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Full text: Alte und Moderne Kunst XIII (1968 / Heft 99)

neist frei kornpartierlert und gewebten. 
egend abstraklen wdndiedpiriie dsier- 
:her Kunstler in Form einer die wesent- 
sirbrnungen und krdiie zusammen- 
en Schüu 1u 1eigen_ wdr demgegen- 
ine gulc und riehiige Idee. Dazu dr- 
ien nlchl nur Erfolge oslcrretchlscher 
r irn Ausidnd, sdndern vdr dilerri die 
achend hohe Qualilat und Originalilal. 
etwa Arbeiten von Fritz Riedl. Josef 
und Edda Seidl-Reiler aufweisen, FUr 
rrinisse und Enltauschungert hirtiltltlllcli 
enisriiddigren amen neben Exporialcri 
on Genannten, die auch das Proül der 
ung bestimmten. auch noch Arbeiten 
udrun Vogl, Maria Plachky, Louisc 
ier und Giselbert l-lakc. 
PAHAUS WIEN 
rnutionule Graphikausstellung 
Ausstellungsvorhaben. die nach mehr- 
' Wiederholung deutliche Ermüdungs- 
nungen aufweisen und die ursbrung. 
sie gesetzten Erwartungen nicht mehr 
iilen verinegen, Die von Professor 
luiiiriger organisierte lnlernalionctle 
kdussieliung im Wiener Eurdddhdus 
Straße 429). die heuer bereits zum 
tmal stattfand. also schon so etwas 
ndition besitzt, bewies allerdings auch 
ndl inre Wichliq- und Richtigkeit. 
tsiebrig vdrwiegend druckgraahische 
vdn Kunsilern dius vierzehn Ldndern. 
is rund sechshundert eingereichten 
n ausgewählt wurden, geben nieiii 
1 aufschlulireiches Bild vom gegen- 
:n Stand der bildenden Kunst, sondern 
dueb kullurpolitisch entscheidend rnil 
ei, Grenzen und damit Vorurteile ab- 
n. Aus Anlal} eines im Rahmen der 
ungstaltgefundenenSymposionswaren 
euer wieder zahlreiche auslandische 
eingeladen worden, die die Möglich- 
einer derdriigen Kdnirdnidtien irn 
iessercn gegenseiiigen vdrsiebens und 
ilernens nutzten. Das didsidnrige ÜlS- 
sthenia ,.Picasso und die alten Meisler" 
ddrii ein 1u gegenweriigen Kunst- 
nen Stellung nenrnendes Strcilgesprach 
lfernl zu und warf die rrdge nach 
xlzlichen Reformen hinsichtlich Ab- 
1d Themenslellurig des SyrrtpOSiOriS 
wie 1966 und 1967 idg des kunsl- 
Niveau der Schau iiber dem in 
ich üblichen Durchschnitt. Die drei 
eranslaller gestifteten Preise gingen 
Pdien idnus1 Przybylski. einen reieiiv 
indigen surrediisien, en den jungen 
ier senier odrddn (für abstrakte sieb- 
von zarter Farbigkeit) und en die 
n Ethel ßeids LuCaCl. deren Holz- 
Asddkie traditioneller veikskunsi mil 
1eri der reinen Abstraktion in eigen. 
n Duktus verbinden. 
en Eindruck hinterließen die meisten 
1er. desgleichen die Öslerreicher 
Ihrlslanell. Gotthard Muhr (mit einer 
erben, fein nuanclerlen Radierung 
Snorn") und Hdinrien seilkd. der dn 
Landsmann Slupica erinnernde Jugo- 
'ivko oidk sdwie der in rdris lebende. 
eine Ausstellung in der Galerie Tde 
in Wien bekennie Radierer Liao 
ing. der sich nicht 1uiei1i duen eis 
{er van Rang erwies (Abb, e, 7). 
TLERHAUS WIEN 
Kreis" l Frühiahrsausstellung j 
' Künstler 
ien Ausstellern der obliqalen Jahres- 
der Wiener Künsllergruppe .,Der 
wdr diesmal der Plastiker loscf 
-i der rnil Absidnd beste und inter- 
tei 
Kollektion rhylhmlsch-architektani- 
zellenartiger Messingskulpturen, Re- 
ivelierneni in den Raum vorstoßender 
i glicdcrnder Chromnickelslahlplasli- 
nieeiudsd" 1967168) verriet nicht nur 
insequenle und leigerieniige Welter- 
iung. sendern duen kdngenidies 
lembrinden, Schagerl isi jedenfalls 
ner sldrker in den vdrdergrund tre- 
Künstler, niii dessen werk sieii eine 
e Auseinandersetzung lohnt. 
rn übrigen Mitgliedern des Kreises, 
aßlich mehrerer odsie, wie den Ober- 
chern Schwarzer, Plobner und Hoff- 
bbs. ISl allerdings kdurn Neues 1d 
'n. Sie alle treten mil mehr oder 
großem Erfolg auf derselben Stelle, 
nur greduelie Unterschiede 1u ver- 
sind. Von wdgnissen und Experi- 
die allein die Kunst weiierbringen 
letztlich dennieren, war weit und breii 
u sehen. sierieriieli übertrifft auch der 
noch iinrner Vereinigungen wie die 
nschaft bildender Kunsiier-wiener 
"hülli" und die diversen Landes- 
le. ohne Blulauffrischung wird in 
iiedden nichts rneiir zu neien sein. 
senidren der irddiiieneilen Frühjahrs- 
ing des Künstlerhauses zählte Alfred 
brend. der in St. oilgen lebende 
ind Zeichner. 
insiler, der vor Jahrzehnten dls be- 
iliustreidr der iiMuskcte" geschatzt 
igte irn Rahmen einer kleineren, db- 
ngsreichert kdliekiien dreizehn Aeud- 
d Ölbilder verschiedenster Schaffens- 
n, darunter auch das Ölgemülde 
logc", das zu seinen sldrkslen. male- 
'eiestcn Arbeiien gerechnet werden 
Kleben dem rüsligen Altmeister Ger- 
slenbrand waren noch vier weitere Künstler 
mil kdiiekiidnen vertreten: der Architekt 
Walter Jaksch. die Maler Kurt lngerl. Adam 
Jankowskt und sdbine weiger, Leiztgenannle 
versuchen sidn rnil eher gdringein Erfolg und 
nicht allzuviel Originalitar im weilen Feld 
des von der klassischen geometrischen Abstrak- 
tion hergeleiteten Hard Edge, Diesen Ein- 
druck bestätigten auch ihre selbslverfaliten. 
in einem Kleinprospekt abgedruckten kunst- 
theoretischen Ausspruene. die rndn nicht 
gerade bescheiden r zwischen Zitate von 
Mdridridn. Orlega y Gasset, Le Cdrbusier. 
Vasarelv und anderer Prominenler rückte, 
vermutlich uin dadurch den eher dürftigen 
Gehalt selbst zu erhöhen. Daf! auch das Gros 
des übrigen Künstlerhausangcboles eher 
duriiig dusndi. versieni sien angesichts der 
nicht nur nach Jahren melibaren Uber- 
dllerung der permanent ein friSCher Blut- 
zufuhr Mangel leidenden Vereinigung leider 
schon ven selbsi. sis auf Zeichnungen ven 
Peter Kubavsky, einem subtilen Ölbild von 
Gerhard Gulruf, den Radierungen und 
Aquarellen Ernst sieindrs. einigen Graphiken 
von Ptlcz und Krubbduer, 1wei Skulpturen 
Frdn1 Kalzgrabers und der einen oder ande- 
ren positiveren Ausnahme ließ sich der Rest 
zusammenfassend nur als Schonkosl fur 
Kassenpatienten klassifizieren. 
Um einiges lohnender als die Frühjahrs- 
ausstellung erwies sich die Gruppenschau 
dreier Tiroler Künstler im Franzasischen 
Saal der Vereinigung, Die dominierende 
Parsonlichkeit dieser Exposition war zweifel- 
ids der im vdridbr im Aller von 43 Jahren 
verstorbene Maler l-leinz Klima. der lange 
Zeit hindurch der Wiener Secession ango- 
horte. 
Von kiirnd wurden dreißig Arbeiten ge1eigi, 
in der Regel klein- bis mittelformalige Gra- 
phiken, die in ihrer Gesamtheit ein wirkliches 
ßild von der sensiblen, spannungsgeladenen 
Mal- und Zeichenweisc des Künstlers ver- 
mittelten. In ihren assoziativen Verbindungen 
zur Raurnfcthrl neninen Kiirnds Blaller eine 
Stellung zwischen lnforniel und denkbar freier 
FigurattOn ein, sie erreichen irdi1 gelegent- 
licher Parallelen zu Malta und Gorkv, die 
vor allem in gelungenen Feder- und Pinsel- 
1eiriinungen iesi1usieilen sind, durchweg 
große eigdnsiendigkeii, graphische vene- 
menz und formale Dynamik, die bei aller 
Freizügigkeil der Kontrolle nieni enlbehrt. 
Kultiviert gemalte Abstraktionen, die in 
inreni Stlmmungsgehalt en den lieiiener 
Giuseppe Santomaso erinnern, stellte Toni 
Bucher aus. Bucher, 1927 in l-topfgarlen 
gebdren. bevorzugt die reine Malerei, wo- 
mit dueh srhdn gesagt ist. ddß ibm die auto- 
ndrnen werie vdn rdrbe und rdrrri wieniiger 
sind als der thematische oder literarische Uber- 
bau. Buchers Bilder haben ihre Starke im 
dngeneiiinen dekorativen Gehall seiner vdr- 
wiegend ruhig wirkenden Kompositionen, 
„Assd1ieiidndn" und ,.Figure " betitelt der 
aus Zorns bei LandeLk gebürtige Bildhauer 
Franz Xaver Hauser seine Holzskulpturen 
und Gipsarbeilcn. Hauser zeigt sich in ihnen 
prinidr ein einern möglichsl organischen. die 
Eigenheiten des Materials sbenriseb nerver- 
kehrenden Arbeitsvorgdng interessiert. der 
sich von allzu Willkurlichem distanziert, 1e- 
doch nur selten zu befriedigenden Resultaten 
fuhrt (Abb. a 44). 
 
GALERIE NÄCHST ST. STEPHAN 
C. L. Attersee [ Wotruba-Karmel 
1966 stellte Christian Ludwig Altersee bei 
Beniamin Kalz in Berlin aus. Im Vorjahr im 
Griechenbeisl in Wien und in Triest. Dieses 
Jahr im Forum Sladtpark in Graz und 
erst vor kurzem - in der Galerie nachst 
St. Stephan. wo rndn sirii neuerdings nach 
ieder Richtung hin überaus ididrenr 1eigi. 
Atlersees bewiim ndrzisiisen inszenierte und 
stets von einer unrnenge von kunsilienen bis 
kunstlerischen Mützchen begleiteten Erfolge 
kernrnen nicht ven ungeidnr. Neben einer 
ordentlichen Portion dn Begabung und ge- 
lernlem Handwerk (Attersee ist Absolvent der 
Akademie fur angewandte Kunst in Wien) 
steckt hinter ihnen durh eine geherige Por- 
tion an Arbeilsintensitctl, die sich in einem 
immer beziehungsreicher werdenden Vari- 
ieren bestimmter Grundeinfalle und bild- 
nerischer Maschen zeigt. versidrki wird dieser 
Eindruck durch werbewirksame Inszenierung 
und zeitkritische Verbrömung im Gewand des 
scheinbar Harmlosen. Indem es auf Attersees 
sullen und schönen Bildern zum Grausen 
kitschig zugeht, wird der Kitsch selbsl aufs 
Korn genommen. Dazu bedient sich der beim 
11.Öslerreichischen Grephikwelibewerb in 
Innsbruck mil einem Preis ausgezeichnete 
Künstler auch wiederholt eigener, oft neo- 
dadaistisch anmutender Erfindungen, wie 
eiwe eines "Wurfelbuslenhalters" (1965), 
eine; ..Prothesenalphabeles". eines "Mund- 
spravs zur modischen Tdiung des Speichels" 
oder einer „Elcktrisierbox". die bei seinen 
Ausstellungen meist niii von der Pdriie sind 
und dort als Originale beziehungsweise 
Auridgendbiekie erworben werden können. 
Altersee offeriert sich und seine Bilder durch- 
dus intelligent. wds nicht nur dem .,Frauen- 
liebling" niilzl, als der er sich selbst gerne 
ausgibt. sondern auch seinem Prestige bei 
Kaufern. 
Obwohl Altcrsee ohne die amerikanische 
Pop-Art und die Comic-strips kaum denkbar 
isl, übertrifft er in bildnerischer Hinsicht und 
in der Arl seiner Prdpdgdndierung sd rndn- 
cheri Prornincnleren. Dabei erweist er sich 
dls gieienerrndnen geseriiekier Arrangeur, 
Meier und Zeichner. dein das Bunle liegt 
und der Kitsch zum Element wird. Titel wie 
..ßuiierbrdie fftll Eiszapfen". "Zwei rdrb. 
zeidnnung ven Heinz Kliind 
Skulptur von F. x. Hauser 
Malerei von Teni Bucher (Abb. 12-14 
QuS der Ausstellung der drei 
irri Franz' 
wiener kiinsilernduses) 
Tiroler 
Künstler ischen 
 
 
9 kiiri lngerl. Malerei 
10 Malereien ven Adarn idnkewski 
 
ll Lackfarbenbild von Sabine Weiger 
(Abb. 871i aus der Frijhiahrsausslellung 
der vier KJHSllCF irn Wiener Kunstler- 
haus) 
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