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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIII (1968 / Heft 96)

 
 
Naturbild ist bar jeglicher Bedrohung und Düster- 
nis, für ihn ist Natur gleich Quelle des Schönen. 
Augenweide und Trost. unbefleckt von Psycho- 
logismen. Respekt und Distanz sind ihm selbst- 
verständlich. Nie ist sie Gefäß für Exhibitionen. 
Anton Muhringer ging aus der Nötscher Schule 
hervor. Als Stuttgarter Akademieschüler Anton 
Koligs kam der gebürtige Schwabe 1929 nach 
Kärnten, um in Koligs Werkstatt an den später 
vernichteten Landhausfraken in Klagenfurt mit- 
zuarbeiten. Mit wenigen, technisch mangelhaften 
Photographien ist uns sein Beitrag an diesem 
Werk, diesem impulsiven Aufbruch einer neuen 
Kunst in Kärnten, dokumentiert. Aus dem Schüler 
Kolig: wird ein Verehrer Franz Wiegeles; orga- 
nisch setzt sich bei Mahringer fort, worum Wiegele 
rang, wird weitergeführt in eine nächste Genera- 
tion, deren Erkenntnisse ihn abermals bereichern. 
Das Gewachsene, gleichermaßen umweltbedingte, 
wie das Persönliche in Mahringers Entwicklung 
gibt seiner Kunst Rang und Ethos. Was Kolig und 
Wiegele im Figuralen leisteten, konnte Mahringer 
im Landschaftsbild einholen. Die einmal empfan- 
genen Impulse waren so stark, daß sie billige 
Anlehnung an extreme modernistische Strömungen 
unmöglich machten. Und nur so bleibt ihm der 
Weg offen, den viele zeitgenössische junge Künstler 
verpönen und verpönen müssen: das Streben nach 
Perfektion im einligen. ein Lebensprogramm fül- 
lenden künstlerischen Konzept, 

	        

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