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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIII (1968 / Heft 97)

Alois Vogel 
DER BILDHAUER 
JOANNIS AVRAMIDIS 
1 Joannis Avramidis. Gruppe mil Plasäiken, Figur m. 
absolute Figur, Kugelügur. 1959160. Gips auf Alu- 
minium. Bronze. Aluminiumkonslrukiion 
Jahrtausendealte Überlieferung. ionisches Form- 
emptinden, das Erbe eines freien, weltoffenen 
Geistes. das sind die geheimen Morgengaben. die 
dieser Künstler auf seinen Lebensweg mitbe- 
kommen hat. Die Flucht der Eltern vor den 
türkischen Ausschreitungen gegen die in Klein- 
asien ansässigen Griechen nach dem ersten Welt- 
krieg, der unter Stalin liquidierte Vater und die 
eigene Zwangsverschickung unter Hitler, das sind 
die Geschenke unserer Zeit, die Avramidis wurden. 
1922 in Batum am Schwarzen Meer als Sohn 
griechischer Eltern geboren, studierte er in seiner 
Geburtsstadt von 1937 bis 1939 an der staatlichen 
Kunstschule Malerei und Graphik. 1939 bis 1943 
lebte er in Athen. Von hier scheint er auch blei- 
bende Anregungen mitbekommen zu haben. 
Wenn er auch noch bei der Wiederaufnahme 
seines Studiums 1945 auf der Akademie der bil- 
denden Künste in Wien in die Mdlerklasse des 
Professors R. C. Andersen eintrat, so hat ihm die 
Begegnung mit der antiken Kunst der griechischen 
Hauptstadt, mit den Tempeln der Akropolis, mit 
den klaren Formen früher Koren doch einen solch 
wesentlichen Impuls gegeben, daß er sehr bald 
zu einer dreidimensionalen Ausdrucksweise strebte. 
1953 bis 1956 swdierte er bei Professor Fritz 
Wotruba Bildhauerei. 
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