nicht aus Willkür. sondern aus Notwendig- 
keiten." Mit diesem Satz, so will es uns 
scheinen. hat Braun. sich selbst auch und 
uns, alle folgenden Sätze, diese Sätze voll 
banger Fragen, beantwortet. denn. um 
wieder Thomas von Aquin (disputatoe de 
veritate 11.1) zu Zitieren: "Alle Wesen 
streben von Natur zu Gott 7 nicht ausdrück- 
lich. aber einschlullweise." 
  
Alois Vogel 
Adalbert Pitch. Gemälde-leicht:ungen-Brief- 
marken. osterr, Bundesverlag für Un- 
terricht. Wissenschaft und Kunst. 
Wien (1966). 
Pitch. 1917 in Wien geboren. ist schlicht und 
einfach das, was man einen Realisten nennt. 
Er ist als Kriegsmaler. Illustrator, Wand- 
bitdgestalter, Topograph. Porträtist und vor 
allem (seit 1956) als Schöpfer von Brief- 
markenentwürfen hervorgetreten. Seine be- 
kanntesten Werke auf letztgenanntem Gebiet 
sind die ,.Jagdserie" (1959), die Europa- 
marke 1960, die Serien "Olympia 1963", 
..UPU 1964" sowie die Sondermarke „Kunst 
der Donauschule" (1965). Durch seine Ver- 
bindung zum Verkehrsministerium durfte er 
Porträts der Minister Waldbrunner. Probst 
und Weiss schaffen. doch auch Bildnisse der 
Bundäpräsidenten Renner. Kärner und 
Schärf entstammen seinem Pinsel. 
Pilch istndie Gabe des Sichbscheidens ge- 
geben. Ahntichkeit. leichte Lesbarkeit. be- 
tonte Unkompliziertheit. Sauberkeit in der 
handwerklichen Ausführung. Klarheit der 
Diktion sind die Maximen. nach denen dieser 
Künstler „jenseits der Zeit" arbeitet. Be- 
sondere Verdienste hat er sich mit einer 
Folge von Zeichnungen erwarben. die im 
Autlrag des N0. Landesmuseums entstanden 
und den Zweck hatten. untergehende Natur- 
und Kunsldenkmale festzuhalten. Will man 
Pilchs Schaffen unter ein Motto stellen. so 
müßte dies lauten: "Die Dinge festhalten. 
wie sie sind. waren oder sein könnten." 
Eine Würdigung dieses Nachfahren des 
19. Jahrhunderts verfatlte Friedrich W. Zell- 
berger. 
Ernst Kalter 
Museum der bildenden Künste Budapest - 
Holländische Landschaftsbilder, Van Agnes 
Czahor. Carvinia Verlag (Budapest 
1967). Mit 48 farb. Bildtafeln. 
Die konsequente Verüftentlichlmg der 
Schätze des Budapester Museums der bil- 
denden Künste hat dazu beigetragen, den 
bisher viel zu wenig bekannten Rang der 
ungarischen Donaumetropole als einer Ställe 
der Kunstpflege ins rechte Licht zu rücken. 
Sicherlich ist die holländische Landschafts- 
malerei - verglichen etwa mit den Be- 
ständen an Werken spanischer Maler 7 
nicht gerade die allerstarkstc Seite dieser 
Sammlung. doch sind die in vorliegendem 
Band ausgewählten und abgebildeten Werke 
von hohem bis höchstem Rang und legen 
Zeugnis ab von der für die Goethezeit so 
typischen Freude an jeglicher der Wirk- 
lichkeit zugetaner Kunst und der mit der 
Liebe zu ihr verbundenen Sammeltätigkeit. 
die in Ungarn mit dem Fürsten Nikolaus 
Esterhazy ihren Höhepunkt fand. In der 
Sammlung sind z. B. Salamon von Ruysdael 
mit neun, Jan van Goyen und Aert van der 
Neer mit je sieben Gemälden vertreten. 
Neben den eben genannten Künstlern bringt 
der Bildteil Gemälde von HendrickAvercamp. 
Dirck Dalens, Cornelis van Poelenburgh 
(ausnahmsweise keine mythologische Schwei- 
nerei) Jan Asselyn. Pieler van Laer. Jan 
Bclth. B. Weenix, Rembrandt und G. Dau 
(Gemel schaftsarbeit). Jan van Goyen. Wou- 
ter Kftljf. A. J. van der Croos. Jacob van 
Ruysdaet, Meindert Hobbema, Vermeer van 
Haarlem. C, G. Decker. Roelof Jansz. de 
Vris. Jan de Lagoor. Simon de Vlieger. 
Jan Wynants. Allaert van Everdingen. 
Aetbert Cuw. Anthonie van Borssom, 
P. Potter. Ph. Wouwerman. Wlllem van 
de Velde d. J.. Abraham van Beyeren und 
Jan Beerstraaten. Wie man sieht, erscheinen 
neben berühmtesten Namen manche weniger 
bekannte, deshalb aber nicht weniger auall- 
tätvolle Künstler auf. Wesentlich erscheint 
uns die Feststellung. daß die Kollektion auch 
manches Atypische enthält. wie etwa eine 
"Stürmische See" von Abraham van Beyeren 
oder eine Flußlandschaft mit Baumen von 
Simon de Vlieger. Ausgezeichnete. konzise 
Einführung! 
 
Ernst Koller 
Helga Aichinger. Der Elefant. die Maul und 
dir Floh. Friedrich Middelhauven Ver- 
la . S Köln-Mühlheim. 1966. Z8 Seiten. 
S Farben, Gtanzfatien-Einband. 
Mit disen 28 Seiten hat die. 1937 geborene 
und in Linz lebende Künstlerin ein relzendes 
Kinderbuch gschaffen. das mit seinen groß- 
flächigen Farbgestattungen. mit seiner hu- 
morvollen. für das Kind leicht erfaßbaren 
Tierphysiognomik und der für die s-ajdhri- 
gen leicht überschaubaren, kurzen. ein- 
fachen Fabel, ein geschlossenes Ganzes bildet. 
Die gediegene Ausführung beginnt schon 
beim Umschlag mit seinem leuchtend raten 
Luftballon und setzt sich über das künstlerisch 
sbrgtdltig gestaltete varsalzpapier bis zu 
dem dunkelgrünen. gefleckten hinteren 
Deckel fort. Die von Helga Aichinger ge- 
zeichneten Tiere haben. in ihrer dem 
Gestalten des Kindes entsprechenden Naivi- 
tal. etwas ungemein Sympathisches. Mit 
wenigen Farben und einer zielbewurllen 
sicheren Linienführung gelingt es der Künst- 
lerin. deren Werke bereits von verschiedenen 
bedeutenden Museen m wie Museum of 
Modern Art. New York. und Stedelijk-Mu- 
seum, Amsterdam A angekauft wurden, 
Spannungen in ihren Blattern zu erreichen. 
wie wir sie gerade auf dem Gebiete der 
Kinderbuchillustration nur selten finden. Die 
Couleurs, gemischte Töne. haben etwas 
Beruhigendes. Selbst dort. wo die wandern- 
den Tiere dem riesigen. feurigen Ball der 
Sonne gegenüberstehen. wie es das Bild der 
Wüste zeigt. werden durch die gebrochenen 
Gelbtöne wie durch die beschwingte Me- 
lodie der Berge und Täler ausgleichende 
Akzente gesetzt. 
Gerade in Österreich wird seit Jahren 
immer wieder vom guten Kinderbuch und 
seiner Illustration gesprochen und die ver- 
schiedensten Bemühungen dafür unternom- 
men. Hier hat uns eine Künstlerin einen 
Beweis in dieser Richtung abgegeben, der 
die zuständigen österreichischen Verlage auf- 
nierken lassen sollte. 
Alois Vogel 
Varbargana Kostbarkeiten. Kunstwandarun- 
gen abuits der Hauptstraße. a. Rund um 
Milnc an III (Siidwßt). "Allgä und Pfaffen- 
wink  Von Ursula Pfistarma er. verlag 
Hans carl, Nürnberg (1967). 
Die Serie "Verborgene Kostbarkeiten". 
deren bisher erschienene Bändchen wir an 
gleicher Stelle bereits besprechen konnten. 
wird mit einer Behandlung jenes Gebietes 
 
fortgsetzt. das an das westliche T 
an vararlberg im Norden angren: 
besonders reich an erlesenen Kunst: 
von denen wir an dieser Stelle l 
Hochaltar der Piarrkirche von Ba. 
dorf. ein Hauptwerk Jorg Lederer: 
die Kirche von Blutenbura an der Pe 
van München mil ihren 31 Glasg 
van 1497, den Schnltzflguren des , 
der Blutenburger Apostel" und d 
Jan Polack zugeschriebenen Altaret 
den spätromanischen Kruliftxus vor 
brunn (um 1250) und die Fresken de 
van zell bei Oberstaufen herv 
mochten. Auf eine Nennung der zah 
Denkmdler barocker Kirchenkunst 
wir leider verzichten. 
Ern: 
Werner Y. Müller. Giotto als Syml 
Arena-Kapelle zu Padua. Benteli 
Bern. 
Das Beste an diesem schmalen Hef 
der beigelugie Sleckplan mit der A 
selung und Umzelchnung der Fre 
der Cappella degli Scrovegni. Anson: 
der Autor krampfhaft bem' t, n; 
zu sein. Das bedeutet bei ihm eil 
stellung. die auf romanhafte Elemel 
verzichten zu kbnnen glaubt und si 
dazu eines Ubermaßes an Ausrufung 
bedient - als ab der "Ungeblldete" 
ndOOfH im nlederdeutschen Ursi 
Worts, also "taub" wäre und ma 
nur schreiend mit ihm reden könne. 
Im Nachwort wird Marc Aurel ziti 
behauptet hat: "Alles ist Vorstellung 
auch Goethe wird bemüht. der zu 
v. Mutter am B. e. 1s11 sagte: .All 
nur symbolisch zu nehmen. und 
steckt noch etwas anderes dahinte 
sind überzeugt. darl sowohl Marc A 
auch Goethe wiirdigsre Baschreibun 
Arena-Kapelle geliefert hätten. 
  
Ern: 
Flaridus Röhrig. Alte Stifte in ösl 
Bd. II: Steiermark. Kärnten. salzbur 
vararlberg. Schrott Verlag. Wie 
chen (1967). 
Diäer Band ist Glied in einer K! 
den Titel "Schrott Kulturführer" lri 
Akzent liegt auch bei vorliegender 
tian aufdem Worte ..Kullur". es wi 
versucht. einen Dehio-Ersatz zu liefel 
dafür erfährt der unverbildete Les 
viel über Wesen und Aufbau der e 
Ordensgemelnschaften. über die Ti 
Hablte der Ordensangehorigen. u 
Leben und Wirken der Klöster. w. 
für den Autor ist die Tatsache. daB 
handelten Stifte als solche nach let 
"erloschenen" Stifte werden mit AL 
von Gurk in einem gesanderten 
behandelt. Südtlrol ist in den Ban: 
zogen. selbstverständlich ohne jeden 
nistischen Akzent. Die Beschreibung 
einzelnen Klotsterkamplexe sind in sc 
allgemein verständlicher. knapper 
gehalten. die allerdings gelegentl 
Gemeinplätze nicht herumkommt. Gi 
farbige Pholoreproduklionen und 
wenige) Pläne runden das Bild d 
pathischen Publikation ab. E 
rns 
EINGELANGTETBÜCHER: 
Aus dem Corvina Verlag, Budapest 
Miklös Mojzer. Holländische Genl 
17 Seiten Text. 4B Farbtafeln. Leinen 
tlona R. Tombor. Alle ungarische Sc 
malereien 15.-19. Jahrhundert, 6! 
Text. 48 Abbildungen, Leinen. 1967 
Aus dem verlag Jugend und Volk. 
Walter Koschatzky. Ecce homo m Eil 
m Sussmann, 10 Seilen Text, Z5 grl 
Blätter. Leinen. 1967 
Robert Waissenberger. Arnulf N 
38 Seiten Text, 48 Bildtafeln. Leinen. 
Aus dem verlag Karl Thiemig, Miir 
Walter Romstoeck. Der Maler Hannes 
ker, 92 Seiten mit zs farbigen c 
Wiedergaben. 29 Schwarzweitltafe 
a Zeichnungen, Leinen. 1967. DM 11. 
Anni Wagner. Anllilz und Geslalt.19 
mit a9 ganzseitigen farbigen und 
farbigen Gemäldewiedergaben. Leim 
DM 88.-
	        

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